Blüten- und Schmetterslingsfest

(Foto: Hartmut Bergner)
Neustadt/Orla. Am 21. Juli fand in der Kleingartenanlage in Molbitz das diesjährige Gartenfest statt. Ein Fest, bei dem seit fünf Jahren die Kinder der Kleingärtner in den Mittelpunkt gerückt werden. „Kinder sind doch das Beste was es gibt.“, sagt Ingrid Kubitzek. Gemeinsam mit anderen Gartenfreundinnen und der Unterstützung des gesamten Vereinsvorstandes hat sie Bastelmaterial herangeschafft und beispielsweise Laternen zum Selbstbauen vorbereitet. Ab 14 Uhr entstanden daraus farbenfrohe Kunstwerke, die am Abend mit einem Teelicht zum Leuchten gebracht wurden. Neben dem Basteln gab es im Rahmen es dreistündigen „Blüten- und Schmetterlingsfestes“ auch noch Spiele und Wettbewerbe. Vom Bespaßen hält die Gartenfreundin Kubitzek nichts, Kinder wollen selbst aktiv und kreativ sein. Der Zuspruch, allein 26 Kinder waren namentlich gemeldet, gibt ihr recht. Die Frage, woher denn die vielen Kinder kommen, kann Klaus Dicke, der Vereinsvorsitzende der Kleingartenanlage beantworten. Von 100 Gärten sind 90 vergeben und werden wieder zunehmend von jungen Familien bewirtschaftet. Neben dem gesetzlich vorgeschriebenem Anbau von Obst und Gemüse findet sich in jedem Kleingarten noch eine Ecke zum Spielen und oftmals sogar der Platz für einen mobilen Schwimmingpool. Das soziale Umfeld und die Geborgenheit im Verein sowie das hautnahe Erleben der Natur dient der Entwicklung der Kinder. Wenn daraus das Interesse an einem eigenen Garten entsteht, soll es dem Kleingartenwesen recht sein, der Regionalverband hat im Orlatal und der Orlasenke noch freie Gärten mit und ohne Laube zu vergeben.
In der Molbitzer Kleingartenanlage hat man aber nicht nur ein Herz für Kinder. Diese Anlage unterstützt auch sozial schwache Familien und verstärkt Migrantenfamilien. Seit 2010 wird ein Garten inmitten der Anlage von Gennadi Ischoew und seiner Familie bewirtschaftet und seit diesem Mai testet eine weiter Familie, die ebenfalls ihre Wurzeln in Assyrien bzw. Armenien hat, ob so ein Garten die richtige Freizeitbeschäftigung ist. Im Garten von Gennadi Ischoew findet man sehr viel Gemüse und Kräuter. Diese kommen nach heimatlicher Tradition ins Holzfeuer, um dann mit gegrilltem Fleisch eine Mahlzeit für die gesamte Familie zu ergeben. Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft stehen bei den längst integrierten Gartenfreunden obenan, weiß Klaus Dicke zu berichten und auch ich sitze schnell in der Runde, vor mir ein Teller mit fremden Köstlichkeiten. Ob die eben gesetzten Weinreben aus der Heimat unser Klima vertragen, muss sich zeigen, sicher ist, dass die beiden Familien beim nächsten Gartenfest ihre Küche und Grillkünste allen im Verein näher bringen wollen.
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