Kastriot schaffte Sensation

David gegen Goliath? Sopa Kastriot (NSV) schaffte das unmöglich Geglaubte und bezwang den überlangen Salomo N‘Tuve (Hannover). Das war die Initialzündung des Abends.
  Nordhausen: Ballspielhalle | Nordhäuser Boxer bezwangen zu Hause Erz-Rivalen BSK Hannover-Seelze und führen nun Tabelle an

Es sollte die Nacht der Nächte werden. Mit seinem sensationellen Sieg gegen den Schweden-Meister Salomo N‘Tuve, den der BSK Hannover Seelze als „Einflieger“ im Aufgebot hatte, sorgte Federgewichtler Sopa Kastriot im blauen NSV-Trikot für einen Auftakt mit Paukenschlag.


Einmal mehr beflügelten die leichteren Gewichtsklassen einander durch sehenswerte Kämpfe und wichtige Punktgewinne für Gastgeber Nordhausen. Zur Pause der 2. Nordhäuser Boxnacht am vergangenen Samstag waren drei Kämpfe gewonnen, einer Remis ausgegangen. Ein Sieg fehlte zum Gleichstand, zwei zur endgültigen Sensation.

Doch der Reihe nach: Schon als Schwedenmeister Salomo N‘Tuve (BSK Seelze) in den Ring stieg, ging ein Raunen durchs Publikum. Gegen seine überlangen Arme schien der kleinere Sopa Kastriot chancenlos. Doch das Nordhäuser Federgewicht trat den Kampf gegen Goliath an und lehrte den langen Hannoveraner schnell das Fürchten. Pfiffe des Publikums quittierten dessen überhäufiges Klammern als Unsportlichkeit. Kastriot holte den Siegpunkt und wurde zum Helden des Tages.

Blitzschnell agierte Tobias Tatai (Leicht) im Ring und lieferte sich mit Suher Alshamari (Seelze) einen sehenswerten Kampf. Tolle Premiere im NSV-Trikot. Das Unentschieden ging in Ordnung.

Verschmitztes Grinsen und blitzschnelle Aktionen sind das Markenzeichen von David Müller (Halbwelter). Gegen Dauerkonkurrent Aytekin Yöreci ließ er nichts anbrennen und schaffte nun den Sieg – wenn auch knapp.

Einen super Kampf lieferte sich der Ungarn-Champ Balazs Bacskai mit der absoluten Nr. 1 im Weltergewicht, Patrick Wojcicki. Der wollte eigentlich Revanche für den verlorenen EM-Kampf, doch Balazs hatte wieder die glücklicheren und schlagkräftigeren Fäuste.

Nach der Pause, in der das magische Duo „Sos und Victoria“ mit seiner rasanten Ver- und Umkleideshow für atemberaubende Unterhaltung sorgte, setzte Xhek Paskali (Mittel) den Siegeszug der Nordhäuser fort. Der frischgebackene deutsche Vizemeister avanciert mehr und mehr zum NSV-Punktgaranten „und wird mal ein ganz Großer“, urteilte Box-Abteilungsleiter Mathias Geidel.

Ähnlich Paskali wird auch der halbschwere Yasim Basar immer besser. Nachdem er Alem Begic in der 1. Runde angeschlagen hatte, besiegte er ihn souverän.
Mit einer Disqualifikation für den NSV-Boxer Josef Darmos endete der Kampf im Schwergewicht nach 2 Runden. Darmos hatte das „Stop“ des Ringrichters nicht gehört und den starken Eugen Schellenberg (Seelze) mit einem Volltreffer verletzt. „Schade, dass der Kampf nicht regulär zu Ende gehen konnte“, bedauerte Cheftrainer Konrad Werner. Wir hätten es Darmos gegönnt. Er steigerte sich immer besser.“

Völlig gerechtfertigt war das vorzeitige Ende durch Aufgabe im Kampf Avdi Asllani (NSV) gegen Ali Kiydin (Superschwer). Avdi gab alles, hatte aber gegen den kompakten und kampfstarken Ali keine Chance. – Der 13:10-Endstand hieß Sieg für Nordhausen und Tabellenführung.

„Wir sind Tabellen-Erster. Jetzt kann‘s Weihnachten werden“, freute sich ein erleichterter Konrad Werner nach der Boxnacht.

Am 11.2. geht‘s zum Auswärtskampf nach Berlin zum Hertha BSC. Am 18. Februar folgt der nächste Heimkampf.

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