Das Mini-Mathematikum - Eine neue Tür zur Mathematik

Die Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule Schwarza freunen sich über den spielerischen Mathemaikunterricht. Fotos: Andreas Abendroth
Rudolstadt: AWO Jugend- und Familienhaus | Eine neue Tür zur Mathematik

Denken kann Kindern auch auf spielerische Weise Spaß bereiten

SCHWARZA. Die Kinderaugen werden immer größer. „Eine so große Seifenblase habe ich noch nie gesehen“, sagt völlig überwältigt Paulina.
„Und man kann sich sogar mitten rein stellen, sie um sich ziehen“, fügt Jessica an. Gemeinsam mit ihren Mitschülern, der Klasse 3b der Grundschule Schwarza, befinden sie sich im Mini-Mathematikum.

„Diese Mit-Mach-Ausstellung ist eine Bereicherung für kleine Mathe-Entdecker.“, Thea Kneisel, Leiterin des AWO Jugend- und Familienhauses

Hinter dieser Mitmachausstellung steckt natürlich auch ein praktischer Zweck. Begeisterung für die Wissenschaft der Mathematik zu wecken. Keine Textaufgaben, keine Rechenaufgaben, keine Formeln. Verschiedenste Seifenblasen, Kugelbahnen, Knobelspiele, ein großer Zauberkreis laden zum praktischen Mitmachen ein.
„Selber machen und selber denken“, laute das Erfolgsgeheimnis, verrät der Initiator des Mathematikums, Prof. Albrecht Beutelspacher. „Die Experimente des Mini-Mathematikums folgen dem Konzept des „Großen“ Mathematikums bei uns in Gießen. Sie sind in Inhalt und Größe auf die jüngere Altersgruppe abgestimmt. In vielfältiger Weise wollen wir die Grundthemen der Mathematik „Zahlen“, „Formen“ und „Muster“ für Kinder erfahrbar machen“, wird ergänzt.

Die Idee, Mathematik erlebbar, anfassbar zu machen ist nicht neu. Sie geht auf den Pädagogen Pestalozzi zurück. Mit Kopf, Herz und Hand lehrte er vor Jahrzehnten. Hier wird dieses Konzept nur in einer umgekehrten Reihenfolge umgesetzt. „Wir bezeichnen es, angepasst an die heutige Zeit, als ‚hands on - minds on - hearts on’“, so der Professor. Im Vordergrund stehen die Exponate, wie beispielsweise zwei Kugeln. Mit ihnen kann man gut spielen. Sie rollen schnell die schräge Bahn hinunter. Danach kommt die Frage: Warum ist die eine Kugel schneller als die andere? Und zu guter Letzt ergibt die Kombination aus spielerischem Erkunden und gedanklichem Problemlösen das Ergebnis.

INFORMATION:

Die Wanderausstellung „Mathematik zum Anfassen“ macht derzeit mit Unterstützung der hiesigen Sparkasse Station im AWO Jugend- und Familienhaus. Infos unter Tel.: 03672/ 31 46 41.
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