Mit Herz und Seele - Plauderstunde mit dem deutsch-italienischen Tenor Björn Casapietra

Björn Casapietra möchte sich mit seinen Liedern in die Herzen der Zuhörer singen, deren Seelen berühren. Foto: privat
Mit Herz und Seele – Eine Atmosphäre wie in der Arena von Verona

AA-Plauderstunde mit dem deutsch-italienischen Tenor Björn Casapietra / Konzert am 15. September in Saalfeld-Graba

Von Andreas Abendroth

GRABA. Was gehört zu einem lockeren Interviewtermin, natürlich ein Pott Kaffee. Und diesen schlürft der Tenor Björn Casapietra auch, während wir über Musik, Familie, Inspirationen und das Konzertpublikum plaudern.

Herr Casapietra. Sie sind in einer von Musik geprägten Umgebung aufgewachsen. Muss man dann zwangsweise auch in diese Berufsrichtung einschlagen?

Nein. Aber bei mir gab es keine andere Chance. Mit einer Opernsängerin als Mutter und einem Dirigenten als Vater wurde mein gesamtes Leben von Musik geprägt. Sprichwörtlich von der Muttermilch aus… Aus heutiger Sicht ist es eine richtige und gute Entscheidung gewesen.

Ihr bisheriger Lebensweg ist sehr facettenreich. Und zu guter Letzt wurde es doch der Gesang?

Als junger Mensch brauchte ich Geld. Deshalb zunächst mehrere Berufsrichtungen. Am Ende stand dann doch der künstlerische Bereich ganz oben. Dabei war die Schauspielerei ein sehr wichtiger Part in meinem Leben. Doch wenn man vor der Kamera steht, bekommt man keinen Applaus für ein gut gesungenes Lied. Wenn man damit die Menschen berührt hat. Man hört nur die Anweisung des Regisseurs: „Die nächste Szene“.
Doch die Tür zu diesem Bereich ist nicht verschlossen. Ab und zu wird man mich auch wieder vor der Kamera erleben.

Wie bleibt ein erfolgreicher Künstler auch gleichzeitig weiterhin Mensch?

Es gibt keinen Grund abzuheben. Ich will so wie ich bin, authentisch, auf der Bühne stehen. Ich bin keine Kunstfigur, möchte die Menschen mit meinen Liedern erreichen und begeistern

Gelten diese Beweggründe auch für ein funktionierendes Familienleben?

Natürlich. Sonst wäre ich ein schlechtes Beispiel für meine vierjährige Tochter. Außerdem wäre mein Leben als erfolgreicher Sänger völlig wertlos, wenn ich nicht ein guter Vater wäre. Meinen Erfolg kann ich nicht auf dem Rücken der Familie austragen. Jeden Tag, an dem ich nicht mein Kind, meine Frau sehe, ist ein verlorener Tag. Es gibt so eine kleine Formel: Bin ich ein guter Vater, bin ich auch ein guter Sänger.

Ihr Repertoire ist sehr breit gefächert. Welches Genre liegt Ihnen am meisten?

Es muss breit sein. Sonst wird es mit der Zeit auch für das Publikum langweilig. Es gibt drei Stränge: Die schönsten Lieder der bisherigen Alben, die Lieder der Sehnsucht – mit denen ich derzeit auf Tournee bin - und die berühmten Arien, welche man als Tenor einfach können muss.

Machen Sie Unterschiede zwischen einem „Classic Open Air“ auf dem Berliner Gendarmenmarkt und einem Konzert in einer provinzialen Kirche?

Ich singe für mein Publikum. Nicht nur fürs Ohr, sondern die Lieder sollen das Herz berühren und tief in die Seele eindringen. In Graba werde ich romantische Liebeslieder aus aller Welt präsentieren. Es ist ein Sommerkonzert. Die Gäste können ruhig eine Flasche Wein und zwei Gläser mitbringen. Die Stimmung soll wie in der Arena von Verona sein. Außerdem sollen sie gut eingesungen kommen. Ich brauche an diesem Abend auch einen Chor.
Für mich ist es ein gutes Konzert, wenn die Gäste applaudieren und am Ende NICHT sagen: „Der Casapietra hat wieder einen Konzerttermin abgehackt.“


INFORMATIONEN:>/i>
Björn Casapietra gastiert mit seinem Programm: „Summer Love Songs – Lieder der Sehnsucht“ am 15. September 2013, 17.00 Uhr, in der Gertrudiskirche in Saalfeld-Graba.
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