Wacker Nordhausen schlägt die bis dato stärkste Mannschaft der Rückrunde - VfB Auerbach - mit 3:1

Robert Stark (rechts) mit starkem Einsatz: Der Nordhäuser hatte schon in der vierten Minute eine richtig gute Möglichkeit für Wacker. Foto: Koch (Foto: Lars Koch)
Nordhausen: Albert-Kuntz-Sportplatz | Von Lars Koch


Auch zum Saisonende hin ist Wacker 90 noch voll im Plan - Tabellenplatz fünf zurückerobert

Eigentlich haben die Nordhäuser Regionalliga-Fußballer ihr gestecktes Saisonziel, den Klassenerhalt, schon seit einigen Tagen in der Tasche. Das merkte man vor eineinhalb Wochen dann auch in Leipzig, wo gegen die dortige Lok so ganz und gar nichts zusammenlief. „Das sind eben die zwei Gesichter, die diese Mannschaft auch nach fast einer Saison in der Regionalliga immer noch hat“, hatte es Trainer Jörg Goslar nach der derben 3:0-Schlappe ausgerechnet beim Tabellenvorletzten formuliert.

 Das nun am vergangenen Sonntag ausgerechnet die stärkste Mannschaft der Rückrunde, der VfB Auerbach, nach Nordhausen kam, ließ so manchen nichts Gutes ahnen. Doch der Wacker-Chefcoach hatte sich schon vor dem Spiel optimistisch gezeigt. „Ich weiß, was in dieser Mannschaft steckt und das hat sie oft genug bewiesen. Wenn wir geduldig spielen und auf unsere Chance warten, dann werden wir auch die Herausforderung gegen den VfB bestehen.“ Sprach er und schickte seine Jungs auf den Platz.

 Die wollten es allerdings gar nicht so geduldig wie ihr Trainer angehen. Die Abtastphase ließen beide Mannschaften mal gleich weg und so ging es in den ersten Minuten mit Tempo zur Sache. Dabei war die Gangart der Auerbacher keine zimperliche. Am Ende der Partie hatten sechs VfB-Spieler einen gelben Karton gesehen, drei Nordhäuser sahen in diesem Spiel ebenfalls eine gelbe Karte.

 Unabhängig davon waren es in den ersten Minuten die Gastgeber, die den Ton angaben. Wacker hatte schon in den ersten Minuten zwei richtig gute Möglichkeiten durch Robert Stark und Martin Hauswald, in der neunten Minute war es dann aber soweit. Matti Langer hatte mit tollem Pass von kurz hinter der Mittellinie den auf der linken Seite lauernden Martin Hauswald geschickt. Der spurtete Richtung Grundlinie in den Strafraum, passte in die Mitte und dort musste Jan Löhmannsröben nur noch den Fuß hinhalten. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hatte Wacker mehr vom Spiel, die ganz großen Möglichkeiten fehlten nun aber.

 In der Pause schien Gästetrainer Andreas Richter klare Worte gefunden zu haben. Auerbach kam stärker aus der Kabine zurück und machte nun mehr Druck und kam sogar zu einigen ordentlichen Möglichkeiten. „Gerade dann, als man den Eindruck haben könnte, dass hier für den VfB was geht, waren wir zur Stelle“, konnte sich Jörg Goslar nach dem Spiel freuen. Mitten in die Drangphase der Auerbacher hinein war es wieder einmal Benjamin Halstenberg, der mit tollem Schuss glänzte. Aus gut 20 Metern hatte er in der 62. Minute einfach mal abgezogen. An seinem Schuss war Gästekeeper Markus Dölz zwar noch dran, das Leder rutschte ihm jedoch zwischen den Händen durch und es stand 2:0.

 Auerbach war aber noch nicht geschlagen und in der 88. Minute kamen die Vogtländer tatsächlich noch zum Anschlusstreffer. Jiri Jedinak hatte aus halblinker Position abgezogen. Sein wunderbarer Schuss landete unhaltbar für Wacker-Keeper Patrick Siefkes im oberen rechten Toreck. Doch die Nordhäuser wackelten nicht einmal. Direkt vom Anstoßpunkt aus rollte der nächste Wacker-Angriff auf das Tor der Gäste zu. Diesmal war es Christoph Rischker, der mit straffem Schuss aus rund 15 Metern Entfernung traf und in der 89. Minute den 3:1-Endstand besorgte.

 „Wir hatten uns vor ein paar Wochen bereits vorgenommen, zum Saisonende auf Platz fünf zu stehen. Den haben wir jetzt zurückerobert und den wollen wir nun auch nicht wieder abgeben“, erklärt Jörg Goslar.

 Am kommenden Samstag sind die Nordhäuser beim direkten Verfolger, dem FSV Zwickau, zu Gast. Anstoß der Partie im Sportforum Eckersbach ist um 13.30 Uhr.
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