Polizeibericht der LPI Saalfeld, 13. März 2015: Rentnerinnen sind das Opfer

Saalfeld/Saale: Landespolizeiinspektion | Täter zu zwei Raubstraftaten ermittelt

Rumänische Frauen mit sehr gewaltsamen Vorgehen

Uhlstädt-Kirchhasel / Rudolstadt. Eine überörtlich agierende Tätergruppe steht laut bisherigen Ermittlungen der Kripo Saalfeld im Zusammenhang mit zwei Raubstraftaten vom 01.12.2014 in Uhlstädt und in Rudolstadt am 27.01.2015 in der Straße An den Pappeln.
In beiden Fällen wurden Rentnerinnen Opfer von zwei direkt handelnden Täterinnen. Um an das Bargeld zu gelangen, das die Rentnerinnen bei sich trugen, schreckten die jungen Frauen nicht davor zurück, auch mit massiver Gewalteinwirkung gegen die Geschädigten vorzugehen.
In Rudolstadt wurde einer 80-Jährigen die Tasche entrissen, dann stieß eine der Täterin die Rentnerin weg, die darauf hin stürzte und dabei erhebliche Verletzungen erlitt. Danach rannten beide Frauen zu einem Pkw, dessen Fahrer nicht weit entfernt auf seine Komplizinnen gewartet hatte und fuhren davon.

Anfang Dezember 2014 wurde eine 79-Jährige bereits von den beiden jungen Frauen in der Jenaischen Straße in Uhlstädt um mehrere hundert Euro gebracht. Eine der Täterinnen hatte die Rentnerin mit einer Spendenliste abgelenkt, um von ihr eine Spende zu erhalten. Die zweite Täterin stieß sie von hinten, wodurch die Rentnerin aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Dies nutzte die Täterin und nahm aus dem Beutel des Opfers das Geld. Als sie ebenfalls mehrere hundert Euro erlangt hatten, rannten beide Frauen zu einem, wie im zuvor geschilderten Fall, wartenden Fahrzeug und flüchteten.

Anfang Februar wurden die beiden jungen Frauen im Alter von 13 und 17 Jahren zusammen mit zwei männlichen Begleitern in Baden-Württemberg gestellt. Den bisherigen Ermittlungen zu Folge waren die Tatverdächtigen mit rumänischer Staatsbürgerschaft bundesweit mit ähnlichen Handlungen aktiv und fielen dabei auch durch das gewaltsame Vorgehen auf.

Im Rahmen der Ermittlungen der Kripo Saalfeld zu der Tat in Rudolstadt vom 27.01. konnten Videoaufzeichnungen in einer Bankfiliale ausgewertet werden. Demnach ist zu erkennen, dass die Rentnerin am Geldausgabeautomaten ausgekundschaftet wurde und die Täterinnen anschließend zielgerichtet ihr späteres Opfer verfolgten. Zudem ist auffällig, dass die beiden Täterinnen gleich frisiert und gleich gekleidet waren, um dadurch eine eindeutige Identifizierung durch die Opfer zu erschweren. Zur Ablenkung der Geschädigten wurden vermeintliche Spendenlisten vorgehalten und Spenden verlangt.

Auch nach wie vor häufen sich die Meldungen von vermeintlichen Spendensammlern, die mit dieser Masche versuchen auf Tuchfüllung zu ihren Opfern, meist älteren Menschen, zu gehen. Das Ablenkungsmanöver wird dann genutzt, um an weiteres Bargeld zu gelangen. Die Polizei rät aus diesem Grund zur Vorsicht und bittet um Hinweise, wenn verdächtige Personen in dieser Form auftreten.
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1 Kommentar
Andreas Abendroth aus Saalfeld | 13.03.2015 | 14:10  
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