240. Geburtstag von Traugott Maximilian Eberwein, Komponist, Dirigent und Hofkapellmeister der Fürstlichen Schwarzburg-Rudolstädter Hofkapelle zwischen 1817 und 1831

Der Eberwein Gedenkstein im Rudolstädter Heinepark
Nachdem am Abend des 27. Oktober im Saal des Alten Rathauses in Rudolstadt die wunderbare Festveranstaltung anlässlich des 240. Geburtstages von Traugott Maximilian Eberwein, Komponist, Dirigent und von 1817 bis 1831 Direktor der Schwarzburg-Rudolstädter Hofkapelle durchgeführt wurde, trafen sich gestern in der Mittagsstunde Frank Haenel, ein leiblicher Nachkomme Eberweins, Inhaber des Rudolstädter Teeladen, Astrid von Killisch-Horn, von Rudolstadt blüht auf, Bernd-Rainer Martin, Logenmeister der Johannisloge "Günther zur Eintracht" Rudolstadt, Gunter Linke, D`r Altschtädter und mehrere andere Rudolstädter Bürgerinnen und Bürger, sowie die Lokalredakteurin der OTZ Heike Enzian im Rudolstädter Heinepark am Eberwein-Gedenkstein, um Blumen für den Jubilar niederzulegen.

Eberwein am 27. 10. 1775 in Weimar geboren, kam nach Lehraufenthalten in Frankfurt a Main, Mainz und Homburg 1797 nach Rudolstadt und bekam sofort eine Hofmusikerstelle als Violinist.
Nachdem er 1800 die Tochter eines italienischstämmigen Rudolstädter Kaufmanns ehelichte, trat er 1803 eine Studienreise nach Rom und Neapel, nahm Unterricht bei Fenaroli und schrieb seine ersten Streichquartette, die als Opus 1 gedruckt wurden.
1804 auf seiner Rückreise über Wien, lernte er Haydn, Beethoven und Salieri kennen, machte aber noch einen Abstecher nach Berlin, wo er mir den Herren der 2. Berliner Liederschule Zelter, Himmel und Dussek ein ganzes Jahr regen Austausch betrieb.
1806 ging er nach Rudolstadt zurück und übernahm schon ab 1809, obwohl noch Hofmusiker ab immer öfter Leitungsaufgaben.
1810 wurde er Kammermusiker und ab 1817 dann ganz offiziell Hofkapelldirektor.

Er setzte sich sehr für die Erneuerung und Erweiterung der Hofmusik ein, förderte und forderte seine Musiker und betrieb nachhaltige Nachwuchsförderung.
Er führte auch 1829 eine Witwen und Waisenkase für Angehörige von Musikern ein.
Dieses Engagement verdankte er seiner Mitgliedschaft bei der Rudolstädter Freimaurerloge "Günther zum stehenden Löwen", die es heute noch oder wieder nach dem Verbot Hitlers 1935 unter den Namen Johannisloge "Günther zur Eintracht" Rudolstadt gibt.

Insgesamt beläuft sich sein umfangreiches Werk auf fast 300 Stücke, sich in 6 Singspiele, 5 Opern, 3 Sinfonien, Konzerte für fast alle Orchesterinstrumente, geistliche und weltliche Chorwerke, Kantaten, Oratorien, mehrfach das Te Deum, 1 Messe, zahlreiche Liederzyklen, und Kammermusik aufteilten.

Er hatte engen Kontakt zu Beethoven, Haydn, Goethe, Schiller und Methfessel, dem Autor des "Allgemeinen Commers und Liederbuches" welches 1818 veröffentlicht wurde.

Hier ein paar Impressionen aus unseren wunderschön herbstlich aussehenden Heine-Park in Rudolstadt.
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 29.10.2015 | 18:08  
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Renate Jung aus Erfurt | 03.11.2015 | 21:56  
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