Duell der Porsche-Ehepaare zur Thüringen Rallye

      Pößneck: Lutschgenpark | Attraktives Starterfeld wird von brüllendem Zebra und feuerrotem Spielmobil angeführt

Pößneck, 27.05.2014.

Bei der 53. Ausgabe der Sparkassen DMV Thüringen Rallye am kommenden Wochenende gehen 70 Rallyeteams auf Bestzeitenjagd rund um Pößneck. Dabei steht ein Highspeed-Familienduell an der Spitze des Starterfeldes im Mittelpunkt des Interesses. Zwei Rallye-Ehepaare kämpfen um die Vorherrschaft auf 123 Wertungsprüfungskilometern im südöstlichen Zipfel Thüringens. Ruben und Petra Zeltner aus dem sächsischen Lichtenstein und die thüringischen Lokalmatadore Olaf und Alexandra Dobberkau (Schleusingen) sind die Top-Favoriten beim Kampf um den Gesamtsieg. Die ultraschnellen Asphalt-Wertungsprüfungen rund um Pößneck sind das ideale Jagd-Revier für ihre Porsche 911 GT3. Die Verfolger dürften es schwer haben, dem Tempo der GT-Boliden zu folgen. Also heißt es in Thüringen „Dobberkau gegen Zeltner“ oder auch „feuerrotes Spielmobil“ gegen „brüllendes Zebra“ – denn so haben die Fans die beiden Porsche auf Grund ihres markanten Designs getauft. Für Ruben Zeltner geht es aber um mehr: Mit einem Sieg in Thüringen könnte er auch die Führung in der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) übernehmen.

Ruben Zeltner, der nach den Siegen bei der Rallye Erzgebirge und der Rallye Sulinger Land derzeit auf Rang zwei der DRM-Wertung liegt, hat für den sechsten Meisterschaftslauf eine klare Marschroute: „Unser Ziel ist es natürlich, die Thüringen-Rallye zu gewinnen. Unsere größte Konkurrenz kommt mit Olaf Dobberkau aus dem Porsche-Lager,“ weiß Zeltner. „Er wird alles geben, um uns bei seiner thüringischen Heimrallye zu schlagen.“ Olaf Dobberkau bestätigt die Einschätzungen Zeltners. „Wir freuen uns riesig, denn natürlich ist die Thüringen-Rallye eine meiner Lieblingsveranstaltungen. Die Fans pushen mich hier immer ganz besonders.“ Umzingelt von den schnellen Zuffenhausenern ist der Brite Graham Coffey. Zusammen mit Co-Pilotin Jenny Gäbler (Chemnitz) stellt er sich im erst zweiten Einsatz im Ford Fiesta RRC der Porsche-Herausforderung. Hinter ihm folgen Maik Stölzel/Thomas Windisch mit der Startnummer 4 im dritten Porsche 911 des Wettbewerbs. Die Division 2 für die seriennahen Allradler wird angeführt von Peter Corazza (Oelsnitz) und seinem Co-Piloten Christoph Gerlich (Niederwiesa). Der Sachse wird nach einer Wettkampf-Pause im Mitsubishi Lancer Evo 9 immer schneller und kann, da er erst zwei Resultate auf seinem Konto hat, gegen Ende der ersten Saisonhälfte noch viel Boden gut machen. Auch für den Erzgebirgler Carsten Mohe (Crottendorf) und Co-Pilot Sebastian Walker (Trittau) geht es im Renault Mégane N4 darum, nach der Nullrunde bei der ADAC Hessen Rallye Vogelsberg, weitere wichtige Meisterschaftspunkte zu sammeln.

Mit den Startnummern 7 und 9 starten auch beide Piloten des ADAC Opel Rallye Junior Teams mit ihren Opel Adam R2 unter den ersten 10 Teams im Feld. Dabei sehen Marijan Griebel / Alex Rath (Hahnweiler / Trier) ihre Teamkollegen Fabian Kreim / Josefine Beinke (Fränkisch-Crumbach / Bünde) auf den WPs in Thüringen im Vorteil: „Auf den schnellen Strecken, wo die Kurven nicht so häufig geschnitten werden und es wenig Dreck auf der Straße gibt, wird es sicher sehr schwer, da Fabian diese Charakteristik wahrscheinlich mehr entgegen kommt.“ Komplettiert wird die Top-Ten in der Startreihenfolge vom schnellen Jürgen Geist im BMW E36 und Anton Werner im schönen Audi Urquattro.

