Wenn es dunkel wird... - Christina Wagners Fantasie steht in den Sternen

Christina Wagner erfuhr aus den Sternen, dass sie zur Autorin taugt. Mittlerweile hat sie mehrere Bücher veröffentlicht.
 
Die Bücher erscheinen auch im Großdruck und als Taschenbuch.
Neustadt an der Orla: ... | „Meine Bücher“, sagt Christina Wagner, „sind keine Fantasie, sondern halten sich an eine von mir gefundene Realität“. Dass die Ostthüringerin überhaupt einen Stift zur Hand nahm, um ihre Fantasie in Worte zu fassen, verdankt sie einer Sternenkonstellation. AA-Autorin Jana Scheiding hat die psychologische Astrologin in ihrer Heimatstadt Neustadt an der Orla besucht.

Was bedeutet Ihnen Astrologie?
Sie gibt mir Antworten, Anregungen und Inspiration. Manchmal hilft sie mir auch, in bestimmten Situationen die für mich richtige Entscheidung zu treffen.

Horoskope sind demnach kein Hokuspokus, der auf die meisten Menschen zutrifft?
Es kommt immer darauf an, wie man das Horoskop interpretiert, was man daraus macht. In meinem Horoskop stand zum Beispiel, dass ich Talent hätte, Bücher zu schreiben. Also setzte ich mich an meinen Schreibtisch.

Und?
Zuerst war das gar nicht so einfach. Doch dann schrieb ich einfach über jemanden, der in seinem Büro am Schreibtisch sitzt. Und das war Lara, die Parapsychologin und Heldin meiner ersten Bücher unter dem Titel „Götterdämmerung“. Sie begegnet den Brüdern der Nacht, die ihre Schwester auf dem Gewissen haben.

Es geht also um Vampire. Klingt ziemlich blutig.
(lacht). Ich schlachte die Szenen nicht aus, aber ein wenig Spannung muss schon sein. Mich ziehen diese Wesen von jeher in ihren Bann. In meinen Büchern kann ich ihnen eine Persönlichkeit geben, die mir gefällt.

Sie haben sich vor einiger Zeit zur Autorin ausbilden lassen. Nach welchem Konzept gehen Sie vor?
Seien Sie jetzt nicht enttäuscht, aber es gibt kein Konzept. Fest stehen lediglich die Charaktere, mit denen ich arbeiten will. Ich schreibe Kapitel für Kapitel und lasse die Geschichte, die in meinem Kopf entsteht, auf mich wirken. Manchmal nimmt die Handlung einen vollkommen anderen Verlauf, als ich zu Beginn des Kapitels geplant hatte. Dann bin ich selber überrascht. Das ist für mich das Spannende am Schreiben.

Ihre Figuren tragen meist englische Namen. Warum?
Passende Namen zu finden, ist das Schwierigste am Schreiben. Sie müssen im Kopf bleiben, der Leser soll sich die Personen vorstellen können, sich vielleicht sogar in ihnen wiederfinden. Ich finde, dass die meisten deutschen Namen hart klingen, im Vergleich zum Englischen. Deshalb habe ich mir auch einen Künstlernamen zugelegt. Cara MacKeltar klingt anders als Christina Wagner und passt auch besser in die mystische Literatur.

In Ihren Büchern gibt es sogar Bilder…
Ja. Ich finde Bilder sehr wichtig. Sie regen die Fantasie an. Ich selbst brauche sie, um die Figuren zum Leben zu erwecken. Ich bin ein sehr visueller Typ und beschreibe gern Farben. Meine bisherigen Lektoren haben solche Informationen immer ersatzlos gestrichen. Also beschloss ich, selbst Lektor zu werden. Aber das ist eine andere Geschichte.

Stimmt, hier geht es um Ihre eigene Fantasie. Können Sie sich an Ihren Schreibtisch setzen und losschreiben, wie am Anfang?
Nicht jeder Tag ist gleich. Manchmal finde ich überhaupt nicht in die Geschichte, an anderen Tagen sprudelt es aus mir heraus. Das zieht mich aber nicht herunter. Wenn es nicht klappt, lasse ich es, in dem Wissen, dass ein anderer Tag umso ergiebiger sein wird. Ich will mich nicht unter Druck setzen, denn diese Art der Kreativität macht mir Spaß und das will ich mir nicht verderben.

Ist das manchmal ein Machtspiel, wenn die Figuren nach Ihrer Nase tanzen?
Natürlich, das ist ja das Spannende. Ich kann sie leben oder sterben lassen, auferstehen oder niedergehen, ganz wie es mir beliebt. Faszinierend.

Sie schreiben über heiße Liebe und schmutzige Familiengeheimnisse. Steckt da ein wenig Autobiografie drin?
(lacht). Überhaupt nicht. Ich lebe hier in Neustadt ganz friedlich mit meiner Mutter, der ich nach einer überstandenen Krankheit ein wenig beistehen will.


Zur Sache:
Christina Wagner, Jahrgang 1969, lebt mit ihrer Mutter in Neustadt/Orla.
Sie arbeitet als astrologische Psychologin, Grafikerin, Lektorin und schreibt Bücher, die zum Teil in der Region Neustadt/Orla und Berga/Elster spielen.
In Darmstadt absolvierte sie ein Studium zur Schriftstellerin.
Diese erscheinen als Normaldruck, Großdruck, Taschenformat und E-Book unter dem Pseudonym Christina Cara Wagner, Cara MacKeltar und neu: Amanda Kent im Aavaa-Verlag und sind über den Buchhandel und Amazon erhältlich.
Die Autorin findet man unter ihrem Künstlernamen Amanda Kent auf facebook.
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Renate Jung aus Erfurt | 09.06.2016 | 21:00  
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