Beeindruckende Waffensammlung auf der Heidecksburg

Blick in das Magazin der "Schwarzburger Waffensammlung" auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt. Fotos: Andreas Abendroth
Rudolstadt: Heidecksburg | Patienten haben die „KUR“ überstanden

Konservierung und Restaurierung der Schwarzburger Waffensammlung beendet

Die „KUR“ ist beendet, Patient in bestem Zustand – so lässt sich der Abschluss des vierjährigen Projekts zur Konservierung und Restaurierung der Schwarzburger Waffensammlung beschreiben.

Rund 3 500 Objekte der kostbaren Sammlung sind in den vergangenen Jahren mit Mitteln der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder in einen ausstellungsfähigen Zustand versetzt worden. 100 000 Euro steuerte die Stiftung bei, je 25 000 Euro gaben Land und Landkreis dazu.

„Mit dem Abschluss des Projekts haben wir einen Meilenstein auf dem Weg zur Wiedereinrichtung des Schwarzburger Zeughauses erreicht“, sagte Landrätin Marion Philipp auf einer Pressekonferenz in der Porzellangalerie der Heidecksburg.

Eine Jury hatte Anfang 2008 dem Antrag des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg auf Fördermittel aus dem KUR-Programm stattgegeben.

„Wir sind als eins von 26 Projekten aus 121 Antragstellern ausgewählt worden, das war ein großer Glücksfall für uns“, erinnert sich Museumsdirektor Dr. Lutz Unbehaun.

In mühsamer Kleinarbeit wurden die Harnische, Helme und Degen von Restaurator Thomas Wurm aus Erfurt und dem Magazinmeister der Heidecksburg, Werner Kluh, so bearbeitet, dass sie für Besucher vorzeigbar sind.
Lediglich 100 besonders kostbare Objekte und Objektgruppen werden vollständig restauriert. Dafür werden noch Paten gesucht, die durch ihre Spende die aufwändige Wiederherstellung unterstützen.

„Wir haben bisher von privaten Spenden über 8 000 Euro erhalten, weitere Sponsoren haben ihre Unterstützung verbindlich zugesagt“, so Kustos Jens Henkel, der das Projekt federführend begleitet.

Hintergrund:

• KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut. Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder.

• Die Existenz einer Waffensammlung ist seit 1453 in Schwarzburg nachweisbar. Die Zeughausbestände aus Militärwaffen und fürstlichen Prunkwaffen entwickelten sich zu einer repräsentativen Schausammlung des Fürstenhauses von Schwarzburg-Rudolstadt, die seit 1895 von Zeughausverwaltern betreut und als Museum öffentlich zugängig gemacht wurde.

• Die russischen Besatzungstruppen hatten nach 1945 die Sammlung beschlagnahmt und für einen Transport in die Sowjetunion vorgesehen. Durch glückliche Umstände kam dieser Abtransport jedoch nie zustande, 1949 fanden sich die Waffen auf dem Güterbahnhof Rudolstadt, wurden auf die Heidecksburg zurückgebracht.

• Im Magazin der Heidecksburg befinden sich noch etwa 3 500 Stücke. 300 werden in einer ständigen Ausstellung gezeigt.

Quelle: FD Medien und Kultur/Peter Lahann
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