Gutes Werkzeug - böse Waffe

Eines der grundlegendsten Werkzeuge der Menschheit ist das Messer, in den falschen Händen aber auch eine sehr gefährliche Waffe. Deshalb gab es am vergangenen Samstag beim Karate-Do-Kwai Nordhausen e. V. in der Sporthalle des Humboldt-Gymnasiums einen Selbstverteidigungs-Lehrgang zu genau diesem Thema.

Insgesamt 46 Kampfkunstinteressierte aus 8 Städten Deutschlands folgten der Einladung des Cheftrainers Frank Pelny, 5. DAN Karate, 4. MG SaCO, 4. DAN Ryûkyû Kobudô. Unterstützt wurde er diesmal wieder von Sebastian Edelmann, selbst Meister im Karate, Kobudo, SaCO und Vereinsvorsitzender des JITOKU-DO Halle e.V. Vermittelt wurden den Teilnehmern zunächst die Grundlagen des Umgangs mit einem Messer als Waffe. Um sich im Ernstfall effektiv verteidigen zu können, mussten alle erst einmal ausgiebig mit den verschiedenen Varianten des Messerangriffs vertraut gemacht werden. Nur wenn man weiß was auf einen zukommen kann, hat man eine (kleine) Chance, sich intuitiv, schnell und richtig zu wehren. Später folgten die Übungen zur Verteidigung mit und ohne eigene Waffe. Dazwischen gab es noch zum Verschnaufen einen Ausflug in die Theorie. Schließlich gilt ja in Deutschland ein Waffengesetz mit einigen wichtigen wissenswerten Bestimmungen. Spätestens hier wurde allen klar, warum das Messer so gefährlich ist. Praktisch in allen Variationen einfach zu beschaffen, leicht zu verstecken und potenziell tödlich auch in der Hand eines Ungeübten! Und das auch noch im Nahkampf und auf Distanz. Nach 5 anspruchsvollen Trainingseinheiten stellten sich noch einige Kämpferinnen und Kämpfer den kritischen Augen der Prüfer. Acht überzeugten durch ihr Können und bestanden zu Recht die Prüfung zur nächsthöheren Graduierungsstufe.

Allen Interessierten bietet der Karate-Do-Kwai Nordhausen ein 4-wöchiges kostenloses Probetraining in den Sportarten Karate, Kobudô, Selbstverteidigung, FightFit, Qi-Gong und Karate Aerobic oder für die 4-6 jährigen Ninja-Kids an. Nähere Informationen erhalten Sie im Internet unter: www.karate-nordhausen.de bzw. unter Tel.: (03631) 60 47 36.
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