Roulette - Fragen & Antworten zum Casinospiel mit Tradition

 

Begriffserklärung


Der Begriff „Roulette” stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt „Rädchen” oder „kleines Rad“. Entsprechend ist ein Rad auch das bezeichnende Element dieses Glücksspiels. Mit Echtgeld Roulette zu spielen ist normalerweise ausschließlich in speziell lizensierten Einrichtungen, den Spielbanken bzw. Spielcasinos, möglich. Daher sind Begriffe wie „Roulette“ und „Casinos“ in der allgemeinen Vorstellung nahezu untrennbar miteinander verbunden. Berühmte Casinos befinden sich beispielsweise in Monte Carlo (Fürstentum Monaco“), Las Vegas (USA) oder auch Baden-Baden (Deutschland).

Geschichte


Da Geschichte des Roulette lässt sich über Jahrhunderte hinweg zurückverfolgen. Nicht alle Historiker sind sich über den genauen Ursprung des Spiels einig, doch überwiegend werden die Anfänge des heute bekannten Roulette mit dem 17. Jahrhundert datiert. Vorläufer des Spiels – beispielsweise in Form des Glückrades bzw. des „Rades der Fortuna“ – hat es allerdings bereits schon im Mittelalter gegeben.

Ziel und Ablauf des Spiels


Inhalt des Roulette ist das Erraten einer Zahl (und das dementsprechende Wetten darauf), welche durch Drehen des Rouletterades und den Wurf einer Kugel ermittelt wird. Das Rouletterad, dessen Rand mit farblich markierten Ziffern von 0 bis 36 (jeweils entweder Schwarz oder Rot bzw. Grün für die „0“) markiert ist, ist liegend in eine kesselförmige Vertiefung eingesetzt und wird vom so genannten „Croupier“ (einem/-r Angestellten des Casinos) gedreht. Parallel dazu wird nun die Kugel entgegen der Drehbewegung des Rades in den Kessel geworfen.

Vor dem Drehen des Rades fordert der Croupier die Spieler dazu auf, ihre Wetten abzuschließen. Traditionell geschieht dies auf Französisch („Faites vos jeux!“), teilweise aber auch auf Englisch („Make your bets!“). Die deutsche Entsprechung lautet: „Machen Sie Ihr Spiel“. Hierbei kann sowohl auf eine Zahl oder Zahlengruppe als auch auf die Farbe Rot oder Schwarz und gerade oder ungerade Zahl gesetzt werden. Das Wetten („Setzen“) erfolgt mit von „Jetons“. Diese werden auf dem so genannten „Tableau“ platziert, einem Tisch, auf dem die unterschiedlichen Einsatzfelder aufgezeichnet sind. Mit Echtgeld Roulette zu spielen (im Sinne von Geldscheinen) wäre auf so engem Raum von der Handhabung her nicht sinnvoll. Daher tauschen die Spieler vor Beginn ihrer Einsätze zunächst Geld in Jetons um. Vor Verlassen des Casinos können sie die ihnen verbliebenen und ggf. die hinzugewonnenen Summen wieder gegen Bargeld eintauschen.

Der Croupier setzt nun das Rad in Bewegung und wirft die Kugel, wobei zu diesem Zeitpunkt noch gesetzt werden darf. Erst mit der Ansage des Croupiers „Rien ne va plus!“ („No more bets!“ bzw. „Nichts geht mehr!) ist das Setzen nicht mehr gestattet.

Die Bewegungen von Rad und Kugel verlangsamen sich, und die Kugel bleibt schließlich in einer der zu jeder Zahl gehörenden Vertiefungen liegen und markiert somit die Gewinnzahl für diese Spielrunde („Coup). Gewonnen haben diejenigen Spieler, die entweder auf die Gewinnzahl gesetzt haben oder auf die zugehörige Zahlengruppe oder Farbe.

