Neustädter Museum zeigt Ausstellund über Filme in der DDR

Wann? 06.10.2016 18:00 Uhr

Wo? Museum für Stadtgeschichte, Kirchpl. 7, 07806 Neustadt an der Orla DE
(Foto: Museum für Stadtgeschichte)
Neustadt an der Orla: Museum für Stadtgeschichte |

„Freiheit und Zensur - Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung und Opposition“ heißt die neue Sonderausstellung im Museum für Stadtgeschichte Neustadt an der Orla. Am Donnerstag, 6. Oktober, um 18 Uhr wird sie eröffnet.

Anhand ausgewählter DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion werden die jüngere deutsche Geschichte (1946 – 1990) und die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dargestellt. Neben den Filminhalten wird die Zeitgeschichte betrachtet und ein politischer Kontext hergestellt. Die fiktive Figur des „Film-Atze“ dient als Bindeglied zwischen Filmerzählung, Zeitgeschichte und persönlichem Erleben und transportiert die Befindlichkeiten der Menschen. Auf diese Weise entstand eine Ausstellung, in der Filme den Ausgangspunkt bilden, um historische Fakten und Hintergründe einmal anders zu vermitteln.

Vom Wilhelm-Fraenger-Institut im Auftrag der „Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur“ konzipiert, zeichnen sich die Autoren Dr. Claus Löser und Peter Ensikat für die Erarbeitung verantwortlich. Präsentiert wird die Plakatausstellung von der regionalen Arbeitsgruppe Thüringen der bundesweiten Vereinigung „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“ in Kooperation mit der Stadt Neustadt an der Orla und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.

Die Ausstellung wird von sieben Filmen begleitet (darunter berühmte Filmklassiker wie „Berlin- Ecke Schönhauser“ mit dem ehemaligen Neustädter Gerhard Rachold) und ist besonders geeignet, generationenübergreifend zur Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte einzuladen.

Einen Höhepunkt der Veranstaltungsreihe bildet am 12. Oktober 2016 ab 18 Uhr der Vortrag von Herrn Dr. Claus Löser (Berlin) zur DEFA-Geschichte mit Filmausschnitten. Im Anschluss wird im Museumssaal der Film „Die Mörder sind unter uns“ gezeigt. 1946 gedreht, spielt er im zerstörten Berlin der Nachkriegszeit. Im Frühjahr 1945 treffen zwei Menschen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein konnten: Dr. Mertens, Chirurg, gezeichnet vom Krieg mit tiefen inneren Verletzungen, scheinbar an der Last der Erinnerung zerbrechend und Susanne Wallner, deren Vater die Nazis ermordeten, bevor sie in ein KZ verschleppt wurde und in ihr unter dem Druck der Unmenschlichkeit ein unzerstörbarer Lebenswille reifte.

Die Ausstellung ist bis zum 20. November 2016 zu sehen.

Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag und Freitag 12 bis 17 Uhr, Samstag 10 bis 17 Uhr und Sonntag 14 bis 17 Uhr.

FILMVORFÜHRUNGEN
• 6.10.2016, 19 Uhr: „BERLIN – ECKE SCHÖNHAUSER“
• 20.10.2016, 18 Uhr: „SPUR DER STEINE“
• 27.10.2016, 18 Uhr: „FÜNF PATRONENHÜLSEN“
• 3.11.2016, 18 Uhr: „ICH WAR NEUNZEHN“
• 10.11.2016, 18 Uhr: „EINER TRAGE DES ANDEREN LAST“
• 17.11.2016, 18 Uhr: „DIE ARCHITEKTEN“
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