Über den Blues im geteilten Deutschland

Wann? 09.11.2016 19:00 Uhr

Wo? Stadtbibliothek, Gerberstraße 2, 07806 Neustadt an der Orla DE
Michael Rauhut (links) und Peter Reif-Spirek in der Stadtbibliothek Neustadt a.d. Orla, 2014. (Foto: Stadtbibliothek)
Neustadt an der Orla: Stadtbibliothek |

Musikwissenschaftler Michael Rauhut stellt in Neustadt an der Orla sein neues Buch vor.

Obwohl der Musikwissenschaftler und Kenner der (DDR-)Musikszene Michael Rauhut seit über acht Jahren in Norwegen lebt und arbeitet, ist er immer wieder in Deutschland unterwegs, um seine Veröffentlichungen vorzustellen. So auch am Mittwoch, 9. November 2016, wenn er mit seinem aktuellen Buch “Ein Klang – zwei Welten. Blues im geteilten Deutschland, 1945 bis 1990” nach Neustadt an der Orla kommt. Seine neuen Erkenntnisse zum Thema Blues in Wort, Bild und Musik stellt er ab 19 Uhr in der Stadtbibliothek vor, untermalt mit Bild und Ton. Die Lesereise wird von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen organisiert. Moderiert wird der Abend von Peter Reif-Spirek.

Der transcript Verlag schreibt über das Buch: „Der Blues wird gern auf eine Handvoll Klischees und zwölf Takte reduziert. Doch tatsächlich verbergen sich hinter der scheinbar standardisierten Klangoberfläche mannigfaltige Formen des kulturellen Gebrauchs. Mittels umfangreicher Archivrecherchen illustriert Michael Rauhuts Vergleich der Entwicklung des Blues in Ost- und Westdeutschland, wie soziale und politische Verhältnisse den Sinn von Musik formen. Rauhut zeigt: Wenn auch die Sounds weltweit gültigen Mustern folgen und kaum Unterschiede erkennen lassen, sind doch die Bedeutungszusammenhänge, in denen sich der Blues realisiert, durchaus verschieden. Die Studie bietet nicht nur ein kultur- und musikgeschichtliches Resümee der Genese des Blues in Deutschland, sondern leistet auch einen Beitrag zur Globalisierungsdebatte.“

Michael Rauhut, geboren 1963, studierte von 1984 bis 1989 Musik- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und war im Anschluss drei Jahre lang Doktorand am Forschungszentrum populäre Musik der HU. Nach seiner Promotion zum Doktor der Philosophie arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Institut für zeitgeschichtliche Jugendforschung. 2000 kehrte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls „Theorie und Geschichte der populären Musik“ am Musikwissenschaftlichen Seminar zur Humboldt-Universität zurück. Seine weiteren Stationen waren das Institut für Musik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (2006) und die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (2007). Seit 2008 ist Rauhut als Professor für populäre Musik am Institut für Musik der Universität Agder in Kristiansand (Norwegen) und seit 2009 ordentliches Mitglied der Agder Vitenskapsakademi.
Rauhut war auch als Moderator und Redakteur beim Berliner Radiosender JazzRadio 101,9 und Autor der Musikredaktion von Deutschlandradio Berlin tätig. Der Jury für Blues und Bluesverwandtes beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik gehört er seit 2008 an.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
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