TSG Zwackau feierte das 90-jährige Jubiläum mit großem Festakt, blickte dabei auf die Wurzeln des Vereins zurück

Die Vereinsfahne der TSG Zwackau durfte im Festzelt nicht fehlen.
 
Vereinschefin Sabine Gerschner bei ihrer Festrede.
Triptis: Sportplatz | 25 Jahre ununterbrochen als Trainer der ersten Mannschaft ein und des selben Vereins, das ist zweifellos eine extreme Seltenheit in Thüringen. Der Zwackauer Fussballtrainer Jochen Schumann wurde am Sonnabend, im Rahmen der Festveranstaltung „90 Jahre Turn- und Sport Gemeinschaft Zwackau“ für diese Leistung mit der goldenen Ehrennadel des Thüringer Fußballverbandes durch Manfred Lindenberg ausgezeichnet.
„Damit ist er nicht nur im Saale-Orla-Kreis der ältgedienteste Trainer ohne Vereins- oder Mannschaftswechsel“ bekräftigt Lindenberg. Diese goldene Ehrennadel ist ihm Thüringer Fußballverband die höchste Auszeichnung.

Doch damit war die Auszeichnungsrunde längst nicht beendet. Mit der goldenen Ehrennadel des Landessportbund wurde Götz Fischer geehrt, während Sabine Gerschner nur über ihre Auszeichnung mit der GutsMuths-Ehrenplakette in Bronze informiert wurde. Hier merkte Frank Roßner vom KSB an, dass die Auszeichnung durch den LSB vorgenommen werden sollte, nun aber auf dem Postweg noch unterwegs ist.
Rene Eilenstein, Stefan Kukler und Max Kleman erhielten Ehrenurkunden des Kreissportbundes. Zahlreiche langjährige Vereinsmitglieder erhielten diverse Ehrungen. So ist Günter Streit seit über 65 Jahren Vereinsmitglied, Edith Michel seit mehr als 60 Jahren. Diese Runde der Ehrungen stellte den Abschluss der offiziellen Festsitzung dar. Bis dahin zog Vereinsvorsitzende Sabine Gerschner eine eindrucksvolle Bilanz des Vereins.

Der Wunsch, wieder die magische zahl von 100 Vereinsmitgliedern zu knacken, ging in Erfüllung. Aktuell sind 102 Mitglieder im Verein gemeldet. Als 100.tes Vereinsmitglied wurde übrigens Leonhard Michel angemeldet. Er kann sich, ebenso wie Rolf Dieter Frahm (98), Birgit Fischer (99), Steffen Läßker (101) und Nils Mikulasch (102) über ein beitragsfreies Jahr freuen.

Bereits am Freitag Abend, zur Eröffnung der Feierlichkeiten, kehrte der Verein mit der Aufführung des Täler-Theaters zu seinen Wurzeln zurück. Damals hatte unser Verein kein Geld, gründete eine Theatergruppe und spielte so über viele Jahre hinweg Geld zu Anschaffung von Sportgeräten ein. „Heute ist wieder großes Interesse am Theaterspielen da. Ich denke, dass wir durchaus wieder eine Theatergruppe auf die Beine stellen können“ meint Vereinsvorsitzende Sabine Gerschner. Während der Festveranstaltung zeigte eine Nachwuchs-Turnerriege aus Neustadt einige Übungen zur Körperertüchtigung – ebenfalls ein Bestandteil der Zwackauer Vereinsgeschichte.

Seitens der Fußballer gab es am Freitag Abend eine Vorführung – in Form eines Freundschaftsspieles gegen die Freizeitmannschaft der Grashoppers Jena. Die zweite Abteilung des Vereins sind die Kegler, sie führten am Sonnabend diverse Vergleiche durch. Mit Gottesdienst, Frühschoppen, Hainberglauf und diversen weiteren sportlichen Betätigungen – natürlich bei entsprechender musikalischer Untermalung – stand auch am Sonntag die Bewegung im Vordergrund.

Dass nicht mehr so oft die Frage aufkommt „Wo liegt eigentlich Zwackau“, dafür sorgten die Fußballer wie auch die Kegler bislang erfolgreich. Dass dies so bleibt, der Sport den Bekanntheitsgrad des Ortes weiter erhöht, wünschte sich die engagierte Vereinschefin. Während der Festveranstaltung liefen die bislang erhaltenen, teils sehr alten Fotos, per Beamer über die Leinwand. Zu diesem Thema merkte Sabine Gerschner an, dass der Heimatverein in Zusammenarbeit mit der TSG, im kommenden Jahr ein Buch zur Geschichte des Vereins erstellen möchte. Jede Zuarbeit hierzu ist überaus willkommen!

Neben Christian Herrgott, der Landrat Thomas Fügmann vertrat, nahmen unter anderem Triptis’ Berthold Steffen, Ex-Landrat Frank Roßner im Vertretung des Kreissportbundes, Manfred Lindenberg als Ehrenmitglied des TFV sowie Heiko Sturm (Vertreter eines Kreditinstitutes) die offizielle Einladung nach Zwackau an. Doch selbst aus Chlum, der tschechischen Partnergemeinde, folgte eine Delegation der Einladung. Frantisek Sindelar, Chlums Bürgermeister, lies es sich nicht nehmen, einige Worte an den Jubilar (die TSG) zu richten.
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Hannelore Grünler aus Artern | 21.05.2014 | 17:59  
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