Das etwas andere Spielzeugmuseum - Eine Reise in meine Kinderspielwelt

Dietmar Kersten kümmert sich mit weiteren Vereinsmitgliedern um die Ausstellung im Spielzeugmuseum in Ilmenau. Foto: Andreas Abendroth
Ilmenau: Spielzeugmuseum | Spielzeuge und Raritäten

Ein Abstecher in das DDR Spielzeugmuseum Ilmenau / Ausstellung wird derzeit erweitert

Von Andreas Abendroth

„In unserem DDR-Spielzeugmuseum wird nichts glorifiziert. Die Ausstellung ist ohne jeglichen politischen Hintergrund. Wir laden zu einer Zeitreise durch Kindheitserinnerungen ein, wollenden Besuchern zeigen, die DDR Spielzeugwelt war voller Vielfalt und bunt – auch wenn es nicht überall immer alles zu kaufen gab“, erzählt mir Dietmar Kersten vom Verein zur Rettung und Förderung des DDR-Spielzeugmuseums e. V.

Gemeinsam mit zehn Vereins-Mitstreitern kümmert er sich um die Sammlung von Manfred Link, die den Grundstock für das Museum bildet. Derzeit sind auf einer Fläche von 650 Quadratmetern 8000 Ausstellungsstücke zu sehen. Bis zum Museumsfest, welches am 16. August gefeiert wird, soll die Exposition um einen Raum und um 1500 Exponate aus dem Bereich Holzpielzeug erweitert werden.

„Bei so vielen und oftmals filigranen Ausstellungsstücken sind wir ständig am Putzen, an der Instandsetzung und Aufbereitung. Außerdem möchten wir unseren Besuchern einige Exponate in Funktion zeigen. Da ist Ideenreichtum und Bastlergeschick gefragt“, so der Museumschef.

Danach tauche ich ein in die Spielzeugwelt. Ganz am Anfang stehen Modelleisenbahnen. Besonders die in Stadtilm gefertigten Anlagen ziehen mich in den Bann. Immer wieder entdecke ich Dinge, die es auch im meinem Kinderzimmer gab. Gesellschaftsspiele, eine Kinder-Post mit Briefmarken und Stempeln, Metallbaukasten und einen per Kabelfernsteuerung lenkbaren Wartburg der Volkspolizei. Sehr Auffällig, viele Spielsachen waren zur Förderung der Kreativität gedacht.

Während ich von Vitrine zu Vitrine schlendere, höre ich von anderen Besuchern: „Schau mal das hatten wir auch!“. So auch von einem Mann im frühen Seniorenalter neben mir. Er kommt aus Paderborn und hat LKWs und Baufahrzeuge entdeckt. „Genau die gleichen Fahrzeuge mit der Aufschrift „Trans international“ hatte ich auch als Kind.“ Wie sich dann herausstellte, lieferte die DDR Spielzeug, natürlich in weit interessanter gestalteter Verpackung, in deutschen Nachbarstaat.

Mein Fazit über das DDR-Spielzeugmuseum: Es ist einen Besuch wert. Man kann in nachdenklicher Nostalgie schwelgen. Und, mit Spielzeug wurden schon immer Grenzen – in den Köpfen der Menschen und errichtete Bauwerke – überwunden.
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Antje Hellmann aus Jena | 17.06.2014 | 08:34  
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