Der Croupier zieht die nicht zutreffend gesetzten Jetons ein und zahlt anschließend die Gewinne an die Spieler aus. Die Höhe des einzelnen Gewinns richtet sich hierbei nach Höhe und Art des Einsatzes. Mit Abschluss der Gewinnauszahlung ist ein Coup abgeschlossen, und es beginnt eine neue Runde. Weitere Regeldetails sind auf http://www.gluecksspielschule.de/roulette/regeln.html einsehbar.

Roulette – von der Spielbank ins Internet


Spielbanken wie die in Monte Carlo oder Baden-Baden vermitteln noch immer eine Atmosphäre von Glamour und Eleganz, auch wenn der Zugang zum Casino und die Teilnahme am Glücksspiel längst nicht mehr nur der High Society vorbehalten ist. Dazu beigetragen haben sicher auch die gelockerten Kleidervorschriften in den meisten Spielbanken: Anders als zu früheren Zeiten ist formelle Abendkleidung nicht mehr unbedingt erforderlich. Casinos in den USA, allen voran die Stadt Las Vegas, sind zum Beispiel durchaus Anziehungspunkt für den Breiten-Tourismus geworden. Unabhängig davon verbinden die meisten Menschen aber mit Spielbanken nach wie vor die Idee von Exklusivität und „großer Welt“ – ganz zu schweigen von dem Traum, am Spieltisch das große Geld zu machen.

Mit dem Aufkommen von computerbasierten Spielen verbunden mit den Möglichkeiten des Internet lag der Gedanke von Online-Glücksspielen durchaus nahe. Zuvor hatten Computer bereits Einzug in die Spielcasinos gehalten und speziell das das dortige Glücksspiel an den bis dahin analogen Spielautomaten (die so genannten „Einarmigen Banditen“) modernisiert bzw. diese nach und nach abgelöst.

Um das Online Glücksspiel, also das Spielen um Echtgeld („Gambling“) im Internet, zu ermöglichen, bedurfte es der Überwindung diverser sowohl juristischer als auch technischer Hürden. Abgesehen von der Entwicklung der Spielesoftware als solcher mussten sichere Wege für den Geldtransfer in beide Richtungen geschaffen werden, und auch die Serverkapazität für ein virtuelles Spielcasino stellte in den 90er Jahren noch eine entsprechende Herausforderung dar. Darüber hinaus musste die Lizenzvergabe für die Gestattung des Online-Gambling geregelt und entsprechende Kontrollinstanzen in Form spezieller Glücksspiel-Kommissionen geschaffen werden. Für die Aufgaben des Softwarebereiches einschließlich der für das sichere Bezahlen im Internet erforderlichen Applikationen bot schließlich das Unternehmen Cryptonic mit seiner WagerLogic Software die entsprechenden Lösungen, was 1996 die Inbetriebnahme von „InterCasino“, des ersten Spielcasinos im Internet, ermöglichte. Weitere virtuelle Casinos sowie Software-Varianten (beispielsweise von „Playtech“ oder „Microgaming“) folgten.

Inzwischen lässt sich mit Echtgeld Roulette auch online spielen. Hierzu ist das Einrichten eines Spielerkontos im jeweiligen Online-Casino und das Auffüllen des Kontos mit einem Guthaben erforderlich. Gespielt wird abhängig vom Anbieter entweder direkt auf der Website/im Browser, oder es muss in einigen Fällen zunächst erst eine entsprechende Software auf den eigenen Rechner heruntergeladen werden. Im Online-Casino Roulette mit Echtgeld zu spielen, ist inzwischen sogar mit Hilfe diverser internetfähiger Mobiltelefone möglich, in der Regel nach Ausrüstung mit einer speziellen Echtgeld Roulette App.

Roulette online zu spielen, mit Echtgeld wie im regulären Spielcasino, bietet einen wesentlich spontaneren und praktisch zeit- und ortsunabhängigen Zugang zum Glücksspielen. Damit fallen die unter Umständen langen Anreisezeiten und –kosten zu einem Casino weg, und man spielt am heimischen PC oder unterwegs auf dem Mobiltelefon.

