Walpurgis - Die Hexen sind unterwegs

Walpurgis
Warum haben sich nun eigentlich die Hexen ausgerechnet diesen Tag für ihre Flug-Shows ausgesucht?
Also reingeschaut ins Geschichtenbuch.

Die Namensgeberin ist eine englische Äbtissin, Namens Walpurga oder Walpurgis.

Sie lebte von 710 bis 779 und ist die Schutzpatronin der Seeleute und die Schutzheilige gegen Sturm, weil sie ein Schiff vorm sicheren Untergang bewahrte.

Sie ist aber auch die Schutzheilige und Patronin der Kranken, und Wöchnerinnen gegen Krankheiten, Seuchen und Tollwut, weil sie Wöchnerinnen vom Kindbettfieber heilte, tollwütige Hunde beruhigte und Kinder vorm Verhungern rettete.
Und somit wurde sie auch noch gleichzeitig die Schutzheilige und Patronin der Bauern gegen Hungersnöte und Missernten sowie der und Bauern.
Darum auch der Spruch:

„IST DIE WALPURGISNACHT VOLL REGEN, WIRD'S EIN JAHR MIT REICHLICH SEGEN.“

Nach ihrem Tod wurde sie in der Nacht zum 1. Mai von Papst Hadrian I., der von 772 bis 795 im Amt war, heilig gesprochen.
Daraufhin wurde der 1. Mai Ihr Gedenktag.
In der Folgezeit soll sie alljährlich in der Nacht der Heiligsprechung von Hexen verfolgt worden sein.
Um das zu verhindern leuteten in der Folgezeit ab dem 21 April in den Ansiedlungen zu den sogenannten 9 Walpurgistagen die Glocken, um die Hexen mit ihren bösen Umtrieben fernzuhalten, welche eben beim Hexensabbat am 30 April ihren Höhepunkt erlebten.

Wie war das nun in der letzten Nacht vor Walpurgas Gedenktag?

Ein gewisser Johannes Coler schrieb 1603 in seinen Calendarium Perpetuum: „Den nehesten Tag vor Philippi Jacobi zu Abend pflegen Zeuberer viel Teuffeley zu uben, damit sie die Leute viel beleidigen“ und etwas späterkonnte man lesen: „Wenns an St. Walpurgis Abend regnet oder die selbe Nacht tawet (stürmt), so hoffet der gemeine Mann auf ein gut Jahr“.

Johannes Praetorius beschrieb dann 65 Jahre später, also 1668 sogar den genauen Ort der wildesten Hexenorgien: „Auf den hohen trefflich alt-und berühmten Blockes-Berge (Den Brocken), wo sich die Unholde aus ganz Teutschland zur Hexenfahrt und Zaubersabbathe treffen“.
Etwas über 100 Jahre später in Adelungs Wörterbuch (1774 bis 1786) wird Walpurgis wie folgt beschrieben: „Der Walpurgisabend, die Walpurgisnacht sind im gemeinen Leben der Walper-Abend, die Walper-Nacht.

Die Walpernnacht gilt als die gefährlichste unter allen Raubnächten, wegen der Hexen, die heute die meiste Macht haben.
In den Raubnächten haben die bösen Geister und bösen Menschen die Macht, sie beginnen mit der Andreasnacht (Nacht zum 30. 11.) und ziehen sich bis zur Walpurgisnacht hin.
Am Walpernabend wird eine junge Birke, der Walpernbaum heimgetragen und vor die Stalltür gesetzt.
Wollte nun eine Hexe durch die Thüre hinein, so muß sie zuvor das Laub am Baume zählen und dessen ist soviel, daß sie damit vor dem Morgen nicht fertig wird.
Für den Fall aber, daß sie doch zu Ende käme, werden noch drey Strohbänder an den Baum gehangen.
Auch diese muß sie rechtzeitig auflösen, vermag es aber nicht und bleibt zurück.

Da sich das Jahr, bei den Deutschen so wohl als den übrigen Europäischen Völkern, in den ältesten Zeiten mit dem 1. Mai anfing, so ist der in Ansehung der Walpurgisnacht bei den großen Haufen noch herrschender Aberglauben vermutlich ein Überrest davon, und der bei dem Jahreswechsel ehedem üblichen Gebräuche“.

Aber so richtig fundamentiert und popularisiert hat die Hexen in der Walpurginacht dann doch 1808 der gute alte Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe in seinem
Faust, der Tragödie 1. Teil,
wo er unter anderen voller Poesie schreibt:
„Die Hexen zu dem Brocken ziehn,
die Stoppel ist gelb, die Saat ist grün.
Dort sammelt sich der große Hauf,
Herr Urian sitzt oben auf.
So geht es über Stein und Stock,
es furzt die Hexe, es stinkt der Bock“

Was wurde aber noch alles gegen Hexen unternommen?

Die jungen Männer zogen peitschenknallend durch die Straßen um besonders an Kreuzungen ein Hexentreffen zu verhindern.

Das liebe Vieh und die Häuser wurden durch geweihtes Salz geschützt, indem man dieses auf die Türschwellen der Ställe und Häuser streute.

Oder man hängte Baldrian und Dostzweige an die Stallungen, weil Hexen angeblich diesen Duft der Pflanzen nicht vertrugen.

Der Besen wurde mit dem Reisig nach oben vor die Haustür gestellt.
Noch mehr Schutz hatte man natürlich, wenn man zwei Reisigbesen gekreuzt vor der Tür platzierte.

Es wurden aber auch zur Hexenabwehr Messer in die Schlüssellöcher gesteckt.

Vielleicht helfen diese Methoden auch bei plötzlichen und unerwarteten Schwiegermütterbesuchen.

