Das Geheimnis der alten Mühle: Susanne Hoffmeister hat ihr erstes Buch veröffentlicht - Authentische Bezüge zur Mühle Teichröda

Im Erdggeschoss der ehemaligen Mühle in Teichröda sind alte Arbeitsgeräte ausgestellt. Einige davon finden sich in Susanne Hoffmeisters Geschichte "Das Geheimnis der alten Mühle" wieder.
Mühlen sind besondere und geheimnisvolle Orte, wo Geschichte und Geschichten einander begegnen. So gibt es in Teichröda nicht nur die alte Mühle aus dem Jahr 1486, sondern auch den dazugehörigen Mühlengeist. Dafür hat Susanne Hoffmeister gesorgt. In ihrem ersten Kinderbuch „Das Geheimnis der alten Mühle“ erwacht genau hier Polderich, der Mühlengeist, zum Leben.

Das geschichtsträchtige Anwesen, am Ortsausgang Richtung Erfurt, ist Susanne Hoffmeister schon lange vertraut. Bis in die 90er Jahre haben die Hoffmeisters - ihre Schwiegereltern - hier Getreide und Schrot gemahlen und sie ging jahrzehntelang ein und aus. In so mancher Nacht waren allerdings schon geheimnisvolle Geräusche zu hören oder eine Tür öffnete sich wie scheinbar von selbst. „Einen Geist habe ich natürlich nie gesehen“, sagt Susanne Hoffmeister schmunzelnd. „Befindet man sich aber in diesem alten Gebäude, so fragt man sich, was diese Mauern schon alles gesehen und erlebt haben?“

Vor zweieinhalb Jahren zog die ehemalige Lehrerin gemeinsam mit ihrem Mann hier ein. In ihrer gemütlichen Wohnung ist stets ein leises „tsch-tsch“ zu hören. Der von der Remdaer Rinne abgezweigte Mühlbach fließt offen durch das Haus und treibt ein Wasserrad zur Stromgewinnung an. „Mein Mühlenenkelchen wohnt auch mit seinen Eltern hier, ich betreue Anton oft. Und so kam ich auf die Idee, für ihn ein Kinderbuch über unsere alte Mühle zu schreiben.“

Im Staatsarchiv in der Heidecksburg versuchte Hoffmeister, weitere geschichtliche Fakten zur Mühle zu erfahren. „Leider konnte ich viele Dokumente nicht lesen, da ich der altdeutschen Schrift nicht mächtig bin. So ließ ich bei meiner Geschichte eben der Fantasie freien Lauf.“ Tim ist ein kleiner Junge, der in unserer heutigen Zeit lebt. Er zieht mit seinen Eltern in die Mühle am Rande des Dorfes und liebt diesen geheimnisvollen Ort, mit Spinnweben in den Fenstern, knorrigen Holzbalken und wispernden Mäusen in den Ecken. Durch seinen Mut findet Tim hier einen ganz ungewöhnlichen Freund: „Die Nacht war kurz, denn erneut weckte mich ein lautes Poltern. Diesmal öffnete ich die Tür zur Mühle nur zwei Finger breit und schaute durch den Schlitz...“ Da tanzen schon einmal alte Mehlsäcke oder das Wasserrad dreht sich von selbst. „Es ist eine sehr spannende Geschichte. Viele authentische Dinge, die auch heute noch in der Mühle vorhanden sind, habe ich mit verarbeitet, wie die Sackwaage, den Walzenstuhl, den Schrotgang, das Wasserrad oder den Mühlsteinkran. Auf den Bildern sind auch Heidi, unsere kleine struppige Katze oder die zwei Enten auf dem Teich zu erkennen.“

Claudia Göckeritz aus Gera hat die Illustrationen gezeichnet, die nicht nur für Kinder ein Hingucker sind. Viele Monate Arbeit stecken in diesem lokalen Kinderbuch, das jetzt im erschienen ist. Susanne Hoffmeister entschied sich, es in einer Auflage von 500 Exemplaren drucken zu lassen. In Lesungen in Rudolstadt und Teichröda wird sie garantiert das Geheimnis der alten Mühle lösen.

Buchlesungen:
„Das Geheimnis der alten Mühle“, Susanne Hoffmeister, 32 Seiten, Quartus Verlag
2. Dezember, 16 Uhr, Stadtbibliothek Rudolstadt
5. Dezember, 12. Dezember, 19. Dezember, jeweils 19.30 Uhr, Obermühle Teichröda, Anmeldungen aus Platzgründen erforderlich, 036743/22253 oder hoffmeister.s@gmx.net
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 25.11.2014 | 17:50  
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Renate Jung aus Erfurt | 26.11.2014 | 19:45  
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