Toter bei Brand in Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber

Saalfeld/Saale: Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber |

Am Montag, dem 5. Oktober, kam es gegen 17 Uhr aus derzeit unbekannter Ursache zu einem Brand in einer Wohnung der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Hans-Gottwalt-Straße 2.

Bewohner im ersten Obergeschoss bemerkten als Erste den Rauch, der aus einem Zimmer einer Gemeinschaftswohnung drang und verständigten eine Sozialarbeiterin, welche darauf hin die Rettungsleitstelle alarmierte. In der Folge des Feuerwehreinsatzes wurde das Feuer schnell gelöscht. Die Kameraden der Feuerwehr entdeckten in dem betroffenen Zimmer eine leblose Person. Der hinzu gerufene Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Nach derzeitigen Erkenntnissen handelt es sich bei dem Verstorbenen vermutlich um einen 29-Jährigen aus Eritrea.

Eine Sektion am heutigen Dienstag soll Aufschluss zur Todesursache und der genauen Identifikation des Leichnams bringen. Die Kripo Saalfeld hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Zur Unterstützung der Brandortuntersuchung und Spurensicherung kam zudem die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Thüringen mit vor Ort zum Einsatz. Zudem waren die Rechtsmedizin und ein Brandmittelspürhund ebenfalls in die Ermittlungen mit eingebunden.

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen gibt es keine Hinweise auf ein Einwirken durch Dritte von außerhalb der Gemeinschaftsunterkunft auf die Wohnung, in der der Brand ausgebrochen war. Weitere Personen wurden durch das Feuer nicht verletzt. Die übrigen Bewohner konnten in ihre Wohnungen wieder zurück kehren. Die vom Brand betroffene Wohnung im ersten Obergeschoss ist derzeit nicht bewohnbar.

Ergänzung am 6. Oktober, 12.30 Uhr:

Bisheriger Ermittlungsstand zur Todesursache nach Brand in
Gemeinschaftsunterkunft

Saalfeld. Landkreis Saalfeld-Rudolstadt: Nach dem Brand gestern Abend
in einer Wohnung der Gemeinschaftsunterkunft in der Hans-Gottwald-Straße
in Saalfeld erfolgte heute die Sektion des Leichnams. Um die Identität
zweifelsfrei klären zu können, sind noch weitere rechtsmedizinische
Untersuchungen erforderlich. Dennoch wird derzeit davon ausgegangen,
dass es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um den 29-jährigen
Bewohner aus Eritrea handelt. Es gibt keine Spuren einer äußeren
Gewalteinwirkung am Leichnam. Demnach wird ein Fremdverschulden als
Todesursache ausgeschlossen. Der 29-Jährige verstarb nach bisherigen
Erkenntnissen an den Folgen einer Rauchgasvergiftung.
Die Ermittlungen der Kriminalisten am Brandort ergaben, dass das Zimmer,
in dem der Brand ausgebrochen war, zum Brandzeitpunkt verschlossen war.
Ein Eindringen von Unberechtigten in das Zimmer des 29-Jährigen wurde
ausgeschlossen. Die technische Untersuchung des Brandortes und der
Einsatz eines Fährtenhundes und die Obduktion des Leichnams zeigten den
Ermittlern an, dass der Brand durch eine bisher unbekannte brennbare
Flüssigkeit beschleunigt wurde. Die Polizei geht derzeit von einem Suizid
des 29-Jährigen Eritreer aus. Ein Straftatverdacht liegt nach jetzigen
Erkenntnissen nicht vor.
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