Wie in jedem Jahr im vorderen Feld mit dabei sind die Thüringen Rallye Urgesteine Bernd Michel/Bernd Hartbauer im Opel Astra. Bis auf den sechsten Platz im Gesamtergebnis konnten sie damit im vergangenen Jahr nach vorne fahren. Armin Holz greift im brandneuen Citroën DS3 R3T beim ebenfalls sechsten Lauf der ADAC Rallye Masters in Thüringen nach der Führung. Eingefleischte Fans werden in Pößneck staunen, wenn er mit seinem Co-Pilot Sebastian Geipel über die Startrampe rollt: Armin Holz, seit Jahrzehnten in einem VW Golf Kit-Car unterwegs, hat das Auto gewechselt. Am Fahrspaß soll es trotzdem nicht mangeln. „Der DS3 war schon bei der ersten Testfahrt mein Freund“, grinst der Norddeutsche. „Das Auto ist einfach genial. Die neue Technik ist gut 20 Jahre jünger als in meinem Golf.“ Nach drei Divisionssiegen liegt Holz in den Masters aktuell auf dem dritten Platz. Mit einem erneuten Sieg bei der R3-Premiere würde er sogar die Tabellenführung übernehmen.

Neben dem britischen Gast sowie Peter Scharmach aus Neuseeland finden auch weitere internationale Gäste den Weg nach Thüringen. Seit 2010, bereits das fünfte Jahr in Folge, reist das Team Tomek/Zeman aus dem tschechischen Velky Borek im Renault Clio R3 Maxi an. Ebenfalls aus dem selben Nachbarland können Karel Macek im Porsche 997 GT3 und Jakub Nipca im Skoda Octavia begrüßt werden. Etwas Rallye-WM Feeling wird durch den finnischen Rallye-Star Toni Gardemeister im Servicepark in Pößneck versprüht, der hier den Skoda Fabia S2000 des russischen Teams um Dmitry Biryukov betreuen wird. Kurz vor Schluss reichten auch noch die Niederländer Kevin Van Deijne mit Co-Pilotin Annemieke Hulzebos im Ford Fiesta ihre Nennung ein.

Ihre Führung in der ADMV Rallye Meisterschaft wollen an diesem Wochenende Veit König und Dr. Henry Wichura in ihrem Suzuki Swift Sport verteidigen. Sowohl in der Internationalen Trabant Rallye Meisterschaft als auch im ADMV Trabant Rallye Cup liegt vor der Thüringen Rallye das Team Mike Knorn/Jens Krajewski auf Platz 1, die in der Startliste von sechs weiteren Trabi-Teams verfolgt werden. Noch viele Punkte gibt es auch in der Thüringer Rallye Meisterschaft zu sammeln. Hier liegen nach nur 2 von 13 Läufen Stefan Laun und Christian Stützer im Opel Astra F GSI ganz vorne.

Einen besonderen Augen- und Ohrenschmaus gibt es für alle Zuschauer vor dem eigentlichen Wertungsfeld zu sehen: 45 Minuten vor dem Fahrzeug mit der Startnummer 1 nehmen die Slowly Sideways die neun Wertungsprüfungen der Thüringen Rallye unter ihre Räder. Vom Wartburg 311 Coupé bis hin zu Klassikern wie den Lancia Beta Coupé, Fiat 131 Abarth oder Mercedes 450 SLC fährt in Thüringen Rallye-Kult der 60er, 70er, 80er und 90er Jahre. Slowly-Sideways-Chef Reinhard Klein selbst versucht hier, den vom Williams-F1-Team designten, MG Metro 6R4, dessen V6-Heckmotor damals bis zu 380 PS auf die vier angetriebenen Räder leitete, zu bändigen.

Ein erstes Warm-Up veranstaltet der Motorsportclub Pößneck e.V. im DMV am Donnerstagabend mit dem Shakedown von 19 bis 22 Uhr im Gewerbepark Weira. Ganze drei Stunden können Rallye-Fans auf einer Distanz von über 5 km die Testfahrten der Teams hautnah miterleben. Wer sich dafür interessiert, was unter der Motorhaube der Rallyeautos steckt, ist am darauffolgenden Freitag eingeladen, von 13.30 bis 17.30 Uhr, die Technische Abnahme der Fahrzeuge im Autohaus Teichmann in Pößneck zu beobachten.

Ab 21:58 Uhr heißt es dann „Start frei“ für das erste Rallye-Fahrzeug auf dem Pößnecker Zuschauerrundkurs mitten in der Innenstadt. Um den gespannt wartenden Zuschauern die Zeit bis zum Start nicht zu lang werden zu lassen, findet ab 19 Uhr der 1. Pößnecker City Drift statt. Hierbei vollbringen internationale Drift-Künstler mit ihren extra umgebauten Fahrzeugen Drift-Kunst vom Feinsten. Atemberaubendes Querfahren und Drift-Taxi für Jedermann werden die Massen entlang der Strecke in Atem halten. Nach dem Höhenfeuerwerk, das gegen 23 Uhr gezündet wird, können sich alle Feierwütigen noch ab 24 Uhr bei der Redbull After Show City Drift Party in der Boxengasse an der Shedhalle austoben. Zum zweiten Rallye-Tag starten die Teams am Samstag ab 7:14 Uhr aus dem Servicepark in Pößneck. Dann stehen noch einmal alles entscheidende 114 Kilometer Wertungsprüfungen auf dem Programm. Der erste Teilnehmer wird dann ab 18:35 Uhr am Ziel der Veranstaltung, auf dem Pößnecker Marktplatz, erwartet. Serviceplatz ist in diesem Jahr wieder der Lutschgenpark in Pößneck, bei dem es vor allen Dingen während der 90-minütigen Mittagsservicepause am Samstag viel zu sehen gibt.

Eintritts-Tickets können vor Ort an jedem Zuschauerpunkt der Rallye erworben werden. Das Wochenend-Top-Ticket beinhaltet für 20 Euro neben dem Eintritt zum Shakedown und allen Prüfungen am Freitag und Samstag, auch den Eintritt zum City Drift, ein Veranstaltungs-Programmheft sowie den Rallye-Aufkleber. Wer nur am Freitag Motorsport erleben will, zahlt mit dem Freitags-Ticket für Rallye-Rundkurs und City Drift 10 Euro. Das Shakedown-Ticket alleine schlägt lediglich mit 2 Euro zu Buche. Für den Eintritt zu den acht WPs am zweiten Renntag werden im Samstags-Ticket 10 Euro fällig.

Ale weiteren Informationen sowie Live-Zeiten, Startlisten oder Zeitpläne für die 53. Sparkassen DMV Thüringen Rallye 2014 sind im Internet unter www.thueringen-rallye.com zu finden.

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Text: Jürgen Hahn / Jenny Gäbler, Pressesprecherin MSC Pößneck e.V. im DMV
Fotos: ADAC/RBHahn

BU 1: 'Fliegendes Zebra': Ruben Zeltner kämpft in Thüringen um die Führung in der Deutschen Rallye Meisterschaft
BU 2: 'Feuerrotes Spielmobil': Der Thüringer Olaf Dobberkau will den Sieg beim Heimspiel

Anlagen: Rallye-Schild 2014 (jpg)
Rallye-Plakat 2014 (jpg)

Abdruck honorarfrei.
Wir bitten um ein Belegexemplar. Vielen Dank.


Kurz-Abriss: Zeitplan für Zuschauer

Donnerstag, 29.05.2014

19:00 – 22:00 Uhr: Shakedown (ca. 5,5 km), Gewerbepark Weira


Freitag, 30.05.2014

13:30 – 17:30 Uhr: Technische Abnahme, Mazda/Opel Autohaus Teichmann, Pößneck
ab 19:00 Uhr: 1. Pößnecker City-Drift mit anschließender After-Drift-Party in der Boxengasse an der Shedhalle
21:37 Uhr: Start zum 1. Tag, Servicepark Pößneck
21:58 Uhr: Start WP 1 Rundkurs Pößneck (9,27 km)
22:18 Uhr: Service A (45 min.), Servicepark Pößneck
23:14 Uhr: Ziel des 1. Tages, Parc Fermé

Samstag, 31.05.2014

07:01 Uhr: Start zum 2. Tag und Service B (10 min.), Servicepark Pößneck
07:50 Uhr: Start WP 2 Liebschütz-Weisbach (9,03 km)
08:21 Uhr: Start WP 3 Rundkurs Thierbach (17,15 km)
09:21 Uhr: Regrouping (15 min.) und Service C (20 min.), Servicepark Pößneck

10:35 Uhr: Start WP 4 Liebschütz-Weisbach (9,03 km)
11:06 Uhr: Start WP 5 Rundkurs Thierbach (17,15 km)
12:06 Uhr: Regrouping (15 min.) und Service D (90 min.), Servicepark Pößneck

14:31 Uhr: Start WP 6 Stelzendorf-Löhma (14,66 km)
15:20 Uhr: Start WP 7 Rundkurs Pößneck Nord (22,30 km)
16:04 Uhr: Regrouping (15 min.) und Service E (20 min.), Servicepark Pößneck

17:19 Uhr: Start WP 8 Stelzendorf-Löhma (14,66 km)
18:19 Uhr: Start WP 9 Niederkrossen-Pößneck (10,17 km)

18:35 Uhr: Zielrampe, Marktplatz Pößneck
19:00 Uhr: Ziel der Rallye, Parc Fermé
21:15 Uhr: Siegerehrung und Rallyeparty, Festzelt im Servicepark Pößneck
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