In Saalfeld tanzen die Puppen. Der gute, alte Kasperle ist wieder da

Saalfeld/Saale: Stadtgeschichtsmuseum | Kasperle ist wieder da

In Saalfeld tanzen bald wieder die Puppen / Historische Marionetten wurden auf einer Auktion ersteigert

Von Horst Weidler

SAALFELD. Seit dem Jahre 2009 sind die Puppen der ehemaligen Saalfelder „Roland – Bühne“ wieder in ihrer Heimat angekommen. Die 40 historischen Marionetten wurden auf einer Auktion in Königswinter bei Bonn zusammen mit zahlreichen Bilddokumenten und anderen Schriftstücken ersteigert.
4000 Euro sollten sie mindestens bringen, für 16000 Euro konnte das gesamte
Paket erworben werden, Dank einer großzügigen Spende des Rotary – Clubs.

1923 bis 1933 wurden die Marionetten durch das Ehepaar Helebrandt gefertigt und gespielt. Später erwarb der Saalfelder Roland Freyer, ein ausgebildeter Marionettenspieler, das gesamte Inventar und spielte im „Bürgerbräu“ und „Meininger Hof“.
Nach Kriegsende wurden alle Gegenstände in neue Hände gegeben, verschwanden ins Rheinland. Nunmehr, nach 60 Jahren sind die Puppen der „Roland Bühne“ wieder in ihrer Heimat gelandet. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten folgten, verschlangen Zeit und Geld.
Nun haben sich beherzte Saalfelder der Puppen angenommen.
Am 3. Dezember werden in einer Sonderausstellung zahlreiche Puppen und Materialien präsentiert.
Acht Spieler und zahlreiche Helfer, auch Musiker, unter der Leitung des Regisseurs Martin Morgner aus Jena proben zur Zeit das Stück „Kasper
in der Hölle“.
Unzählige Probennachmittage sind nötig, um in Perfektion die Puppen wieder in
Saalfeld tanzen zu lassen. Die erste Aufführung von wird am 17. Dezember im Stadtmuseum sein.
„Dieses anspruchsvolle und umfassende Projekt kam nur dank der Uterstützung vom Land mit Fördermitteln zustande. Für die Zukunft wird sich zeigen, ob die Puppenbühne auch weiterhin Bestand hat und das kulturelle
Leben Saalfelds bereichern kann“, so die Mitarbeiterin des Stadtmuseums, Claudia Streitberger.
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