Schloss Heidecksburg: Ein Museumsführer von Kindern für Kinder

Florentine (re) hat eifrig an der Gestaltung des Kindermuseumsführers mitgearbeitet. Gemeinsam mit Freundin Stine präsentiert sie ihre Seite in der Broschüre. Foto: Andreas Abendroth
Rudolstadt: Heidecksburg | Von Kindern für Kinder

Ein Museumsführer durch das Naturhistorische Museum

Von Andreas Abendroth

RUDOLSTADT. „Das ist die Seite mit meinem Bild“, sagt voller Stolz die 11jährige Florentine Phiel.
Danach nimmt sie, gemeinsam mit ihrer Freundin Stine, auf dem Löwen im Eingangsbereich des Schlosses Heideckburg Platz. Für ein Foto.
Voller Lob für das neue Druckwerk sind auch Eltern und interessierte Bürger. In einem halben Jahr wurde der Kindermuseumsführer erstellt.
„Es ist toll, dass sich so viele Schülerinnen und Schüler an diesem Projekt beteiligt haben“, betont auch der Direktor des Thüringer Landesmuseum Heidecksburg, Dr. Lutz Unbehaun.
Der Führer soll kein Ausstellungskatalog durch die Naturhistorische Sammlung sein. Er deckt bei Weitem nicht alle Exponate ab.
„Ziel war es, mit dem Heft den Besuchern eine Handreichung mit auf den Weg zu geben. Sie soll Lust machen, auf Entdeckungsreise zu gehen. Die Kinder sollen mit wachsamen Auge durch das Museum streifen“, erläutert Museumspädagogin Kathrin Stern.
Das durften auch im Vorfeld die mitwirkenden Schüler. Jeder nahm sich sein besonderes Ausstellungsobjekt genau unter die Lupe. Mit der Zeit entstanden so Skizzen, Beschreibungen, auch Linolschnitte. Die Kinder hatten auch die Möglichkeit, mit ihren Fragen den Kustos der Ausstellung, Dr. Eberhard Mey sowie die Präparatorin Anett Rode-Weingarten zu löchern.
Das Ergebnis sind unzählige Kinderzeichnungen, plastisch geformte Tier-Phantasiewesen mit Namen wie Spirälli, Wollknäul oder Rüsselburg sowie das Maskottchen „Heidi die Heidechse“. Das von den Kindern erfundene Maskottchen führt durch Heft. Ein Pfotenabdruck auf dem Lageplan zeigt die Stelle, wo sich die ausgewählten Objekte der Kinder befinden. Ein Aufkleber in der Ausstellung weist gleichzeitig auf das Entdeckungsobjekt hin.
Der Kindermuseumsführer soll keine Eintagsfliege bleiben. Die bestätigt auch Museumsdirektor Unbehaun: „In unserem Schloss gibt es noch sehr viele Ausstellungsbereiche, die aus kindlicher Sicht zu entdecken sind. Das Projekt sollte fortgesetzt werden.“

ZITAT:

„Ein Kindermuseumsführer muss mit Kindern entstehen“, Museumspädagogin Kathrin Stern

HINWEIS:

Eine Präsentation mit den Kinderzeichnungen, den Phantasiewesen, ist noch bis zum 7. Januar 2013 auf der Heidecksburg zu sehen.
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