Mit zunehmender Beliebtheit des Online-Gambling hat sich auch die Anzahl der konkurrierenden Anbieter im Internet vergrößert, so dass diverse Internet-Casinos inzwischen sogar auf Online Roulette mit Echtgeld und einem Bonus für Neukunden setzen, um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen.

Bekannte Spielsysteme


Ebenso alt wie das Glücksspiel selbst ist wohl auch der Wunsch der Spielenden, dessen Verlauf positiv zu den eigenen Gunsten zu beeinflussen und Strategien und Systeme zu entwickeln, um mit einem Gewinn aus dem Spiel hervorzugehen. In Bezug auf das traditionelle Roulette bedeutet das eine entweder physikalische oder eine mathematische Herangehensweise.

Die Physik


Beim traditionellen Roulette in einem regulären Spielcasino versuchen manche Spieler, sich die individuellen physikalischen Gegebenheiten vor Ort zu Nutze zu machen (Zustand der Spielausrüstung, Bewegungsmuster des Croupiers usw.), um daraus Rückschlüsse auf die Wahrscheinlichkeit von Gewinnzahlen abzuleiten. Da auch das beste Rouletterad bzw. der Kessel technisch bedingte minimale Unregelmäßigkeiten aufweist, ist es durchaus möglich, dass bei an einem Tisch bestimmte Gewinnzahlen (die so genannten „Favoriten“) häufiger auftauchen als andere. Die rein mathematische Wahrscheinlichkeit ist in solchen Fällen also nicht der allein zu berücksichtigende Faktor. Auch die jeweiligen Anfangspositionen der Kugel, des am Rouletterad angebrachten Drehkreuzes sowie die unterschiedlichen Wurfgeschwindigkeiten können theoretisch der Berechnung einer wahrscheinlichen Endposition der Kugel herangezogen werden (wie beim so genannten „Kesselgucken“). In solchen Fällen handelt es sich in der Regel wohlgemerkt nicht um tatsächliche mathematische Berechnungen, die die jeweiligen Spieler am Tisch ausführen, sondern vielmehr um ein mit der Zeit erworbenes Gespür unter Berücksichtigung der o.g. Faktoren. Darüber hinaus orientieren sich die „Wurfweitenspieler“ an der unterstellten individuellen Wurftechnik und damit Wurfweite eines Croupiers und den damit in Zusammenhang stehenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten.

Keine dieser Methoden hat sich allerdings als wirklich zuverlässig erwiesen, zumal die Spielbanken natürlich ebenfalls Kenntnisse über die unterschiedlichen Spielsysteme haben und daher durchaus Gegenmaßnahmen ergreifen können, die die Anwendung der gerade beschriebenen Strategien erschweren: Dies kann zum Beispiel durch häufiges Austauschen von Ausrüstungsbestandteilen (wie dem Roulettekessel) oder durch bewusst frühe Ansage des „Rien ne va plus!“ seitens des Croupiers geschehen, was ein genaues Studieren des Kugelverlaufes verhindert, da den Setzenden dafür gegebenenfalls schlicht die benötigte Zeit fehlt.

Es hat übrigens bereits Versuche gegeben, mit Hilfe von versteckten Mini-Computern und Mini-Kameras die soeben beschriebenen Beobachtungen zu präzisieren und konkrete Berechnungen direkt am Spieltisch vorzunehmen. Tatsächlich ließen sich auf diese Weise zumindest konkrete Zahlengruppen als wahrscheinliche Gewinnzahlen eingrenzen. Dementgegen stehen allerdings die Hausordnungen der einzelnen Spielbanken, die elektronische Hilfsmittel am Tisch untersagen. Die Bank kann im Fall des Entdeckens derartige Gewinne also wieder zurückziehen bzw. nicht auszahlen.

