Vorschulkinder als Verkehrsteilnehmer

Meinungen austauschen, Erfahrungen vermitteln: Teilnehmerinnen des Workshops im Pößnecker Mehrgenerationenhaus beim Ketteninterview.
Dem Thema „Verkehrserziehung im Vorschulalter“ widmete sich ein eintägiger Workshop am 19. März 2013 im Mehrgenerationenhaus in Pößneck. Die Verkehrswacht Orlatal, Sitz Pößneck, beendete damit die 3. Auflage ihrer dreiteiligen Seminarreihe für Erzieherinnen aus Kindertagesstätten.

Die sieben Teilnehmerinnen der Fortbildungsveranstaltung kamen aus Einrichtungen von Neustadt an der Orla über Pößneck bis Langenorla sowie aus dem Raum Schleiz.

Moderatorin Petra Reinhardt von der Landesverkehrswacht Thüringen stellte Ziele, Methoden und Materialien zur kindgerechten Verkehrserziehung in den Mittelpunkt. Sie legte vor allem auf den Erfahrungsaustausch der Erzieherinnen untereinander Wert. In einem Ketteninterview wurden Erkenntnisse, Erfahrungen und Meinungen zusammengetragen. Unter anderem ging es dabei um die Ursachen von Unfällen mit Kindern als Fußgänger und Radfahrer, die Vorbildrolle der Eltern bei der Mitnahme von Kindern im Auto und die Anforderungen an das Verhalten von Autofahrern gegenüber Kindern im Straßenverkehr. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, warnte die ehemalige Kindergärtnerin Petra Reinhardt. Es sei notwendig, sich in jeder Situation in die altersentsprechenden Fähigkeiten eines Kindes hineinzudenken.

Ein überraschendes Comeback, so stellte sich in der Diskussion heraus, hat seit dem Aufbauseminar die „Move it“-Box in vielen Kitas erlebt. Die kleine gelbe Kiste mit diversen Materialien zur Förderung sensomotorischer Fähigkeiten wurde dank im Seminar gegebener Anregungen quasi neu entdeckt.

Zeitweise Gast der Runde war Polizeihauptkommissar Peter Trautmann von der Polizeistation Pößneck. Er stellte sich den kritischen Hinweisen der Erzieherinnen, beginnend beim Wunsch nach mehr Geschwindigkeitskontrollen bis hin zur Verlängerung der „Tempo 30“-Zone in der Pößnecker Dr.-Wilhelm-Külz-Straße. Das seitens der Polizei Machbare werde getan, machte Trautmann deutlich, verwies aber zugleich auf die begrenzten Personal- und Technikressourcen.
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