Der Weg nach Afrika: Dem Wirken von Albert Schweitzer ist ein Musical gewidmet - Jonathan Mettke spielt die Hauptrolle

Gemeinsame Donnerstagsprobe im Ilmenauer Kinder- und Jugendhaus.
 
Jonathan Mettke macht des Freude, auf einer Bühne zu singen. In diesem Jahr wird er als Albert Schweitzer zu erleben sein.
Ilmenau: Kinder- und Jugendkantorei |

Albert Schweitzer zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Er war Theologe, Philosoph, Urwaldarzt und Nobelpreisträger - ein Mensch, der gegen den Strom lebte und handelte. Seine spannende Lebensgeschichte erzählt das Musical „Ehrfurcht vor dem Leben - ein Requiem für Albert Schweitzer“ von Peter Janssens (Musik) und Stephan Kiepe-Fahrenholz (Text). Es wird im April von 80 Kindern und Jugendlichen der Ökumenischen Kinder- und Jugendkantorei Ilmenau, unter der Leitung von Steffen Rieche, auf die Bühne gebracht. Der 15-jährige Jonathan Mettke spielt dabei die Hauptrolle, die Figur des erwachsenen Albert Schweitzer. Im Gespräch mit AA-Redakteurin Ines Heyer spricht der musisch begabte Schüler über das Stück, seine musikalische Ausbildung und die Ideale von Albert Schweitzer.

Welche Lebensabschnitte von Albert Schweitzer spielst Du?
In der Kindheit habe ich noch Pause. Ich stelle dann auf unterschiedlichen Wegmarken Schweitzer von 1896 bis 1954 dar, sozusagen von seinem Weg in den Beruf, seiner Berufung nach Lambarene folgend bis kurz vor seinem Tod.

Wie viele Lieder singst Du?
Insgesamt habe ich neun Sololieder, mit durchaus sehr anspruchsvollen Texten. Und wenn ich nicht auf der Bühne agiere, singe ich im Chor mit.

Hast du eine Lieblingsszene?
Ja, es ist eine sehr spannungsgeladene Szene gegen Ende des Musicals. Als Albert Schweitzer bereits ein alter Mann ist, gibt er im Rundfunk ein Interview. Das verläuft nicht wie geplant, sondern Schweitzer legt sich mit dem Moderator an und bezieht eindeutig Stellung gegen die Atombombe. In meiner letzten Liedzeile heißt es: „Jetzt geht es um das Schicksal aller Menschen. Da gibt's kein wenn, kein aber, kein vielleicht. Es gibt nur einen Weg: Weg mit der Bombe“.

Hast du eine musikalische Ausbildung?
Seit mehr als sieben Jahren lerne ich Klavier, zusätzlich nehme ich seit September 2013 noch Gesangsunterricht an der Musikschule Ilmenau.


Wie oft übst Du?
Im vergangenen Sommer haben wir in der Singwoche auf der Wasserburg Heldrungen mit der Arbeit an diesem Musical begonnen. Seit September probe ich regelmäßig einmal in der Woche im Kinder- und Jugendhaus, um die Lieder weiter zu perfektionieren. Jetzt beginnt für mich langsam die heiße Phase, denn ich muss alle Texte komplett auswendig können. Da muss ich mich auch Zuhause hinsetzen und lernen. In einem Lied halte ich sogar eine ganze Rede, die Festrede zum Goethejahr 1932.


Was fasziniert Dich an der Figur des Albert Schweitzer?
Ich finde ihn sehr mutig. Er hat etwas getan, was sich bis dahin keiner getraut hat. Er ist in ein afrikanisches Land gegangen, geprägt von Elend und Krankheit, um den Menschen vor Ort zu helfen. In Lambarene hat er ein Spital gegründet.

Schweitzers Weltanschauung war geprägt von der Ehrfurcht vor dem Leben. Was verbindest Du damit?
Ich denke, das ist eine ganz wichtige Lebenseinstellung, die ich auch vertrete. Mir macht es zum Beispiel große Freude, mit Behinderten zusammenzuarbeiten. Sie leisten in unserem Stück auch Großartiges.

Termine:
- Sonntag, 6. April, 17 Uhr, St. Jakobuskirche Ilmenau - Benefizkonzert für die Augenklinik in Cuzco/Peru
- Montag, 7. April, 10 Uhr, , St. Jakobuskirche Ilmenau, Aufführung für Schulklassen ab Klasse 5, Restplätze vorhanden

Kinder- und Jugendhaus Ilmenau
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 26.03.2014 | 19:55  
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Renate Jung aus Erfurt | 28.03.2014 | 10:40  
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