Johannespassion von J. S. Bach am Karfreitag in der Johanneskirche

Wann? 06.04.2012 17:00 Uhr

Wo? Johanneskirche, Kirchplatz, 07318 Saalfeld/Saale DE
Saalfeld/Saale: Johanneskirche | Am Karfreitag, dem 6. April um 17.00 Uhr erklingt in der Saalfelder Johanneskirche die „Johannespassion“ (BWV 245) von Johann Sebastian Bach. Unter der Leitung des amtierenden Saalfelder Kantors Andreas Marquardt singen Amrei Beuerle (Sopran), Klaus Haffke (Altus), Johannes Klüser (Tenor), Daniel Blumenschein (Bass/Arien), Michael Brieske (Bass/Worte Jesu) sowie die Thüringer Sängerknaben und der Mädelchor Saalfeld. Als Orchester konnte Concerto Brandenburg gewonnen werden. Diese Musiker spielen auf Instrumenten, die denjenigen der Barockzeit nachempfunden sind und sich für die Musik Bachs ungleich besser eignen als Instrumente moderner Bauart und Stimmung.

Eingedenk der Schwierigkeit der „Johannespassion“ und ihrer zweistündigen Aufführungsdauer bedeutet die Erarbeitung der anspruchsvollen Chorpartie mit Kindern eine besondere Herausforderung. Dass dies möglich ist, beweisen verschiedene Aufführungen mit den Saalfelder Jugendchören in der Vergangenheit. Musikalische Intelligenz, musikalisches Gespür und Persönlichkeit eines jungen Menschen erfahren dabei einen immensen Aufschwung. Jeder Mitwirkende trägt die ergreifende Emotionalität dieser Bachschen Musik ein Leben lang mit sich! Ein halbes Jahr Chorprobenarbeit mit vielen Chorwochenenden findet hier seinen Höhepunkt.

Bachs eigene Aufführungen – die erste nachweisliche fand am Karfreitag 1724 in Leipzig statt – wurden ebenso von Kindern bestritten, von seinen Thomanern. Heute wäre die „Johannespassion“ innerhalb eines Gottesdienstes mit einstündiger Predigt nicht denkbar, zur damaligen Zeit unbedingt: Normale Gottesdienste dauerten vier Stunden!

Der Text des Werkes, bestehend aus Evangelienbericht, Liedstrophen und freier Dichtung, zeugt von einem ungewöhnlich tiefen Verständnis für das Gedankengut des vierten Evangelisten.

Die Orchesterbesetzung bezieht neben den Streichern, den Holzbläsern (das Blech bleibt in der Passionszeit außen vor) und der Bassgruppe ein Kontrafagott ein. Durch dieses wird der „Orchestersound“ der „Johannespassion“ unverwechselbar. Im Zentrum des Werkes, gewissermaßen als Gegenpol zu den gewaltigen Chören, die die hysterische Menschenmasse darstellen, aber auch zu den betrachtenden Arien und dem rezitativischen Bericht steht ein schlichter Choral: „Durch dein Gefängnis, Gottes Sohn, muss uns die Freiheit kommen“.

Eintrittskarten zum Preis von 22/17/8,50 € sind erhältlich im Kirchbüro am Kirchplatz, in der Saalfeld-Information, im Blumenfachgeschäft „Florales“ in der Brudergasse, bei Elektro-Bohr in der Fußgängerzone und an der Abendkasse.
Die Bankreihen sind nummeriert. Es wird im Altarraum musiziert.
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