Wacker mit Pech und wenigen Möglichkeiten

Marcel Goslar verletzte sich im Spiel gegen Zwickau. Eine genaue Diagnose gibt es noch nicht, im letzten Heimspiel am Samstag wird er aber sicher fehlen. Foto: Lars Koch (Foto: Foto: Lars Koch)
Nordhausen: Albert-Kuntz-Sportplatz | Das Heimspiel gegen den FSV Zwickau hatte Wacker Nordhausen Mitte November des letzten Jahres mit 0:2 im Albert-Kuntz-Sportpark verloren und hatte dabei in dieser Partie gegen eine der Mannschaften, die zum Saisonauftakt zu den Aufstiegskandidaten zählte, nicht wirklich eine Chance. Am vergangenen Samstag (17. Mai) stand nun im Sportforum Eckersbach in Zwickau das Rückspiel an.

Dabei hatten sich die Nordhäuser viel vorgenommen und wollten gegen den direkten Verfolger den fünften Platz in der Tabelle unbedingt verteidigen. Doch es sollte noch schlimmer kommen, als vor einem halben Jahr. Mit 4:0 gewann Zwickau, Wacker hingegen hatte nur weniger Tormöglichkeiten, auch wenn die Nordhäuser nicht unbedingt weniger vom Spiel hatten.

Trotz dieser derben Klatsche und des Umstandes, dass man den direkten Vergleich um Platz fünf verloren hatte, machte Trainer Jörg Goslar seiner nach dem Spiel keine großen Vorwürfe. „Du kannst eine Mannschaft auf vieles vorbereiten, nicht aber auf das, was hier passiert ist.“ Gerade einmal 17 Minuten hatte es gedauert, da lagen die Nordhäuser schon mit zwei Toren hinten. Innerhalb von nur neun Minuten hatte Schiedsrichter Jacob Pawlowski (Berlin) gleich zweimal wegen Handspiels auf den Elfmeterpunkt. Die Zwickauer Manuel Stiefel und Oliver Genausch ließen sich diese Chancen zu frühen Führung gegen Wacker nicht entgehen. Der Unparteiische hatte es dabei wirklich gut gemeint. der Berliner Schiedsrichter meinte es gut mit den Gastgebern. Schon in der siebten Minute pfiff er den ersten Elfmeter für Zwickau, nachdem Matti Langer im 16er angeschossen worden war. Zwickaus Kapitän Manuel Stiefel trat an, traf halbhoch rechts, Wacker-Keeper Patrick Siefkes hatte sich dabei für die falsche Ecke entschieden.

Nur Minuten später gab es den nächsten Elfmeterpfiff für die Gastgeber. Diesmal war es Toni Jurascheck, der im Strafraum von Benjamin Fuß angeschossen worden war. Wieder entschied Pawlowski auf Handspiel, diesmal trat Oliver Genausch an. Und auch der traf gegen Siefkes.

Vor 955 Zuschauern mühte sich Wacker weiter, doch gerade als man das Gefühl haben konnte, für die Nordhäuser geht noch was, folgte der nächste Rückschlag. Marcel Goslar, nach seiner Verletzungspause erstmals wieder mit dabei, knickte ohne Fremdeinwirkung um und musste kurz vor dem Kabinengang mit Verdacht auf eine Bänderverletzung ausgewechselt werden.
Bereits sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff machte Zwickau endgültig alles klar. Manuel Stiefel hatte mit einem echten Sonntagsschuss per direktem Freistoß aus gut 20 Metern ins obere rechte Eck getroffen. Das war die Vorentscheidung.

Den Schlusspunkt in einer Partie, die schon entschieden war, bevor Wacker überhaupt richtig ins Spiel gekommen war, setzte Florian Eggert. Er traf in der 71. Minute per Kopf nach einem Weis-Freistoß. Zwickau hatte in der zweiten Spielhälfte ohnehin noch einige gute Möglichkeiten weiter zu erhöhen, die beste hatte Weis kurz nach dem 4:0. Sein Schuss knallte an die Latte. Bitter für Wacker: „Wir haben vier Tore aus Standardsituationen heraus kassiert“, so Trainer Jörg Goslar nach dem Spiel.“

Am Samstag um 13.30 Uhr steht nun im Albert-Kuntz-Sportpark das letzte Spiel der Saison an. Dann erwarten die Wackeren den Berliner AK. „Platz fünf ist immer noch unser Ziel, allerdings sind wir da auch auf Schützenhilfe von Viktoria Berlin angewiesen, die Zwickau empfangen.“

Selbst wenn das nach dem geschafften Klassenerhalt neu gesteckte Ziel „Platz 5“ nichts mehr werden sollte, kann man sich bei Wacker über eine tolle Aufsteiger-Saison freuen. „Das wir so früh mit den Abstiegsplätzen nichts mehr zu tun haben und den Klassenerhalt so zeitig klar machen, das ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Wackers Chefcoach.

In der Halbzeitpause wartet auf die treuen Fans der Nordhäuser, die zum Regionalliga-Abschluss in den Albert-Kuntz-Sportpark kommen, noch eine kleine Überraschung.
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