Die Heidecksburger Spötter bieten mit ihrem ersten eigenen Programm Weiterbildung für Mann und Frau

Loreen Heinrich hat ihre zwei "Männer" auf der Kabarettbühne fest im Griff: Holger Domhardt (links) ist zuständig für Wortgefechte und Michael Grübler für die richtigen Töne.
 
Holger Domhardt - geduldiger Ehemann: "Meine Herren, sie werden erkennen, wie eingeschränkt eine Frau in ihrem Fühlen und Denken ist - eben weil sie eine Frau ist."
Was ist täglich die größte Herausforderung? Die konfliktfreie Kommunikation zwischen Männern und Frauen. Denn was Frau oder Mann sagt, heißt nicht, dass sie es auch so meinen. Gerade in Alltagssituationen müssen viele Paare erkennen, dass sie zwar dieselbe Sprache sprechen, aber einander trotzdem nicht verstehen. „Es ist eben alles nur eine Frage der Interpretation“, sagt Amateurkabarettist Holger Domhardt, der im wahren Leben als Berufsschullehrer tätig ist. Mit Loreen Heinrich und Michael Grübler steht er seit 2009 in seiner Freizeit auf der Kabarettbühne im Städtedreieck Saalfeld-Rudolstadt-Bad Blankenburg. Das Trio nennt sich passend die Heidecksburger Spötter.

„Der klischeebehaftete Konflikt zwischen Männern und Frauen ist immer aktuell. Das brachte uns auf die Idee, unser erstes eigenes Programm zu schreiben, nachdem wir bisher nur andere Kabarettisten nachgespielt hatten.“ Fünfzehn Monate hat die Schaffensperiode gedauert. Das Trio ist dabei der Verständigung zwischen den Geschlechtern, auch anhand eigener wissenschaftlicher Untersuchungen, humorvoll auf den Grund gegangen. Zusammen kommen Holger Domhardt und Michael Grübler immerhin auf 61 Ehejahre – natürlich hat jeder eine eigene Ehefrau. Das ist eine große Fundgrube für passendes Material.

Loreen Heinrich ist dem Bund der Ehe noch nicht eingegangen. Trotzdem hat sie viel Freude dabei, auf der Bühne die gestresste Ehefrau zu spielen, während Holger Domhardt den geduldigen Ehemann verkörpert. Heiter-satirisch versuchen sie in Liedern und Spielszenen zu klären: Warum es für den Mann unmöglich ist, eine Frau zu verstehen. Warum Frauen immer das letzte Wort haben müssen. Warum ein Mann einen Kumpel braucht. Oder warum Frauen die Männer anziehen müssen. „Im zweiten Programmteil geht es grundsätzlich um den Kuss als kommunikatives Mittel. Wir geben spannende Anregungen, die dann Zuhause geübt werden können.“, erklärt Loreen Heinrich.

Als Kabarettisten möchten die drei auf der Bühne nicht blödeln, sondern mit ihrem Programm zum Nachdenken anregen. Für Singles, Paare, Ehemuffel oder alle, die gerade in einer Beziehungskrise stecken ist es durchaus als Weiterbildungsveranstaltung gedacht.

Seit Oktober laufen die Proben auf Hochtouren. Die drei treffen sich ein bis zweimal wöchentlich im Stadthaus Rudolstadt. „Wir machen, was Holger sagt. Er leitet unser Amateurkabarett und ist für die Regie verantwortlich, aber manchmal leidet er auch ganz schön mit uns“, erklärt Loreen Heinrich schmunzelnd. Als einzige Frau weiß sie sich zwischen den zwei Männern gut zu behaupten. Michael Grübler ist Berufsmusiker und Pianist und hat acht neue Lieder für das Programm komponiert. Sein klarer Favorit: „Ich will keine Frau sein, wie sähe ich dann aus…“.

In das Programm „Frauen sind… Männer auch“ haben die drei Amateurkabarettisten sehr viel Arbeit investiert. Deshalb möchten sie es nicht nur bei öffentlichen Aufführungen zeigen, sondern es kann auch in gekürzter Form bei Firmen- oder Privatveranstaltungen aufgeführt werden. Kontakt: Loreen Heinrich, 0152/31851347

Termine: „Frauen sind… Männer auch“ mit den Heidecksburger Spöttern, 24. Januar, 19.30 Uhr, Schillerhaus, Rudolstadt; 14. März, 19.30 Uhr, Hotel Jägehhof, Dörnfeld
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