Wer ein Gundelrebenkreuz (Gundermann) in der Walpurgisnacht trug, konnte alle Hexen erkennen.

Was gab‘s denn noch für Bräuche, zum Beispiel in Beziehung Liebe?

Der Gang junger Paare zwischen zwei Walpurgisfeuern soll reinigen und Seuchen fernhalten.

Die Burschen holten aus dem Wald eine gerade gewachsene Fichte den sogenannten Mädchenbaum, befreiten ihn von Ästen und Rinde, denn unter der Rinde sitzen die bösen Geister und lassen nur oben ein wenig Geäst stehen, sodass sie wie ein übergroßer Besen aussieht, schmückte sie oben rundum mit bunten Bändern schnitzten den Namen des Bräutigams und der Helfer in den Stamm und stellte sie vor dem Haus der Braut auf.

Genauso machte man es mit der großen Maibaumfichte, die in der Dorfmitte aufgestellt wurde und um die getanzt wurde.
Sie vermittelt die Fruchtbarkeit der Natur.

Auf den Feldern wurden in vorchristlicher Zeit rituelle Liebesakte durchgeführt.

Sie sollten die menschliche Fruchtbarkeit auf den Ackerboden übertragen.

In Niedersachen liegt das Wendland.
Dort, genauer gesagt in Woltersdorf und Trebel gab es Monolithen, die sogenannten Brautsteine, die man als versteinerte Brautpaare ansah.
Es soll Sitte gewesen sein, dass in der Walpurgisnacht Mädchen mit entblößten Genitalien über diese Steine rutschten, um sich dabei ihren Liebhaber zu wünschen.

Wer wissen wollte, ob der Geliebte treu bleibt, der pflanzte in der Walpurgisnacht zwei Vergissmeinnicht auf einen Stein mit etwas Erde.
Wuchsen die beiden Pflanzen aufeinander zu, so würde der Geliebte treu bleiben und eine Hochzeit bevorstehen.

Ebenso beliebt war der Brauch des Häckselstreuens in der Walpurgisnacht.
Bei diesem Streich wurden geheime Pfade der Liebe aufgedeckt, indem eine Häckselspur von dem einen Haus zum anderen gelegt wurde.
Ob sich die dadurch offenbarten Liebespaare immer darüber freuten, wenn sie so in die Öffentlichkeit kamen, ist nicht gesichert.

Nicht nur solche Späße waren in der Walpurgisnacht üblich. Die jungen Burschen nutzten die günstige Situation, dass sich alle hinter ihre Öfen verkrochen, gerne aus und verübten in dieser Nacht diverse Streiche.
Im Hof vergessene Gerätschaften wurden auf den Dachfirst oder einen hohen Baum gebracht.
Oder sie fanden sich am nächsten Tag im Dorfbrunnen wieder. Die Bauern sahen also zu, dass sie all ihre Gerätschaften gut verschlossen hielten in dieser Nacht.
Oftmals konnten diese dann auch nur gegen Freibier wieder ausgelöst werden.


Hab für Euch bei meiner Privathexe einmal ins Rezeptheft geschaut, das Ihr die Nacht gut übersteht.

FLUGSALBE - VERFÜHRERISCHES FÜR ZWEI

Nehme 1 Teil Katzenminze, 1 Teil Knabenkraut, 2 Teile Petersilie, 3 Tropfen Jasminöl, 5 Teile Beifuss sowie 1 Prise Baldrianwurzel, Du bekommst alles beim Pillendreher (Apotheker)

Zerstoße die Kräuter in einem Mörser und vermenge sie mit geruchloser und fettfreier Bodylotion.
Gib dann die Salbe in ein geeignetes Gefäß zum aufbewahren.

Wenn Du die Flugsalbe zum ersten Mal ausprobierst dann reibe zunächst nur die Stirn, den Nacken und deine Unterarme ein.
Warte ab was passiert.
Passiert nichts kannst Du nach und nach mehr Körperteile einreiben.
Aber gehe mäßig vor.
So findest Du heraus, welche Dosis Du brauchst, bis sich der gewünschte Effekt einstellt.

HIER NOCH EIN GAR VERFÜHRERRISCHER LIEBESTRANK FÜR ZWEI

Erwärme 400 ml Milch und füge 1 kleines Stück Ingwer, sowie 1TL gemahlenen Koriander hinzu.
Lass alles 5 Minuten ziehen. gieße sie in 2 Tassen
Stelle die Gewürzmilch für eine Stunde in den Kühlschrank.
In der Wartezeit putze die Erdbeeren und verwahre zwei besondes schöne Früchte als Deko.
Stelle auch die Früchte kalt.
Nach der Stunde mixe die Gewürzmilch mit den Früchten, einer Kugel Erdbeereis, schwarzen Pfeffer aus der Mühle und etwas Zimt.

NUR KÜSSE SCHMECKEN BESSER

Die frischen Erdbeeren und der Koriander symbolisieren die Venus.
Ingwer und schwarzer Pfeffer stehen für den Mars.
Mit diesem stimulierenden Liebestrank kommt man sich auf jeden Fall näher!

>>> GARANTIERT
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9 Kommentare
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Uwe Zerbst aus Gotha | 01.05.2013 | 01:00  
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Hannelore Grünler aus Artern | 01.05.2013 | 02:11  
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Karin Jordanland aus Artern | 01.05.2013 | 08:59  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 01.05.2013 | 09:06  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 01.05.2013 | 09:20  
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Lydia Schubert aus Nordhausen | 01.05.2013 | 09:46  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 01.05.2013 | 18:28  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 03.05.2013 | 17:44  
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Renate Jung aus Erfurt | 07.05.2013 | 12:54  
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