Wer kann helfen? – Fotos, Briefe und andere Quellen zur Geschichte Saalfelder Gewerkschafts- bzw. Firmenbibliotheken und privaten Leihbüchereien gesucht!

(Foto: Reinhard Lux, Werner Streitberger)
Saalfeld/Saale: Bibliothek | Seit Dezember 2015 liegt der 112. Band des „Saalfelder Weihnachtsbüchleins“ der Öffentlichkeit vor. Neun populärwissenschaftliche Artikel lassen Saalfelder Stadtgeschichte lebendig werden.

Ein Aufsatz der Bibliothekarin Cornelia Hockarth behandelt das Thema „Die Städtische Bibliothek Saalfeld im „Dritten Reich“ unter Berücksichtigung der Saalfelder Evangelischen Volksbücherei und der Arbeiterbibliothek“. Während der Recherchen wurden Fundstücke entdeckt, die die zwei völlig vergessenen Bibliotheken, mit denen die Stadtbibliothek kooperierte, zutage brachten. Eine kleine Sensation!


Doch damit tauchten neue Fragen auf, die vielleicht mit Ihrer Hilfe geklärt werden können.

Von Interesse ist Material über folgende Bibliotheken:

1. Gewerkschafts- und Firmenbibliotheken, die sich neben der fachlichen auch der Allgemeinbildung ihrer Angestellten verpflichtet fühlten. Z. B. gab es in den 1930er Jahren Firmenbüchereien im Schokoladenwerk "Mauxion" und in der „Optischen Anstalt“ Saalfeld. Wann wurden sie gegründet, wie groß waren ihre Bestände und wer konnte sie nutzen? Existierten davon noch mehr? Nach 1945 hatten viele größere Betriebe haupt- oder ehrenamtlich geleitete Betriebsbüchereien.
Auch von ihnen ist praktisch nichts mehr bekannt. Wer kann helfen?

Die „Arbeiterbibliothek“ gehörte einem Saalfelder Gewerkschaftskartell (Metall?) und war Ende der 20er Jahre im 20. Jahrhundert im jetzigen Jugendklubhaus untergebracht (ehemals „Bürgerbräu“). Sie war aus dem Arbeiterbildungsverein heraus gegründet wurden – aber wann? Ihre frühe Geschichte liegt völlig im Dunkeln und beinahe wäre es gelungen, sie aus dem kollektiven Gedächtnis zu tilgen, denn sie wurde von den Nazis vollständig liquidiert. Gibt es noch Bücher mit dem Bibliotheksstempel. Wohin wurden Restbestände verbracht?
Im Weihnachtsbüchlein-Artikel werden Namen ehemaliger ehrenamtlicher Leiter
genannt: Schlosser Max Burmeister und Schriftsetzer Herman Wand. Wem sind diese Personen bekannt und gibt es Aufzeichnungen oder Bilder von ihnen.

2. Private Leihbüchereien gab es in den 1930er Jahren bis etwa Mitte der 50er Jahre (oder später) in Saalfeld. Sie wurden als kleine „Bücherstuben“ von Privatleuten, meistens in Verbindung mit Druckereien, Buchhandlungen und Schreibwarengeschäften, geführt.
Gegen eine Gebühr konnten Bürger Bücher mit nach Hause entleihen. Welche
dieser Einrichtungen sind bekannt? Die Namen der Besitzer können helfen, diese
eventuell über alte Telefon- oder Adressbücher ausfindig zu machen.

3. Stadtbibliothek: Quittungen über einen Mietraum im Saal-Tor für die Jahre 1963 bis 1966 lassen die Vermutung aufkommen, dass sich dort eine Kinderbibliothek der Stadtbibliothek befunden haben soll. Möglicherweise war das Saal-Tor nur als Buch- oder Materiallager genutzt worden.
Kann sich daran jemand erinnern?

Es wäre schön, wenn mit Ihrer Hilfe ein Stück Zeitgeschichte erforscht und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte, denn Heimatverbundenheit hat viel mit erfahrener Regionalgeschichte zu tun!

Die Autorin ist über das Bibliothekstelefon (03671) 598 451 oder per Mail bibliothek@stadt-saalfeld.de und natürlich auch für persönliche Gespräche in der Bibliothek sowie postalisch unter der Adresse der Stadt- und Kreisbibliothek - 07318 Saalfeld / Markt 7 – erreichbar.


Vielen Dank all jenen, die helfen können.
Cornelia Hockarth
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