Unendliche Welten. Saalfeld hat wieder eine Sternwarte

Saalfeld/Saale: Jugend- und Stadtteilzentrum Gorndorf | Unendliche Welten

Das Jugend- und Stadtteilzentrum in Saalfeld-Gorndorf hat seine Sternwarte wieder

Von Andreas Abendroth

"Der Weltraum - unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2211.
Die einführenden Worte einer Fernsehserie rund um das Raumschiffs Enterprise sind auch passend für ein Kleinod, welches das kulturelle und wissenschaftliche Leben in und um Saalfeld wieder bereichern wird.

Die Kreisstadt hat wieder eine Sternwarte.

„Rund ein Jahr lang war es still um die reparaturbedürftige Sternwarte des Jugend- und Stadtteilzentrums. Mit Beharrlichkeit und finanzieller Hilfe der Stadt Saalfeld konnte dieser kleine Schatz aber wieder einsatzbereit gemacht werden und richtet sein Teleskop ab Oktober wieder in den Sternenhimmel“, betonte Sandra Smailes, von der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein, gegenüber dem Allgemeinen Anzeiger.

Dabei kann die Sternwarte am Standort in Gorndorf auf eine fast vierzigjährige Tradition zurückblicken. Im Jahre 1972 fand die Grundsteinlegung der Sternwarte statt. Die damalige Polytechnischen Oberschule VIII trug zudem auch den Namen des ersten Menschen im Weltraum, des sowjetischen Kosmonauten Juri Alexejewitsch Gagarin.
Eine Schule mit einer eigenen Sternwarte war in den damaligen Jahren etwas. Doch gab es ein Programm des Ministeriums für Volksbildung, nachdem „bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres 1975 bereits 5000 "Telementoren" an die polytechnischen Oberschulen der DDR ausgeliefert werden sollten“. Eigens dazu wurde durch Carl Zeiss Jena bereits 1972 ein neues Schulfernrohr unter der Bezeichnung „Telementor 63/840“ vorgestellt. Damaliges Ziel war es, für den Astronomieunterricht jeder Schule im Land ein eigenes Schulfernrohr bereitzustellen.

Im heutigen Jugend- und Stadtteilzentrum präsentiert sich die Sternwarte als frei schwebende Kuppelkonstruktion über dem Haupttrakt des Gebäudes.
„Im August dieses Jahres konnten bereits die ersten Aufnahmen durch unser Teleskop gemacht werden“, berichtet Thomas Endter, Pädagogischer Mitarbeiter des Jugend- und Stadtteilzentrums.

An diesem Donnerstag, 13. Oktober, ab 20.00 Uhr, wird der „Kuppelraum“ mit einem Sterngucker-Abend neu eröffnet. Dazu wird das Teleskop auf interessante Objekte am hoffentlich klaren Nachthimmel gerichtet.
„Astronomische Vorkenntnisse sind dabei nicht nötig. Das Angebot soll auch Interessierte, Neugierige und Laien ansprechen. Das nötige Know-How bringen Fachleute wie Herr Letsch, Astronomie-Lehrer der Sabel-Schule, ein“, wird betont.
In der Folgezeit soll die Sternwarte dann auch Schulklassen, Astronomie-Interessengemeinschaften und interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen stehen. Erste Anmeldungen von Astronomielehrerinnen und -lehrern sowie Hobby-Astronomen gibt es bereits.
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