Steigende Strompreise-Windräder im Wald

Jetzt wird der „Bock zum Gärtner“ gemacht. Rot/Grün hat die Energiewende beschlossen und Schwarz/Gelb hat sie beschleunigt. Windkraftanlagen im Wald aufzustellen findet natürlich bei Waldbesitzern Beifall, weil sie davon profitieren, so wie unsere Landwirte bei Biogasanlagen. Die Kostenexplosion der Strompreise haben SPD, Grüne, CDU und FDP zu verantworten. Zu den steigenden Kosten der Energieeinspeisung von Solar- und Windkraftanlagen (WKA) kommen spätestens 2013 steigende Netznutzungsentgelte (NNE) der Netzbetreiber hinzu. Denn durch den Ausbau der notwendigen Energienetze werden die Stromzahler zusätzlich belastet. Diese NNE werden besonders im Osten hoch sein, weil hier der Anteil Erneuerbarer Energien besonders hoch ist. Begreift denn niemand, dass der Staat die Einnahmen für ESM, EZB, Finanzkrise, Irak, Nordafrika, Balkan, Afghanistan oder jetzt in Syrien braucht und sich leider die etablierten Parteien bei der Finanzierung der Banken und Kriegstreiberei einig sind!
Wer nun Windmühlen im Wald aufstellen will, sollte auch sagen, dass für die Leistungsabführung (Erdkabel) Trassen im Wald notwendig werden. Man muss also große Mengen an Bäumen fällen. Wissen muss man auch, dass WKA ca. 1500 Volllaststunden und Solaranlagen ca. 1000 Volllaststunden jährlich Strom erzeugen. Das Jahr hat aber 8760 Stunden. In der übrigen Zeit müssen Reservekraftwerke auf Gas- oder Kohlebasis einspringen. Pumpspeicherwerke bedeuten einen weiteren Eingriff in die Natur und Kosten für den Stromzahler. Was haben eigentlich die Energiepolitischen Sprecher der Parteien mit der Realität zu tun? Mir ist nicht bekannt, dass auch nur einer in Thüringen aus der Energiewirtschaft kommt. Es tut schon weh denen als Praktiker täglich zuhören zu müssen.
Nach dem Motto „Haltet den Dieb“ versuchen die etablierten Parteien nun den Stromzahlern Märchen zu erzählen. Wer Energieberatungen kostenlos anbietet, den Wechsel des Stromanbieters empfiehlt oder Energiegenossenschaften als neues Wirtschaftsmodell hofiert, verteilt die falsche Arznei zu einer bekannten Krankheit. Leider gibt es derzeit keinen Arzt, der uns die richtige Medizin verschreibt.
Die Energiewende scheint sich nun vom Umweltschutz zu verabschieden. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass der Ökostrom nicht umweltneutral ist. So werden für die Erzeugung einer Kilowattstunde Solarstrom mehr nicht-energetische Rohstoffe, wie z.B. Metalle, verbraucht und mehr Schadstoffe ausgestoßen, als etwa bei der Kernenergie.
Ähnlich verhält es sich bei der Herstellung von Solaranlagen und WKA, weil bei der Herstellung erhebliche Mengen an Rohstoffen verbraucht werden und beachtliche Emissionen bei deren Gewinnung, Verarbeitung und Transport entstehen. Nicht Windräder im Wald aufstellen, sondern Politiker, die solchen Unfug zu verantworten haben, in „die Wüste schicken“. Es tut schon weh, wenn man als Techniker täglich diesen Schwachsinn mit ständig neuen „Arzneimitteln“ in der Zeitung lesen muss. Hoffentlich bekommen wir zur nächsten Wahl eine Alternative.

Wolfgang Kleindienst
Pößneck
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