Im Online-Casino beim Roulette mit Echtgeld spielen solche physikalischen Faktoren jedoch logischerweise keinerlei Rolle, so dass die auf Physik basierenden Spielsysteme im Internet nicht anwendbar sind.

Mathematik und Wahrscheinlichkeit


Es existieren die unterschiedlichsten Spielstrategien, die auf mathematischen Formeln und Wahrscheinlichkeitsberechnungen beruhen. Einige davon gehören bereits zu den Klassikern bzw. beruhen auf bereits etablierten Erkenntnissen wie den Fibonacci-Zahlen oder anderen speziellen Zahlensequenzen.

Masse égale und Progression


Die klassischen Systeme lassen sich grob in zwei Kategorien unterteilen und unterscheiden sich speziell durch die Weise, wie die Einsätze eines Spielers innerhalb einer Abfolge von Coups entweder variieren oder in stetig gleicher Höhe gespielt werden. Bei den gleichbleibenden Einsätzen spricht man von der „Masse égale“ (französisch für „gleiche Masse“ oder im konkreten Fall „gleichbleibende Masse“). Das systematische Variieren der Einsätze je nach Gewinn- oder Verlustfall bezeichnet man dagegen als „Progression“.

Bei der Masse égale-Vorgehensweise halten die Spieler sich beim Setzen an eine spezielle Satztechnik, der „Marche“. Hierbei wird versucht, aus den vorausgegangenen Gewinnzahlen und –farben die jeweils zu erwartende nächste Zahl bzw. Farbe abzuleiten. Grundlage hierfür sind die so genannten „Permanenzen“, das heißt die Abfolge der vorherigen Gewinnzahlen, die für einige Spielcasinos via Internet einzusehen sind und von anderen als Ausdrucke zum Kauf angeboten werden. Im Hinblick auf diese Permanenzen entscheiden die Spieler sich nun, entweder auf Zahlen zu wetten („Nummernspiel“) oder auf Chancen wie Rot („Rouge“) oder Schwarz („Noir“), Gerade Zahl („Pair“) oder ungerade Zahl („Impair“), niedrige Zahlengruppe (1-18 = „Manque“) oder hohe Zahlengruppe (19–36 = „Passe“). In Bezug auf die Zahlen wettet man nun entweder auf die Zahlen, die bereits häufig gewonnen haben (die „Favoriten“ oder „Dominanten“), oder auf diejenigen, die schon seit längerer Zeit nicht mehr vorgekommen sind („Restanten“ oder „Retardaires“). Entsprechendes gilt für das Wetten auf Farben: Man wettet beispielsweise auf die Farbe, die zuletzt gewonnen hat („La gagnante“), oder entgegengesetzt auf diejenige, die zuletzt NICHT gewonnen hat („La perdante“). Alternativen hierzu sind das Setzen auf die vorletzte Gewinnchance („L'avant dernière“) oder das abwechselnde Setzen auf Rouge oder Noir, unabhängig davon, welche Farbe vorher gewonnen hat („La sauteuse“).

Bei den Progressionen der Einsatz erhöht oder verringert, und zwar entweder jedes Mal nach einem Gewinn oder statt dessen nach einem Verlust.

Zuverlässigkeit mathematischer Systeme


Über die bekannten klassischen Systeme hinaus werden ständig neue Strategien entwickelt und von spezialisierten Unternehmen sogar zum Kauf angeboten. Die Meinungen über mathematische Systeme sowohl im Allgemeinen also auch über einzelne Theorien im Besonderen gehen in der Fachwelt durchaus auseinander. Während Manche auf die von ihnen jeweils bevorzugte Variante schwören und von einem garantierten Erfolg ausgehen, werden andererseits immer wieder Argumente vorgebracht, die darlegen, dass diese Systeme nur vermeintlich sicher sind und es keine wirklichen Gewinngarantien gibt. Die diversen mathematischen Gesetzmäßigkeiten, die den Systemen zu Grunde liegen, sind als solche zwar durchaus korrekt, lassen sich aber nicht wirklich auf das Roulette-Spiel übertragen, da jede einzelne Spielrunde (Coup) von der vorherigen unabhängig ist. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Bank (das heißt das Spielcasino) immer einen Vorteil hat, wenn es sich um zu erwartende Gewinne oder Verluste handelt.

