Immer am Ball: Jana Weinbrecht gibt Erfahrung an Nachwuchs-Handballerinnen weiter

Die Nachwuchsspielerinnen des Nordhäuser SV hören aufmerksam zu, wenn Jana Weinbrecht ihnen die nächste Übung erklärt.

Weibliche Verstärkung für Alfons Jarmuszewski auf der Trainerbank: Seit Anfang November gehört Jana Weinbrecht zum Team der C-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser SV. Nicht als Spielerin, sondern als Co-Trainerin von Jarmuszewski. Die gebürtige Karlsruherin, selbst aktive Handballerin, wurde bereits in den Trainingsprozess integriert. Der Fokus ihrer Arbeit liegt im Abwehrbereich.

„Mir ist aufgefallen, dass die Mädchen in der Abwehr sehr statisch spielen. Ich will einfach, dass sie dort dynamischer werden und sich mehr bewegen“, sagt die 19-Jährige. An ihren Lippen kleben zehn Augenpaare. „Kleine, kurze Schritte“, lautet die Anweisung von Weinbrecht vor der ersten Übung. Ihre Schützlinge sollen sich auf Höhe des 6- und 9-Meter-Kreises mit kleinen, kurzen Nachstellschritten seitwärts fortbewegen. „Im Prinzip ist das die Basis, weil durch die kleinen Schritten vieles vereinfacht wird. Sie können besser und schneller reagieren, wenn der Angreifer kommt“, sagt die junge Frau, die gemeinsam mit Jarmuszewski die Montagseinheit in der Ballspielhalle leitet.

Erstes Kennenlernen im November

Weinbrecht zog es studienbedingt ins mehr als 400 Kilometer entfernte Nordhausen. Seit Oktober ist sie im Studiengang Public Management am Weinberg eingeschrieben. „Der erste Eindruck hat sich bestätigt. Es ist echt schön an der Fachhochschule, man findet sich gut zurecht.“ Sie studiert nicht nur am Weinberg, sie wohnt auch nur wenige Minuten von der Studieneinrichtung entfernt - am Taschenberg.

„Sie hatte ein WG-Zimmer gesucht und hat sich mit ihren Eltern am Taschenberg eins angesehen“, sagt Objektleiter Olaf Krieß, der mit der sympathischen Badenerin locker ins Gespräch kam. Sie erzählte von ihrer Handballtätigkeit, wodurch das Interesse von Krieß, deren Tochter Ella beim NSV spielt, noch mehr geweckt wurde. „Egal, wo du hinziehst, wir bleiben in Kontakt. Wir brauchen ein Mädchen als Co-Trainerin“, sagt Krieß zu ihr. So kam es, das Weinbrecht die Mannschaft Anfang November kennenlernte. „Ich habe mir das Training angeschaut. Das war schon cool. Die Mädchen haben sich so gefreut, dass ich da war und das, obwohl sie mich noch gar nicht kannten.“

Immer am Ball: Jana Weinbrecht unterstützt C-Jugend des NSV

Jarmuszewski zeigte sich ebenfalls sehr offen über den Neuzugang und stellte ihn sogleich der Mannschaft vor. „Als mir Olaf vor ein paar Wochen erzählte, dass er jemand hat, die Handballtrainerin ist, habe ich sofort gesagt, dass wir Interesse haben“, sagt Jarmuszewski. Weinbrecht stammt aus einer sport- und speziell handballbegeisterten Familie. Seit 13 Jahren ist sie beim Handball in Neureut, einem Ortsteil von Karlsruhe, aktiv. Von der D- bis zur A-Jugend sogar immer doppelt: erst in ihrer Jugend, dann eine Altersklasse höher. Variabel zeigte sie sich auf den Positionen. Erst auf der Halben, dann am Kreis.

Im vergangenen Jahr folgte ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Badischen Handballverband. „Ich habe meinen C-Trainer gemacht und war als Referentin tätig.“ Tätig war sie unter anderem an elf Schulen, an denen sie Handball unterrichtete. Parallel dazu trainierte sie zwei Jahre eine weibliche E-Jugend der TG Neureut, die sie mit Beginn des Studiums an ihren Bruder abgeben musste.

Dem Handball bleibt sie weiterhin erhalten und gibt ihre Erfahrungen nun an die weibliche C-Jugend des NSV weiter. „Ich werde die Mädchen auf jeden Fall durch diese Saison begleiten. Sie zeigen sich neugierig und fragen viel. Ich denke auch, dass sie Respekt vor mir haben“, sagt Weinbrecht, die auch an den kommenden Spieltagen auf der Auswechselbank neben Jarmuszewski Platz nehmen wird.
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