Theatertag in Triptis: Theater meets Comic

scheinbare Ruhe - Lena bei der "Arbeit"
 
erste Ruhestörung - Marie gibt einen guten Fototouristen ab
Triptis: Gemeindezentrum St. Florian | Seit zwei Jahren gibt es in der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Schleiz wieder eine engagierte Theatergruppe. Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aus der Region um Neustadt (Orla) und Triptis treffen sich regelmäßig im Gemeindezentrum St. Florian in Triptis, um ihre Stücke selbst zu schreiben, einzustudieren und alles für eine gelingende Aufführung zu tun. Schon zweimal feierten sie erfolgreich die Premiere ihrer eigenen Stücke beim Schlossgassenfest in Neustadt an der Orla: 2011 mit dem Stück “Der gleiche Tag” und 2012 mit dem Stück “Die drei Prüfungen” nach dem gleichnamigen Lied der Band Schandmaul.

Um die eigene Kreativität in thematischer, spielerischer und rhetorischer Hinsicht zu schüren, die für solches Engagement notwendig ist, hat die Gruppe eine Projektarbeitsweise für sich entdeckt, die sich “Theater meets Comic” nennt. Gemeinsam sucht sich die Gruppe ein Thema - möglichst ein alltägliches Thema. In 5 Fotoszenen und zwei Spielszenen wird nun eine Geschichte aufgebaut. Dazu müssen Charaktere geschaffen und in Beziehungen zueinander gesetzt werden. Immerhin sollen ja die Bilder, die nur mit maximal einem kurzen Satz ergänzt werden, für sich sprechen. Mit Mimik, Gestik und wenigen Requisiten wird eine Geschichte erzählt, ein Spannungsbogen aufgebaut. Bis zum Höhepunkt arbeiten sich die jungen Leute vor, um nun eine positive oder eine dramatische Lösung der Geschichte zu finden.

Und weil die meisten von “Theater meets Comic” nicht genug kriegen können, traf sich ein Großteil der Theatergruppe auch in den Ferien zu einem Theatertag. Zum Thema wurde die Ruhe gemacht, die jeder schon einmal gesucht und in der sich jeder auch schon einmal gestört gefühlt hat. Unter dem Titel “Gestört - Manchmal muss man allein sein” entstanden Szenenfotos und Spielszenen, die das Bedürfnis eines jeden Menschen zeigen, einen Platz der Ruhe, der Sammlung und der Entspannung zu finden, an dem man eben auch wieder Kraft für seinen Alltag schöpfen kann. Doch allzu oft wird diese Ruhe gestört und diese Kraftquelle unterbrochen. Mit viel Spaß am Ausprobieren und am Entdecken und Weiterentwickeln der eigenen Fähigkeiten wurde Foto für Foto geschossen und manche Szene fünf, sechs Mal gespielt und gefilmt, bis auch das letzte Detail passte. Dass nur mit einfachstemem Foto- und Filmequipment gearbeitet werden konnte, das machte den jungen Leuten wenig aus. Im Mittelpunkt stand für sie die Umsetzung ihrer eigenen Idee, das Sich-Ausprobieren und der gemeinsame Spaß am Theaterspielen. Das Ergebnis kann bei youtube unter http://www.youtube.com/watch?v=KdoPKsFwFoI begutachtet werden.

Warum das Ganze “Theater meets Comic” heißt? Ganz einfach! Ein Comic ist eine Bildergeschichte, die mit wenig Text auskommt. Die Bilder sprechen für sich und werden mit einzelnen Worten oder ganz wenigen Sätzen ergänzt. O.k., ein Comic ist normalerweise gezeichnet. In diesem Projekt wird dies mit Fotos nachgeahmt. Und im Theater werden Szenen gespielt mit Bewegung, mit Text und mit viel Emotion. Solche Szenen werden hier nun gefilmt, so gut es geht geschnitten und mit den Fotoszenen zu einem Gesamtprojekt zusammengeführt. Deshalb “Theater meets Comic”.

Und da es den jungen Leute wieder einmal viel Spaß gemacht hat, wird dies nicht das letzte Projekt im Stile von “Theater meets Comic” gewesen sein.
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