Beispiele für Spielstrategien



Das klassische Martingale-System („Martingale Classique“)

Bei der Martingale-Methode handelt es sich um eine ausgesprochen simples und verbreitetes System, welches in die Kategorie der Progressionsspiele fällt. Man beginnt mit einem Einsatz in Höhe des verlangten Minimums, also zum Beispiel 5 EUR, und setzt auf eine einfache Chance wie Rouge oder Noir. So lange man gewinnt, behält man diesen Betrag bei. Beim Verlust verdoppelt man den jeweils vorangegangenen Einsatzbetrag, also zuerst 10 EUR, dann 20 EUR, dann 40 EUR, 80 EUR, 160 EUR, 320 EUR, 640 EUR, 1280 EUR, 2560 EUR usw. Man verdoppelt so lange (das so genannte „Doublieren“), bis man wieder gewinnt. Rechnerisch gesehen gleicht ein Gewinn nach dieser Methode die vorhergegangenen Verluste aus und bringt einen Gesamtgewinn von 5 EUR. Danach beginnt man wieder von vorn, also mit einem Einsatz von 5 EUR.

Diese Methode wird von vielen – fälschlicherweise – als vollkommen sicher eingeschätzt. Dies ist jedoch nicht zutreffend. Ein Grund dafür ist, dass die Gewinn- bzw. Verlustwahrscheinlichkeit für diese Chancen nicht ausgeglichen ist. Denn im Fall der Gewinnzahl 0 („Zéro), die im Roulette weder als gerade noch als ungerade Zahl gilt und weder als Rouge oder Noir, hat man bei diesem Spiel auf jeden Fall verloren. So hat man bei relativ kurzer Spieldauer zwar den Eindruck von sicheren Gewinnen – je länger das Spiel jedoch fortgesetzt wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts bis hin zum Totalverlust. Darüberhinaus beträgt der mögliche Gewinnbetrag wie oben beschrieben lediglich 5 EUR – gegenüber einem möglichen Verlust von mehreren Tausend EUR.

Weiterhin ist zu bedenken, dass ein Spieler aus mehreren Gründen nicht unendlich lange seinen Einsatz verdoppeln (doublieren) kann, da er sonst entweder früher oder später das Tischlimit, also den erlaubten Höchsteinsatz, überschreiten oder an die Grenzen seiner finanziellen Mittel stoßen würde. Betragen also zum Beispiel das Tischlimit oder das eigene Spielkapital ein Limit von 3000 EUR, muss man spätestens mit der zehnten Spielrunde einen Gewinn erreichen. Anderenfalls sind die gesamten Einsätze verloren.

Daher kann auch das Martingale-System, sei es nun die klassische Methode oder die im Lauf der Zeit entstandenen Varianten, auf lange Sicht keine Gewinnsicherheit bieten.

Super Martingale

Mit dem Super Martingale-System, einer der Martingale-Varianten, verhält es sich vom Prinzip her so wie bei der Martingale Classique. Der Unterschied ist der, dass hier die Einsätze nicht nur doubliert werden, sondern darüber noch eine weitere Einsatzeinheit in Höhe des Mindesteinsatzes hinzugefügt wird. Bei einem Mindesteinsatz von 5 EUR sieht die Progression der Einsätze daher folgendermaßen aus: 5 EUR, (doubliert + 5 EUR ergiebt) 15 EUR, (doubliert + 5 EUR ergiebt) 35 EUR) 75 EUR, 155 EUR usw.

