Kabinenpredigt Wacker Nordhausen: Jetzt heißt es Kicken gegen den BFC Dynamo

Tino Semmer, derzeit wieder in Top-Form. Foto Archiv / Heyder.
 
Ex-Erfurter nun in Diensten des BFC. Björn Brunnemann.
Nordhausen: Stadion |

Arand&Heyder, der Fußball-Talk

Arand: Beim vor der Saison selbsternannten Aufstiegsfavoriten Jena einen Punkt zu holen, finde ich in Ordnung. Ordentlich gespielt und gekämpft. Dazu einen Rückstand egalisiert durch ein schönes Tor von Tino Semmer. Klasse, wie er im gegnerischen Strafraum die Übersicht behält.

Heyder: Semmer ist wieder in der Form, in dem ihm vieles gelingt. Sicher könnte der auch der dritten Liga gut mithalten, wenn er die richtige Truppe hat. Leider wird Wacker nicht aufsteigen, aber wer hätte vor dieser Saison überhaupt darüber nachgedacht? Da ging es um Klassenerhalt. Gegen Jena hatte Wacker für mich die besseren Spielanteile, etwas mehr Achtsamkeit zu Beginn des Spiels und es wären sicher drei Punkte geworden, wobei das für die Tabelle kaum noch eine Rolle spielt. Die Aufstiegsregeln müssen überdacht werden. Theoretisch könnte über Jahre hinweg keiner aus dieser Liga aufsteigen, wenn er die Relegationsspiele verliert. Das könnte auch Magdeburg treffen, die nun gegenüber Zwickau im Vorteil sind um den einzigen Aufstiegsplatz.

Arand: Ziel für die restlichen Saisonspiele sollte sein, den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. Mich begeistert die Saison! Wer hätte überhaupt nur vermutet, dass Wacker vor Jena oder Neustrelitz in der Tabelle steht.

Heyder: Nicht nur das. Von dem kleinen Hänger zwischendurch abgesehen, spielen die Jungs auch einen für die Zuschauer attraktiven Fußball. Wer ist denn der nächste Sparringspartner?

Arand: Der frühere „Schieber-Meister“ BFC aus Berlin.

Heyder: Erinnert mich an ein Spiel des BFC, das ich mal gesehen habe gegen Motor Suhl. Da hat der Schiri einfach nicht abgepfiffen und so lange spielen lassen, bis aus dem Unentschieden ein Sieg wurde. Die Mielke-Unterstützung hatte zu DDR-Zeiten dafür gesorgt, dass der BFC ständig DDR-Meister war. Nur eben international hat die Truppe nichts gerissen, so lang war der Arm des Stasi-Chefs dann doch nicht. Aber all diese Geschichten haben eben mit dem heutigen BFC nichts mehr zu tun, mit Ausnahme des Namens.

Arand: Zumindest die letzten Jahre überzeugen sie auf faire Weise nun auch sportlich wieder. Und mit dem Aufstieg in die Regionalliga Nordost stehen sie wieder etwas weiter im Rampenlicht. Der jetzige Jenaer Trainer Volkan Uluc führte sie aus der Oberliga heraus, ging dann im Dezember an die Kernberge. Mit Thomas Stratos kam ein erfahrener Trainer, der schon höherklassige Trainerstationen hinter sich hat. Er stabilisierte die Hauptstädter im aktuellen Saisonverlauf weiter. Abwehrchef Novy fällt mehrere Wochen verletzt aus. Mit Björn Brunnemann kickt ein ehemaliger Erfurter in ihren Reihen. Allerdings ist „Brunne“ in die Jahre gekommen. Daher bleibt ihm im Moment meistens nur die Ersatzbank. Heute Abend gastieren die Berliner zum Nachholspiel in Auerbach.

Heyder: Brunnemann war Klasse! Schade, dass der nicht zur richtigen Zeit bei der richtigen Mannschaft war.

Arand: Ich schätze die Berliner stark ein. In Nordhausen werden sie ihr Augenmerk auf die Defensive legen. Daher ein 1:1-Unentschieden

Heyder:
Ich denke, Nordhausen wird siegen, sie haben wieder die Spur gefunden. Sie gewinnen mit 3:1 gegen den BFC.

Der Gegner:
Berliner Fußball Club Dynamo e.V.
Vereinsfarben: weinrot-weiß
Trainer: Thomas Stratos
Tabellenplatz: 6
Top-Torschützen: C. Preiß, A. Shala, Z. Muhovic.
Netz: www.bfc.com
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