Porsche-Podium bei Thüringen Rallye

    Pößneck: Lutschgenpark | Rallye-Ehepaar aus Sachsen gewinnt reibungslos verlaufene Thüringen Rallye

Pößneck, 01.06.2014.

Mit einem souveränen Gesamtsieg bei der Sparkassen DMV Thüringen Rallye haben Ruben und Petra Zeltner (Lichtenstein, Sachsen) die Führung in der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) übernommen. Beim sechsten von 14 gemeinsamen Läufen des ADAC Rallye Masters und der in seinem Rahmen ausgetragenen DRM lagen sie nach neun Wertungsprüfungen (WP) über 123,42 Bestzeit-Kilometer vor ihren Markenkollegen Olaf und Alexandra Dobberkau (Schleusingen) sowie dem Zwickauer Maik Stölzel und seinem Co-Piloten Thomas Windisch (Aue). Die beiden Rallye-Ehepaare an der Spitze des Feldes begeisterten schon beim spektakulären Stadtrundkurs in der Pößnecker Innenstadt am Freitagabend die vollen Zuschauerkulissen mit ihrem Fight. Dennoch war das Endergebnis eindeutig: Zeltner holte ausnahmslos alle WP-Bestzeiten und sicherte sich damit auch auf der finalen Power-Stage die maximal möglichen drei Zusatzpunkte. Für die Zweit- und Drittbeste Zeit wurden dort Stölzel und Dobberkau mit zwei bzw. einem zusätzlichen Zähler honoriert. Nach seinem nunmehr dritten Saisonsieg konnte Zeltner die Führung in der DRM vom nicht angetretenen Hermann Gaßner junior (Surheim) übernehmen. Somit kann Zeltner auch seinen vierten Sieg in Folge bei der Thüringen Rallye feiern. „Das ist ein Traumergebnis, besser geht es gar nicht“, freute sich Zeltner im Ziel. „Wir hatten keine Probleme, keine kritischen Situation – es lief wie am Schnürchen.“

Hinter Ruben und Petra Zeltner liefen in Pößneck zwei weitere Porsche 911 GT3 im Ziel ein. Olaf und Alexandra Dobberkau konnten sich mit dem zweiten Platz anfreunden. „Wir sind froh dass wir im Ziel sind und ein gutes Resultat eingefahren haben“, so Dobberkau, der nach zwei Nullrunden in Thüringen endlich die ersten DRM-Punkte der Saison einfuhr. Seine Freude war dennoch nicht ungetrübt, denn „ein klein wenig Enttäuschung schwingt mit. Wir hatten uns mehr ausgerechnet. Dass Ruben mir alle Bestzeiten wegschnappen konnte, zeugt von seiner tollen fahrerischen Qualität. Die in Kombination mit einem perfekt vorbereiteten Fahrzeug hat uns chancenlos gemacht. Dabei waren wir selbst hier so schnell unterwegs wie nie zuvor. Deshalb hat es auch trotzdem Riesenspaß gemacht.“ Der Zwickauer Maik Stölzel lief als Dritter im Ziel ein. Er hatte an seinem Porsche über weite Strecken mit einem defekten Bremssattel zu kämpfen und konnte deshalb nicht das ganze Potenzial des GT3 aufrufen. „Ich bin mit dem Ergebnis unter diesen Umständen durchaus happy“, bilanzierte er anschließend. „Wir haben das mehrfach geklebt, den Bremspunkt verlagert und die ganze Rallye über daran gearbeitet. Auf der letzten Prüfung habe ich noch einmal alles gegeben und bin die zweitschnellste Zeit gefahren.“

Einen Platz im Gesamtergebnis hinter Stölzel kam nach der S-DMV Thüringen Rallye das beste Nicht-Porsche-Team Raphael Ramonat (Trusetal) und Beifahrerin Nanett Center (Radebeul) im Ziel an und wurde in ihrem Mitsubishi Lancer Evo 7 Gesamt-Vierte. „Ein gutes Gefühl, so weit vorne gelandet zu sein“, freute sich der Süd-Thüringer. „Wir hatten natürlich geplant schnell zu fahren – aber mit diesem Ergebnis hatten wir nicht gerechnet.“ Ein ganz ungewöhnliches Fahrzeug landete auf dem fünften Platz: Toni Werner (Altfraunhofen) trat mit Co-Pilotin Gabriele Fischer (Regenstauf) in einem Audi Quattro an. Der nach FIA-Anhang K aufgebaute „Urquattro“ hielt als historisches Fahrzeug im Feld der neueren Modelle mit und hatte die Sympathien der Fans auf seiner Seite. „Wir bereiten den Audi akribisch auf solche Einsätze vor und verwenden Original-Motorsportteile des Werks“, verriet Werner anschließend sein Erfolgsrezept. „Wenn man dann noch ein bisschen Übung hat, dann funktioniert es auch, solch gute Ergebnisse einzufahren. Ich habe eine Leidenschaft für besondere Fahrzeuge.“

Eine gemischte Wochenendbilanz zog das ADAC Opel Rallye Junior Team in Thüringen: Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach) und seine Co-Pilotin Josefine Corinn Beinke (Bünde) legten ihren R2-Renner nach einem Ausritt auf WP 4 aufs Dach. Umso besser lief es dafür für Teamkollegen Marijan Griebel (Hahnweiler), der mit Alexander Rath (Trier) auf dem Co-Piloten-Sitz das Potenzial seines Opel Adam R2 aufzeigte: Zwei Mal wurde er auf den neun WPs hinter den drei Porsche als Viertschnellster notiert. Am Ende wurde er Gesamt-Sechster. „Es hat riesigen Spaß gemacht. Die Rallye war viel schöner und anspruchsvoller als ich vorher gedacht hatte“, zog Griebel seine Bilanz. „Wir haben von Beginn an attackiert. Am Schluss war uns der Divisionssieg wichtiger als die Gesamtplatzierung. Dass wir jetzt noch viele Punkte gesammelt haben und in der Meisterschaft gut dastehen macht es zu einem rundum gelungenen Wochenende. “

Markus Moufang und Hartmut Walch erfreuten mit dem laut röhrenden Motor ihres BMW M3 E30 die Ohren aller Rallye-Zuschauer entlang der Wertungsprüfungen, der schon von weitem zu hören war, und belegten am Ende den 7. Platz im Gesamtergebnis. Die Top-Ten komplettieren Göttig/von Skopnik im Mitsubishi Evo 9, Scharmach/Annemüller ebenfalls im Mitsubishi Evo sowie Bernd Michel und Bernd Hartbauer mit ihrem kleinen Opel Astra, mit dem sie sich, durch spektakuläre Fahrweise, erneut in die Top-Ten schieben konnten.

Mit ihrem Endergebnis zufrieden sein können durchaus auch die aus dem Ausland angereisten Teams: Die Tschechen David Tomek/Marek Zeman im Renault Clio R3 Maxi beenden die Rallye auf dem 11. Platz gesamt und dem zweiten Platz in der Division 4. Das holländische Team um Van Deijne/Hulzebos im Ford Fiesta kam bis auf den 14. Platz im Gesamtergebnis und ebenfalls den zweiten Platz in der Division 5 nach vorne. Einzig der Brite Graham Coffey mit seiner deutschen Co-Pilotin Jenny Gäbler musste schon am frühen Samstagmorgen noch vor der ersten Prüfung die Segel streichen. Sein Ford Fiesta RRC streikte mit Problemen in der Motorsteuereinheit. Die kleinste Division 6 konnten Sonntag/Rochow mit ihrem Honda CIvic RC für sich entscheiden. Schnellster der sechs angetretenen Trabants wurden Mike Knorn/Jens Krajewski.

Auch der veranstaltende MSC Pößneck e.V. im DMV ist mit seiner reibungslos verlaufenen Veranstaltung voll zufrieden. Die insgesamt 65 zum Start angetretenen Teams am Freitagabend wurden von mehr als 3.500 Zuschauern entlang der Pößnecker Straßen angefeuert. Besonders in der langgezogenen Haarnadel-Kurve im Start-Ziel-Bereich an der Shedhalle herrschte Monaco-Feeling bei stimmungsvoller Atmosphäre und sommerlichen Temperaturen. Besonders hier konnten auch die spektakulären Drift-Fahrzeuge des 1. Pößnecker City Drifts ihr Können voll ausspielen und die Massen in ihren Bann ziehen. Dass nächstes Jahr die Fortsetzung folgt ist nicht ausgeschlossen.

Ale weiteren Ergebnisse sowie Video- oder Fotomaterial der 53. Sparkassen DMV Thüringen Rallye 2014 sind im Internet unter www.thueringen-rallye.com zu finden.

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Text: Jürgen Hahn / Jenny Gäbler, Pressesprecherin MSC Pößneck e.V. im DMV
Fotos: ADAC/RBHahn/SMF

BU 1: 'Brüllendes Zebra' erfolgreich bis ins Ziel galoppiert. Ruben und Petra Zeltner glücklich bei der Zielankunft auf dem Pößnecker Marktplatz.

BU 2: 'Feuerrotes Spielmobil' von Olaf und Alexandra Dobberkau auf Verfolgungsjagd auf den anspruchsvollen Thüringer Wertungsprüfungen.

BU 3: Das ADAC Opel Rallye Junior Team von Marjan Griebel und Alex Rath im Opel Adam R2 genoss die stimmungsvolle Atmosphäre vor voller Zuschauerkulisse auf dem Pößnecker Stadtrundkurs.

Anlagen: Rallye-Schild 2014 (jpg)

Abdruck honorarfrei.
Wir bitten um ein Belegexemplar. Vielen Dank.


Auszug Top-Ten aus dem Endergebnis der 53. Sparkasssen DMV Thüringen Rallye 2014

1. Ruben Zeltner / Petra Zeltner (Lichtenstein),
Porsche 911 GT3, Div. 1 1:01:00,9 Stunden.
2. Olaf Dobberkau / Alexandra Dobberkau (Schleusingen)
Porsche 911 GT3, Div. 1 + 2:13,7 Minuten.
3. Maik Stölzel / Thomas Windisch (Zwickau / Aue),
Porsche 911 GT3, Div. 1 + 3:38,6 Minuten.
4. Raphael Ramonat / Nanett Center (Trusetal / Radebeul),
Mitsubishi Lancer Evo 7, Div. 1 + 5:38,7 Minuten.
5. Anton Werner / Gabriele Fischer (Altfraunhofen / Regenstauf),
Audi Urquatro, Div. 2 + 6:12,3 Minuten.
6. Marijan Griebel / Alex Rath (Hahnweiler / Trier),
Opel Adam R2, Div. 5 + 6:22,4 Minuten.
7. Markus Moufang / Hartmut Walch (Nidda / Heringen),
BMW M3, Div. 3 + 6:33,1 Minuten.
8. Stefan Göttig / Andreas von Skopnik (Fuldatal / Marburg),
Mitsubishi Lancer Evo 9, Div. 2 + 6:42,4 Minuten.
9. Peter Scharmach / Tina Annemüller (NZL-Christchurch / Vesser),
Mitsubishi Lancer Evo 9, Div. 1 + 6:55,7 Minuten.
10. Bernd Michel / Bernd Hartbauer (Schwarzenbach / CH-Sargans),
Opel Astra, Div. 4 + 7:40,2 Minuten.
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