Paroli

Im Unterschied zum Martingale-Spiel wird bei der Paroli-Methode der Einsatz nicht im Verlustfall, sondern im Fall eines Gewinns verdoppelt. Wettet man beispielsweise auf die Rouge- oder Noir-Chance mit 5 EUR und verliert, lautet der nächste Einsatz ebenfalls 5 EUR. Gewinnt man jedoch, verdoppelt man für die nächste Runde den Einsatz auf 10 EUR. Verliert man, setzt man wieder 10 EUR, anderenfalls wird auf 20 EUR verdoppelt. Auch hier handelt es sich also wieder um eine Progression.

In einer der beliebtesten Paroli-Varianten spielt man in Dreier-Serien. Man hält sich dabei an die o.g. Regel, allerdings nur für drei Wetten/Runden/Coups. Unabhängig davon, ob man während dieser drei Runden verliert oder gewinnt, setzt man in der vierten Rund wieder den anfänglichen Betrag, und dies wiederholt sich in der siebten und zehnten Runde usw.

Fibonacci

Das Fibonacci-System ist nach dem italienischen Mathematiker Leonardo Fibonacci (12./13. Jahrhundert) benannt, der wiederum die nach ihm benannten „Fibonacci-Zahlen“ entdeckt hat. Hierbei handelt es sich um eine Zahlensequenz, die auch in der Natur zu finden ist. Die Zahlenfolge ist kumulativ, was bedeutet, dass eine Zahl dieser Sequenz die Summe der beiden vorhergehenden Zahlen bildet.

1 + 1 = 2, 1 + 2 = 3, 2 + 3 = 5, 3 + 5 = 8 usw.

Eine Fibonacci-Zahlensequenz sieht also beispielsweise so aus:

1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89,...

In Bezug auf das Roulette wird das Fibonacci-System auf die Einsatzbeträge angewendet. Hierbei entsprechen die obigen Zahlen jedoch nicht den tatsächlichen Beträgen sondern den Wetteinheiten/Jetons. Spielt man also mit Jetons in Höhe von je 5 EUR, ergeben sich hieraus die folgenden Einsatzbeträge:

5 EUR, 5 EUR, 10 EUR, 15 EUR, 25 EUR, 40 EUR, 65 EUR, 105 EUR,...

Mit einer solchen Zahlenreihe (die man der Einfachheit halber besser vorher aufschreibt) beginnt man nun das Spiel mit einem Einsatz von 5 EUR. Im Verlustfall setzt man die nächste Zahl der Reihe, also wieder 5 EUR, danach im Verlustfall 10 EUR. Mit jedem Verlust arbeitet man sich nun die Zahlenreihe entlang, immer weiter vorwärts zur nächsten Zahl. Gewinnt man jedoch, geht man in der Reihe wieder einen Schritt zurück. War der Einsatz also 25 EUR und man gewinnt, setzt man beim nächsten Mal wieder 15 EUR.

1-3-2-4-System

Bei dieser Methode stehen die Zahlen 1, 3, 2, 4 für die Anzahl der Jetons, die man hintereinander setzt. Spielt man also mit 5 EUR-Jetons, lauten die nacheinander zu setzenden Beträge daher: 5 EUR, 15 EUR, 10 EUR, 20 EUR. Man setzt diese Beträge unabhängig davon, ob die Einsätze einen Verlust oder Gewinn einbringen, allerdings nur für die Dauer von vier Spielrunden/Wetten. Danach beginnt man wieder von vorn.

Es handelt sich bei diesen Strategien natürlich nur um Beispiele. Tatsächlich gibt es eine Menge unterschiedlicher Methoden, und immer wieder werden neue Systeme entwickelt, die jedoch alle das Eine gemeinsam haben: Eine Gewinngarantie gibt es nicht.

Weitere Informationen zum Thema Roulette auf http://de.wikipedia.org/wiki/Roulette und/oder gluecksspielschule.de
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige