Wacker will’s wissen

Wacker-Präsident Nico Kleofas untermauert den Durchmarsch der Nordhäuser Fußballer im Interview.
 
1. Mannschaft des FSV Wacker 90 Nordhausen (Foto: Foto: Verkouter)

FSV Wacker 90 Nordhausen hat Aufstieg in die Regionalliga im Visier – Präsident Nico Kleofas untermauert die Pläne im Interview

Der Aufstieg der Nordhäuser Wacker-Fußballer in die Oberliga im letzten Jahr war eine Sensation. Doch jetzt, nach Gewinn der Herbstmeisterschaft, scheint die nächste möglich: der Aufstieg in die Regionalliga. Nico Kleofas, Vereinspräsident des FSV Wacker 90 Nordhausen, gab eine vorsichtige Prognose und erläuterte die Pläne.


Wie ist die Ausgangsposition?

Nach 17 von 30 Spielen stehen wir in der Oberliga mit vier Punkten Vorsprung auf Platz 1. Wenn wir diesen Erfolg der Herbstmeisterschaft fortführen können, schaffen wir den Aufstieg in die Regionalliga. Das ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Fußball, die höchste vor der dritten Bundesliga.

Das wäre schon eine Sensation?

Auf jeden Fall! Wir könnten an die Wacker-Erfolge von 1992 – 95 anknüpfen, als wir schon einmal Regionalliga gespielt haben. Mit Städten wie Magdeburg, Leipzig und Jena in einer Liga zu spielen wäre schon eine Hausnummer, auch für unsere Region.


Neue Liga, neue Kosten?

Sicher. Wir müssen uns finanziell aus Nordhausen hinausbewegen. Die Nordhäuser Sponsoren können nicht mehr geben. Also müssen wir unsere Suche über den Landkreis hinaus auf ganz Thüringen erweitern. Wir wollen weiter attraktiven Fußball spielen. Fußball muss aber auch für die Spieler, die kommen, attraktiv sein. Nicht vom Geld her, sondern auch bezogen auf Arbeitsplätze oder die Fachhochschule.

Deshalb der neue Marketingmann Joachim Brill?

Ja. Er hat sportlich viel Erfahrung, hat für viele große Vereine das Marketing gemacht. Dieses Potenzial wollen wir für uns nutzen und freuen uns, dass uns Joachim Brill unterstützen will.

Wo liegen Sponsoren-Potenziale?

Vor allem in der Wirtschaft: von Getränkeherstellern angefangen bis hin zu erneuerbaren Energien. Wichtig ist, dass Firmen dazukommen, die hier in Nordhausen Werbung machen wollen. Durch die Übertragungen der Heimspiele wären sie alle 14 Tage im Fernsehen. Das macht natürlich Nordhausen und Wacker als Werbeträger attraktiv.


Wer ist bisher größter Wacker-Sponsor?

Die Rotkäppchen-Gruppe in Verbindung mit Nordbrand Nordhausen. Sie standen immer zu Wacker. Wir wollen sie unbedingt als Hauptsponsor behalten.


Wird es Veränderungen im Spielerstamm geben?

Wenn wir den Aufstieg erreichen, werden wir den Stamm erweitern müssen. Wir mussten zwar schon durch den Aufsteig in die Oberliga spielerisch im letzten Jahr etwas tun. Aber wenn wir den Sprung in die Regionalliga schaffen, ist nochmals eine Erweiterung nötig. Von den bisherigen Spielern muss keiner gehen. Wir müssen nur was für den Konkurrenzkampf tun.

Zwei Aufstiege in Folge – also keine Eintagsfliege?

Nein! Nach dem Aufstieg in die Oberliga sind wir sportlich ein Stück weitergegangen und haben uns einen Zwei-Jahres-Plan gesteckt - mit dem Ziel Regionalliga. Wenn wir das schon nach einem Jahr schaffen sollten, um so besser! Jetzt müssen wir gegen Mannschaften wie Bautzen oder Markranstädt erfolgreich sein, die einerseits über große Liga-Erfahrung, andererseits über enorm starke Sponsoren verfügen. Das ist schon eine große sportliche Herausforderung!

Wie realistisch ist die Regionalliga?

Wenn alle gesund bleiben, alles normal läuft und wir weiter Glück haben, dann ist es denkbar. Wenn wir es aus sportlichen Gründen nicht schaffen, wissen wir, was wir besser machen müssen. Das werden wir dann tun und es im nächsten Jahr wieder versuchen.

Wo liegen Reserven?

Wir spielen schon einen guten Fußball, sonst wären wir nicht an der Tabellenspitze. Schwer einplanbar sind jedoch Verletzungen und Krankheiten. Wenn man davon verschont bleibt, ist alles gut. Wir geben unser Bestes!

Und wie steht’s um die Fans?

Sie müssen weiter zur Stange halten. Wir haben schon immer den höchsten Zuschauerdurchschnitt. Die Mannschaft lebt vom spielerischen Potenzial, von physischer Fitness, aber auch von seinen Fans. Sie sind der 12. Mann auf dem Feld, der unwahrscheinlich pushen kann. Das wollen wir ausbauen und pflegen.


„Zum Fußball gehört auch immer ein Quäntchen Glück. Man kann es sich zwar ein Stück weit erarbeiten, aber es muss einen die ganze Saison begleiten.“ Nico Kleofas, Präsident Wacker 90 Nordhausen e.V.

Wacker I aktuell:

Das Wackerspiel zu Himmelfahrt in Bautzen wurde auf Mittwoch, den 15.05.2013, gelegt. Beginn: 18.30 Uhr. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Termin gehalten werden kann.


Infos:
www.fsvwacker90.de
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige