Bikes mit großen und kleinen Motoren am Pößnecker Sandberg

  Pößneck: Sandberg | 57. Pößnecker DMV Motocross, Pitbike und Enduro-Rennen sorgen für Abwechslung

Pößneck, den 19.07.2013

Nachdem Ende März erst Eis, Kälte und Schnee eine Verschiebung des 57. Pößnecker DMV Motocross begründeten, und Anfang Juni starke Regenfälle und Hochwasser dem veranstaltenden MSC Pößneck e.V. im DMV Kopfzerbrechen bereiteten, konnte vom 15. bis 16. Juni das Traditions-Motocrossrennen in Pößneck nachgeholt werden.

Knapp 700 Zuschauer ließen sich dieses Spektakel nicht entgehen und säumten die Ränge an der Motocross Strecke „Am Sandberg“. Zum Start aufgerufen waren Motocrosser der Thüringer Meisterschaft (TM) und der Nordbayern Serie (NBS). Auf Grund des wegen Hochwassers abgesagten Motocross-Rennens zur sächsischen Landesmeisterschaft des MSC Pflückuff e.V. konnten aber auch viele Sportler aus Sachsen begrüßt werden, die das Starterfeld in Pößneck auf insgesamt 262 Fahrer anwachsen ließen.

Nach den Wetterkapriolen der vergangenen Monate konnte der MSC Pößneck am Veranstaltungswochenende jedoch pure Sonne für sich verbuchen. Bei warmen und trockenen 24 Grad musste dem entstehenden Staub auf der Naturrennstrecke sogar mit Feuerwehrschläuchen zum Befeuchten der Bahn zu Leibe gerückt werden.

Auch vier, fast obligatorisch zu dieser Risikosportart dazugehörende, leichte Unfälle, bei denen der schlimmste mit einem Oberarmbruch im Pößnecker Krankenhaus versorgt werden musste, konnten dem Motocross-Spaß nichts anhaben. So lautete das Fazit des Organisationsleiters Lutz Franzky nach zwei anstrengenden Renntagen zufrieden: „Trotz der Verschiebung hat dies unseren Starter- und Zuschauerzahlen keinen zu großen Abbruch getan. Das 57. Pößnecker Motocross war eine rundum gelungene Veranstaltung. Vielen Dank auch an unseren neuen Rennleiter Karsten Schneider aus Schneeberg/Sachsen, der sehr gute Arbeit geleistet hat. Gerne möchten wir diese Zusammenarbeit mit ihm zukünftig ausbauen.“

Auch wenn die Juni-Veranstaltung in Pößneck im Vergleich zu den sonst im März vorherrschenden Bedingungen eine angenehme Abwechslung für Fahrer, Zuschauer und Organisations-Team war, gab der MSC Pößneck e.V. im DMV bereits bekannt im Jahre 2014 erneut auf den bewährten März-Termin setzen zu wollen, und somit wieder das erste Motocross-Rennen der Saison 2014 zu veranstalten. Voraussichtlicher Termin wird der 29./30. März 2014 sein – dann hoffentlich bei ähnlich freundlichen Temperaturen wie vor wenigen Tagen, an dem die kleinen Pitbikes auf der Nachbarstrecke am Pößnecker Sandberg ganz groß im Einsatz waren.

Am 6./7. Juli ging das lange ersehnte Pitbike und Enduro-Rennen in Pößneck über die Bühne. Am Samstag veranstaltete der MSC Pößneck einen Lauf zur Serie Pitbike Masters und am darauffolgenden Sonntag ein kleines aber feines Enduro-Rennen, welches mit 50% der regulären Punkte gewertet wurde. Bereits am Samstag ab 9 Uhr morgens begannen die Pitbikes, liebevoll auch die „kleinen Geschwister“ der großen Motocross-Maschinen genannt, mit dem Training. Daraufhin folgten ab Mittag die Wertungsläufe auf der eigens präparierten Downhill-Strecke nur wenige Meter von der Hauptstrecke „Am Sandberg“ entfernt.
In der Kinder-Klasse gewann wieder einmal mit gewaltigem Vorsprung Terence Müller seine Klasse. Bei den Damen versuchte Julia Nißmann hartnäckig „Bombine“ die Führung abzujagen, und zeigte in Pößneck ein starkes Plus an Motivation und Ehrgeiz. Doch alles nützte nichts und „Bombine“ gewann sicher beide Läufe. Platz 3 und 4 bei den Damen gingen an die Schwestern Anja und Stefanie Schmerbauch, ein Geschwisterpaar, welches ohne Zutun von MX-belasteten Freunden, den MX-Sport für sich entdeckt hat. In der kleinen 10″-Klasse hatte wieder beide Male Tom Kunze die Nase vor Thomas Wilhelm. Den dritten Platz belegte der Österreicher Markus Lientscher, dem ein Start in Pößneck sogar 7 Stunden Autofahrt wert waren. In der Klasse 10″ open erweckte der 43-jährige Engländer Barry Lee des MSC Pößneck e.V im DMV ernsthaft den Eindruck spektakulär Suizid begehen zu wollen, und fuhr geschätzte 250 %. Ein Wunder, dass bei ihm “nur” das Ego gebrochen war, nachdem ihm Sebastian Roeser zwei Mal den Sieg weggenommen hatte. In der 12″ limited Klasse gewann Lukas Bienert beide Läufe souverän. Die Königsklasse 12″ open war wieder so stark besucht, dass die Starter in zwei Gruppen starten mussten, in denen jeweils Platz 1-5 direkt ins Finale kamen. Alle anderen Starter trafen nochmal im sogenannten Hoffnungslauf aufeinander. Hier gab es ein letztes Mal die Chance für zwei Fahrer sich noch für das Finale zu qualifizieren, die in diesem Jahr Ronny Büttner und Jens Rötter hießen. Im großen Finale dann war eine Überraschung größer als die andere: Die Führung nach einem kurzen Gerangel in der ersten Kurve übernahm Sebastian Roeser und behielt sie bis ins Ziel, dicht gefolgt von dem jungen Sebastian Siebert (MSC Pößneck e.V.im DMV). Platz 3 belegte Haupt-Organisator und Pitbike-Sektionschef Enrico Schaumburg vom MSC Pößneck e.V. im DMV vor David Jahns, der seine Pechphase somit beendet, und Steve Heide auf Rang 5. Nach der anschließenden Siegerehrung folgte eine wohl verdiente Feier am Lagerfeuer für alle jungen Sportler.

Am Renn-Sonntag folgte das Enduro-Rennen auf einer sehr schön abgesteckten Strecke, bestehend aus Waldauffahrten, Wiesenteilen und auch Teilen der MX-Strecke von Pößneck. Anschließend ging es an einen 50m Steilhang. Hier ging es darum den Berg so weit wie möglich hinaufzufahren. Die nächste Prüfung fand am selben Hang statt: Hierbei mussten die 50m so langsam wie möglich hinab gefahren werden, für jedes Aufsetzen mit dem Fuß gab es 5 Sekunden Strafe. Darauf folgte ein Slalom an liegenden Reifen vorbei. Auf einer weiteren Prüfung mussten in einem 6m-Kreis vier Runden so schnell wie möglich auf einem abschüssigen Wiesenteil gefahren werden.
Auf der letzten Prüfung sollte eine Runde auf dem Pitbike-Track in entgegengesetzter Richtung so schnell wie möglich bewältigt werden. All diese Prüfungen wurden dann in ein Gesamtergebnis umgerechnet. Für alle Teilnehmer an den diesjährigen Pitbike Masters war diese Enduro-Herausforderung ein riesen Spaß und alle Fahrer voll des Lobes: „Der veranstaltende MSC Pößneck e.V. im DMV hat mit einem wahnsinnigen Aufwand eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt und somit neue Maßstäbe für die Folgejahre gesetzt.“ so ein zufriedener Fahrer im Nachhinein.

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Text Motocross: Jenny Gäbler, Pressesprecherin MSC Pößneck e.V. im DMV | Text Pitbike/Enduro: Andy Lang
Foto Motocross: Swen Sebesta | Foto Pitbike/Enduro: Nora Ruge

BU 1: Trotz Terminverschiebung war das 57. Pößnecker DMV Motocross im Juni ein voller Erfolg.
BU 2: Die kleinen Pitbikes, die auch in einem Enduro-Rennen antraten, sind die kleinen Geschwister der großen Motocross Maschinen.
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