Sportliches Schießen und Böllern - Die Freizeitschützen des 1. Privilegierten Schützenvereins Pößneck

(Foto: Verein)
 
(Foto: Verein)
Pößneck: Schützenverein | Sportliches Schießen und Böllern

Die Freizeitschützen des 1. Privilegierten Schützenvereins Pößneck laden am 23. und 24. Juni ein

PÖSSNECK. Der Schießsport hat in der Stadt in der Orlasenke eine lange Tradition. Der jetzige Verein wurde 1992 in der Tradition der Pößnecker Schießgesellschaft aus dem Jahr 1792 wieder gegründet. Doch wie kam man zu dem wohlklingenden Namen?
Blättert man in den Chroniken, kann man Aufzeichnungen von einer Schießgesellschaft oder Schützen-Kompanie um 1471 finden. Im Fokus damals, Wettbewerbe mit der Armbrust. Aber nicht nur das Siegen bei Ausscheiden, die Ehre, standen im Vordergrund. Schützen in einer Stadt boten auch Schutz gegen Wegelagerer und Räuber.
Und so förderten die Stadtväter den Sport mit den Feuerwaffen. Bis zum Dreißigjährigen Krieg. Danach hatte kaum jemand noch Lust auf das Scheibenschießen.
Erst 1792 besann man sich auf diese ehemalige Sporttradition.
Dreißig Bürger fanden sich zusammen, stellten beim Landesherren den Antrag auf Genehmigung.

„Die landesherrliche Genehmigung zur Gründung einer Schützen-Kompanie und zur Abhaltung von Scheibenschießen wurde von Herzog Ernst Friedrich am 2. Juni 1792 in Saalfeld erteilt. In dem Bewilligungsschreiben wurde den Schützen vom Herzog ein „Forum privilegatum" zugesprochen. Das heißt, die Angelegenheiten der Schützenvereinigung waren sowohl von der Verwaltung als auch vor Gericht bevorzugt und wohlwollend zu behandeln. Aus diesem Grunde nannte sich die Schützen-Kompanie später „Privilegierte Schützengesellschaft", berichtet der 3. Schützenmeister Manfred Müller.

Ein wohlklingendes Privileg, welches sich im Namen des heutigen Vereins widerspiegelt. Er wurde am 11. März 1992 unter dem Namen „1. Privilegierter Schützenverein Pößneck e.V.“ gegründet.
Aus dem „Kreiskulturhaus“ wurde wieder ein Schützenhaus. Jedoch sollte dieses Objekt keine dauerhafte Vereinsstätte bleiben. Im Jahr 2000 entschied man sich, die ehemalige LPG-Ferkelanlage am Langen Sand als Vereinsobjekt zu erwerben. Zwei Jahre später konnte der Einzug ins neue Domizil gefeiert werden. Hier findet man die Vereinsgaststätte. Das Herzstück aber ist die Schießanlage im Untergeschoss des Hauses.
„Wir haben hier einen Indoor-Schießstand. Die Vereinsmitglieder und Gäste können fünf Bahnen nutzen. Das Besondere, Training und Wettkämpfe können auch auf eine Distanz von 100 Metern ausgetragen werden“, erläutert Vereinsvorstand und 1. Schützenmeister Peter-Michael Rode.
„Im Übrigen darf nur auf Papp- und Papierscheiben geschossen werden“, wird ergänzt.

Heute gehören dem Verein 81 Mitglieder an. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Vereinsleben. Nur die Hälfte der Mitglieder ist im Besitz von Waffen. Den aktiven Kern bilden 42 Schützen im Schützenzug. Mit Kurz- und Langwaffen messen sie sich im sportlichen Schießen bei Wettbewerben mit anderen Vereinen. Dazu kommen noch neun Vereinsmitglieder, welche als Böllerschützen zu Jubiläen und Veranstaltungen den Verein in der Öffentlichkeit repräsentieren.



220. Schützenfest des 1. Privilegierten Schützenvereins Thüringen e. V.
Termin: 23. und 24. Juni
Veranstaltungsort: Im Langen Sand, Pößneck
Es laden ein: 1. Privilegierter Schützenverein Pößneck e. V. und Gaststätte „Schützenheim“

Programm:
Samstag, 23. Juni 2012
ab 12.30 Uhr: Schützenumzug vom Marktplatz zum Schützenheim
ab 14.00 Uhr: Detscher, Kaffee und Kuchen bei musikalischer Unterhaltung, Hüpfburg, Ponykutschfahrten, Spiel- und Bastelstraße, Rundfahrten mit der Freiwilligen
Feuerwehr, Armbrustschießen, Luftgewehrschießen
ab 20.00 Uhr: Live-Musik mit „Brokat“
ca.23.00 Uhr: Höhenfeuerwerk

Sonntag, 24. Juni 2012
ab 10.00 Uhr: Frühschoppen
Für das leibliche Wohl ist an beiden Tagen bestens gesorgt.
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