Kabinenpredigt Rot-Weiß Erfurt: Auf zu den roten Strümpfen, den Störchen, nach Kiel!

Große Freunde beim 2:0 gegen Osnabrück, am Ende gewann Erfurt sogar 3:1. Foto: Heyder
Kiel: Stadion Kiel | Arand & Heyder, der RWE-Fußball-Talk

Arand: Im Stile einer Spitzenmannschaft agiert derzeit Rot-Weiß. Nicht immer souverän in allen Phasen, aber am Ende erfolgreich. Diesmal war auch der Schiedsrichter auf der Höhe. Vor dem Handspiel im Sechzehner, was die Osnabrücker monierten, ging ein Foulspiel vorraus…

Heyder: Gut, dass er das gesehen hat. Bei Schiri Peter Sippel, eine Woche vorher, wäre ich mir nicht sicher gewesen. Der hat übrigens auch vom Fachmagazin Kicker, wie ich finde zurecht, die Note 4,0 für diese schlechte Leistung bekommen.

Arand: Es läuft gut – und gerade deshalb muss RWE schön auf den Teppich bleiben und von Spiel zu Spiel denken.

Heyder: Der nächste Gegner ha ebenfalls einen Lauf. Zwar ist Erfurt derzeit Zweiter, allerdings sitzen ihm alle Verfolger im Nacken. Ein verlorenes Spiel und Erfurt kann bis Rang Sieben abrutschen. So hart ist die dritte Liga.

Arand: Eine ganz harte Nuss wartet in der Holstenstadt an der Ostsee. Es ist die nördlichste Landeshauptstadt Deutschlands. Holstein Kiel empfängt RWE bereits am Freitagabend. Ehrlich gesagt, ich hatte die Störche nicht auf den Schirm.

Heyder: Ich auch nicht. Sie nennen die beste Abwehr der Liga (18 Gegentreffer) ihr eigen und sind soetwas wie ein Bollwerk. Im Vergleich: Erfurt hat schon 31 Gegentreffer kassiert.

Arand: Eine gefestigte, eingespielte Mannschaft wartet dort. Dreizehn Spiele insgesamt zu Null schafften die Störche. Bereits das Hinspiel war knapp. 3:2 gewann Erfurt. Trainer Karsten Neitzel hat mit seinem Team die Kurve bekommen. In der Vergangenheit stand er ab und an kurz vor der Entlassung, bekam aber immer irgendwie die Truppe auf Kurs, was sich jetzt auszahlt.

Heyder: Wie schon gegen Osnabrück könnten Standard-Situationen zum Dosenöffner für die Kieler „Fischbüchse“ werden, so traf auch Münster am Wochenende gegen Holstein.

Arand: Personell kann Erfurts Coach weiter so gut wie aus dem Vollem schöpfen. Je nach Situation kann er während der Partie jederzeit reagieren, das System umstellen und verfügt über eine starke Ersatzbank. Alle im Team harmonieren gut. Gohouri und Laurito verstehen sich perfekt in der Innenverteidigung, sind kopfballstark und robust. Auch Judt überrascht mich positiv, was er seit Wochen so abliefert. Das hätte ich nach einer durchwachsenen Hinrunde von ihm gar nicht so erwartet.

Heyder: Die Jungs spielen als echtes Team. Im Vergleich zu Engelhardt im vergangenen Jahr ist Tyrala ein Mittelfeld-Motor und gefällt mir gut. Er macht richtig Wirbel. Kämpft, rackert, bereitet vor und manchmal trifft er auf das Tor. Kiel steht übrigens nur deshalb nicht ganz oben, weil sie schon zehn Mal Unentschieden gespielt haben.

Arand: Man weiß ja nie genau, wie das Spiel verläuft an der Kieler Förde. Ich denke aber, mit einem Unentschieden könnte sich die Mehrheit anfreunden. Daher tippe ich ein 1:1-Remis im Duell der beiden Teams der Stunde, neben Primus Bielefeld.

Heyder: In der Heimtabelle ist Kiel nur 9., denn sie sind besonders auswärts stark, mit 21 Punkten auf fremdem Platz. Zu Hause gibt’s da gern mal nur ein Unentschieden. Wenn Erfurts Abwehr sich im fremdem Stadion ebenso beweist, wie zu Hause, und Erfurt Standard-Situationen provozieren kann: Ecken und Freistöße, dann könnte das der Dosenöffner für die beste Abwehr der Liga sein.

Der Gegner:
Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V.
Vereinsfarben: blau-weiß-rot
Trainer: Karsten Neitzel
Tabellenplatz: 5
Top-Torschützen: R. Kazior, M. Heider, M. Schäffler.
Netz: www.holstein-kiel.de
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige