Kulturfestival Paulinzella als Musterbeispiel im ländlichen Raum

Der gelbe, amerikanische Schulbus bringt in diesem Jahr die Gäste zum Kulturfestival. Foto: Andreas Abendroth
Paulinzella: Klosterruine |

Musik, Theater, Kabarett


Von Andreas Abendroth

„Mit dem Kulturfestival waren zum Start vor zehn Jahren viele Hoffnungen und Erwartungen verbunden. Man musste Geduld mitbringen, die sich letztendlich ausgezahlt hat“, betont Volker Stein, Bürgermeister von Königsee-Rottenbach.

Mit der diesjährigen 11. Auflage des Kulturfestival Klosterruine Paulinzella möchte man wiederum unter Beweis stellen, dass Kleinkunst im ländlichen Raum – in einem Ort mit 100 Einwohnern – möglich ist. „Und, dass man Menschen anlockt, welche nicht aus der näheren Umgebung kommen“, ergänzt Kulturfestivalinitiator Jürgen Schneider.

Auch in diesem Jahr fließen keinerlei öffentliche und kommunale Mittel in die dreitägige Veranstaltung ein. „Alles ist nur durch das Engagement von Sponsoren und Unterstützern möglich“, so Schneider.

Das Konzept hat sich über die Jahre bewährt, man bleibt ihm auch 2015 treu. Dem Publikum wird werden drei künstlerische Sparten erlebbar gemacht: Musik, Theater, Kabarett. Nur eine kleine organisatorische Änderung wird es geben. Die Sitzplätze erhalten eine durchgängige Nummerierung. „Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass wir mit dieser Open Air Veranstaltung ein solch gemischtes Publikum ansprechen. Noch mehr darüber, dass die Menschen auch bei Dauerregen in die Klosterruine kommen“, betont Festivalchef Schneider.

Den musikalischen Auftakt werden in diesem Jahr Constanze Friend und Thomas Fellow bestreiten. Gemeinsam sind die Sängerin und der Gitarrist unter „Friend ´n Fellow“ bekannt. Ihr neues Programm trägt den Namen „About April“.

Sehr neugierig macht das Samstagabend-Programm „Ich öffne die Tür weit am Abend“. Hier haben sich drei Virtuosen auf ihrem jeweiligen Instrument zu einem Trio zusammengeschlossen. Gerhard Schöne: der wohl erfolgreichste Liedermacher der DDR, Ralf Benschu: ehemaliger Saxophonist der im Bluesrock verwurzelten Band „Keimzeit“ und Jens Goldhardt: Kirchenmusikdirektor und Kantor an der Margarethen-Kirche in Gotha. Gemeinsam wollen sie dem Publikum beweisen, das gut arrangierte und gespielte geistliche und weltliche Musik harmonisierend zusammenpassen.

Beim sonntäglichen Kinderprogramm stehen „Petterson & Findus“ auf der Bühne. „Dieses Mal haben wir keine Handpuppen oder Marionetten Im Programm. Virginia und Stefan Maatz werden mit Großpuppen die beliebten Figuren zum Leben erwecken“, erläutert Jürgen Schneider.

Zum Abschluss der Kulturfestivals werden die Lachmuskeln gefordert sein. Ein Garant dafür sind die Akteure des Kabaretts „Herkuleskeule“ und ihr Programm „Heileits“.

Informationen:

» 11. Kulturfestival Klosterruine Paulinzella
» 14. bis 16. August 2015
» www.kulturfestival-paulinzella.de
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