"Kriegskinder: Lebenswege bis heute" - Sehenswertes Schaufenster der Stadt- und Kreisbibliothek Saalfeld in der Brudergasse

Schaufenster der Saalfelder Bibliothek in der Brudergasse (Foto: Ronny Jahn 2012)
Saalfeld/Saale: Bibliothek | „Kriegskinder: Lebenswege bis heute“ – Sehenswertes Schaufenster der Stadt- und Kreisbibliothek Saalfeld in der Brudergasse

Die äußere Wahrnehmung der Saalfelder Bibliothek im Stadtbild erfolgt auf den ersten Blick durch die auffällige farbige Fassadengestaltung. Erst auf den zweiten Blick fällt das Schaufenster in der Brudergasse auf.
„Kriegskinder“, so die Überschrift, will Vorbeieilende zum Innehalten anregen.

Kriegskinder – wer denkt da nicht zuerst an die Flüchtlingskinder, die auch in Saalfeld mit ihren Familien Asyl gefunden haben. Oder an die Berichte von Kindersoldaten auf anderen Kontinenten. Zum Glück, denkt man, erleben wir so etwas nicht. Wirklich? Wenn die Groß- oder Urgroßeltern gefragt werden, wie sie ihre Kindheit in Saalfeld erlebt haben, merkt man, dass sich Geschichte wiederholen kann. Vieles an Ängsten, Not und Leid erleben Kriegskinder heute auch. Wie erschreckend aktuell Vergangenheit sein kann!

Das Schaufenster will zur Wahrnehmung dessen beitragen, was einen Teil der Saalfelder Bevölkerung derzeit bewegt: Man muss den Mut haben, über die Vergangenheit zu reflektieren. Nur so kann die Gegenwart mit all ihren politischen Widersprüchen verstanden und gestaltet werden.

Initiiert vom Berliner Anne-Frank-Zentrum e. V. beteiligen sich an diesem Projekt eine Vielzahl von Gruppen, Institutionen und kommunalen Einrichtungen.
Bis Mitte 2013 sind vielfältige Veranstaltungen geplant, um in Ausstellungen, Gesprächen und vielen anderen Foren zu informieren, zu erinnern und aufzuarbeiten.

Von der Saalfelder Bibliothek wurden bereits einige Initiativen umgesetzt: Buchausstellungen in den Bibliotheksräumen, Erstellung einer Auswahlbibliographie mit über 130 Titeln für Schüler und Projektmitarbeiter sowie Schaufenstergestaltungen in der Haupt- und Zweigstelle.

Weitere Aktionen sind geplant – aber auf ein Angebot soll besonders hingewiesen werden:
Wer geeignete Räume zur Präsentation seiner Arbeit sucht, ist in der Bibliothek Saalfeld besonders gut aufgehoben. Denn nicht nur das Ambiente bietet sich an, sondern auch die Tatsache, dass diese Kultureinrichtung von vielen Besuchern aller Altersstufen aufgesucht wird, Menschen, die auf diese Weise mit der Thematik in Berührung kommen können und zum Nachdenken angeregt werden.

Ansprechpartner hierfür sind die Projektmitarbeiterin Frau Stopp (Telefon: 03671-641174) und die Leiterin der SKB Frau Wersch (Telefon: 03671-598 451 oder per Mail: bibliothek@stadt-saalfeld.de).

Mehr Informationen über die Bibliothek und ihre Angebote können der Homepage www.bibliothek-saalfeld.de entnommen werden.

Cornelia Hockarth
Stadt- und Kreisbibliothek Saalfeld
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