Feuerwehrmänner und -Frauen aus Triptis und Umgebung schwitzten für den Ernstfall

Den richtigen Umgang mit dem Strahlrohr übten die Kameraden der Triptiser Wehr am Sonnabend während des Stationstrainings.
 
Den richtigen Umgang mit dem Strahlrohr übten die Kameraden der Triptiser Wehr am Sonnabend während des Stationstrainings.
Triptis: Feuerwehrübungsgelände | Völlig fertig und total durchgeschwitzt steigt Nico Neumann aus dem Schutzanzug. Seine Kameraden helfen ihm, sich der restlichen Feuerwehrunterbekleidung zu entledigen, reichen ihm Wasser.

Obwohl es nur eine von vielen Übungen war, gaben die 40 Kameraden aus Triptis und Schönborn/Ottmannsdorf alles.

Von Freitag Mittag bis Sonntag Mittag fand in Triptis der nunmehr 30.Wochenendlehrgang für die Kameraden der Triptiser Feuerwehr sowie für die zugehörigen Kameraden aus der Umgebung statt. Nicht nur die Wehr aus Schönborn/Ottmannsdorf, sondern auch die Wehren von Burkersdorf und Pillingsdorf, welche im Verbund mit den Triptisern agieren, sind im Normalfall dabei. Doch deren Dorffest band die Kameraden im eigenen Ort. Wofür auch Stadtbrandmeister Uwe Eitner Verständnis hatte.

Dennoch standen unzählige Trainingseinheiten an diversen Stationen sowie die dazugehörige Theorie auf dem Veranstaltungsplan. "Im Schnitt sind mit 50 bis 60 Kameraden rund 90% aller Feuerwehrmänner und Frauen dabei. Das wird lange geplant und soll zusätzlich zur normalen Aus- und Fortbildung das Miteinander der Kameraden stärken" berichtet Alexander Leidhold. "Besonders an einem solchen Wochenende zeigt sich, wie die Familien hinter den aktiven stehen, die Frauen sorgen für eine hervorragende Versorgung, das wird immer eine runde Sache" so Leidhold.

Möglichst viele verschiedene Gefahrensituationen, vom normalen Unfall, über einen Brand, bei dem verletzte oder eingeschlossene Personen über die Drehleiter gerettet werden müssen bis hin zum Gefahrgutunfall, spielten die Feuerwehrleute verschiedenste Szenarien durch.

So simulierte man am Sonnabend Vormittag auf dem Fliegl-Gelände einen Gefahrgutunfall. "In einem derartigen Fall sind alle Kameraden im aktiven Einsatz, da insbesondere die Atemschutzträger in ihren Schutzanzügen nur kurze Zeit agieren können und anschließend eine große Erholungspause benötigen. Eigens für diese Übung wurde die FFW Weida alarmiert, da diese einen Dekontaminationszug hat. Der nächste wäre dann in Lobenstein anzufordern" berichtet der Triptiser Stadtbrandinspektor. Im konkreten (Übungs-)Fall war kein Menschenleben in Gefahr, so dass zunächst die Löschwasserversorgung und die Dekontaminationsstrecke fertig aufgebaut wurde, ehe sich der erste Trupp in den Gefahrenbereich begab.
Während dieser Übung koordinierte Stefan Eitner als Einsatzleiter alle Aktivitäten.

Dass die Einsatzbereitschaft der Triptiser Wehr nebenher weiterhin gegeben war, zeigten die Kameraden am Freitag Abend, als das Erkundungsfahrzeug wegen ausgetretenem Flüssiggas nach Heinersdorf ausrücken musste. Runde vier Stunden waren die Kameraden hier im Einsatz, setzten anschließend ihren Wochenendlehrgang fort.

Egal, ob es das richtige Anlegen der Schutzkleidung, der korrekte Umgang mit den Atemschutzgeräten oder um die Handhabung des Strahlrohrs ging, die Aufmerksamkeit der Kameraden und Kameradinnen war ungebrochen. Wobei besonders das Strahlrohr immer wieder für eine willkommene Abkühlung sorgte. Der Stadtbrandinspektor sorgte durch ständig wechselnde Gruppenzusammensetzung dafür, dass möglichst jeder einmal mit allen Situationen konfrontiert wurde.

"Derartige Wochenendlehrgänge sind seit vielen Jahren in Triptis mehr als nur eine Pflichtveranstaltung. Hier planen nicht die Kameraden das Wochenende lange ein.
Auch einige Unternehmen sprechen die Feuerwehr an, sich mit deren Gelände und Gegebenheiten vertraut zu machen. Aber manchmal gehen wir auch auf die Firmen zu, um einfach im Ernstfall effektiver handeln zu können" berichtet Pressesprecher Alexander Leidhold vom positiven Umgang aller mit diesem wertvollen Lehrgang.
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