Winterlicher Spaziergang durch Rudolstadt Teil 3

Hier war ich gerade eingekehrt
 
Gerade aus dem Handwerkerhof gekommen hat man einen tollen Blick auf die Burg, aber auch auf die Bausünden, das blaue Taubenhaus und ds was noch entstehen soll. es ist im schwarzen Kasten zu "bewundern".
Ach was war der Kuchen lecker und der Kaffee gut, heiß und schwarz.
Jetzt kann ich mich auf den Weg hinauf zur Heidecksburg machen.
Also den Handwerkerhof in Richtung Stiftsgasse verlassen.

Und schon stehe ich direkt vorm Schlossaufgang 2, da wo die Baulücke klafft, stand mal das Häuschen, in dem Friedrich Schiller gewohnt haben soll.
Dorthin sollen in der Zukunft postmoderne Stahl-, und Glashäuser entstehen.
Na ich hoffe nicht, denn es würde dem historischen Ensemble nicht gut zu Gesicht stehen.
Hässlich genug ist schon das blaue Taubenhaus neben dem schönen alten Fachwerkhaus.
Das ist für mich Bausünde in Potenz.
Deswegen werde ich auch diesen Schlossaufgang nicht nehmen, sondern den mit der Nummer 3, nur ca. 100 Meter weiter östlich.

Aber zuvor noch einen Blick in den schönen alten Brunnen, der im Sommer wieder sprudeln wird und wo der Wanderer seine heißgelaufenen Füße abkühlen kann, denn Trinkwasser führt er nicht mehr.

Also auf, die Stiftsgasse entlang in Richtung Kirchgasse und altes Rathaus.
Das war ab 1524 Sitz der Bürgermeisters und der Ratsherren.
Es wurde mehrfach umgebaut und erhielt auch erst später seinen riesigen Glockenturm.
Dieser stellte sich aber als zu schwer heraus, so das extra Sandsteinpfeiler im Ratssaal eingebaut werden mussten.
Nach dem das neue Rathaus 1912 eingeweiht wurde, verlor es an Bedeutung.
Die Sandsteinpfeiler sowie die Rudolstädter Elle, die das Normalmaß für die Tuch- und Leinwandweber auf dem Marktplatz anzeigte, sind heute noch zu besichtigen.

Ich bin am Schlossaufgang 3 angekommen.
Nochmal tief Luft geholt und der Aufstieg kann beginnen.

Puhhh, Hilfe Luft!,
Und man glaubt es kaum, warm ist mir geworden.
Aber ich habe es geschafft.
Und was soll ich sagen, meine Mühe wurde belohnt, die Sonne scheint wieder in voller Pracht.
Ich bin gerade durch den Tunnel unterhalb der Südseite des Schlosses auf den Schlosshof angekommen und gehe östlich um einen Blick in den Schlosspark zu riskieren.

Da liegt das verschneite Schallhaus, eine wunderbare Konzertstätte vor mir und im Hintergrund sehe ich die Kirchturmspitze von der Stadtkirche Sankt Andreas.

Ich lasse meinen Blick nach recht, Richtung Stadt schweifen, sehe die zweite Schlossterasse, wo im Sommer immer das Sommertheater desTtheaters Rudolstadt stattfindet, das Kanonenhäuschen, drunter links die Dächer der Anton Sommer Schule und im Hintergrund auf den Galeriebergen über der Saale gelegen, den Marienturm.

Den Kopf noch weiter nach rechts gedreht, sehe ich unten das Rathaus liegen und im Hintergrund den Ortsteil Cumbach, das Dörfchen auf der anderen Seite der Saale.

Plötzlich wird mir leicht kühl, die Sonne ist hinterm Schlossturm verschwunden, das heißt ich muss mich beeilen, denn sie geht in Kürze unter.
Also umgedreht und den Schlosshof gen Westen verlassen.
Ist das nicht ein imposannter Blick auf die Heidecksburg, die immer wieder zu einem Besuch einlädt.
Schaut mal hier was sie alles so zu bieten hat.
http://www.heidecksburg.de/cms/pages/de/startseite...

Unterm Festsaal durch habe ich den Schlosshof durchs große Schlosstor verlassen und steh jetzt auf der Aussichtsplattform in Richtung Weststadt und Schwarza.
Eigentlich ist es die sogenannte Schutte, denn nach den verhehrenden Schlossbrand 1735 wurden die Brand, -und Ruinenreste in den Burggraben geschüttet, so das dieses Plateau entstand.

Schnell noch einen Blick hoch zur Turmuhr, Mensch schon viertel Fünfe durch, wie die Zeit vergeht.
Gleich ist sie weg, wieviel Zeit mir noch zur Verfügung steht um im hellen den Schlossberg wieder zu verlassen werde ich gleich mal kontollieren, indem ich mal vor zum Ausguck gehe.

Was für eine Aussicht.
der Westteil der Stadt und die Große Wiese, einfach faszinierend schön.
Na gut halbe Stunde hab ich noch, da kann ich ja noch schnell einen abstecher zur "Wurzelburg" machen.

Vorbei am Teehäuschen, den Remisen, der Kutscherwiese (die nördliche Auffahrt zum Schloss) für Kinder und erwachsene eine wunderbare Rodelbahn, falls genügend Schnee liegt und dem Jägerhof gen Westen auf dem vorderen Hainweg entlang, finde ich die gute alte Wurzelburg.

Leider nagt der Zahn der Zeit immer mehr an ihr, ich erinnere mich noch gut daran wie ich als kleiner Junge dort spielte, als an der Wurzel noch der ganze Baum war, aber sie ist immer noch sehenswert.

Bevor ich nun aber endgültig wieder runter in die Stadt mache noch einen Blick nach rechts zur Villa der Familie Rosenthal, der bekannten Porzellanfabrikanten. Wenn ich mich nicht irre steht dieses Schlösschen mit grandiosen Blick auf die Stadt und die Heidecksburg zum Verkauf.
Beschwören will ich aber in dieser Hinsicht nichts.

Auf dem Weg zurück habe ich nochmal einen grandiosen Blick aufs Schloss Heidecksburg.

Beim weitergehnen fällt mir noch ein lustiges Örtchen auf, der Weg zur Kaiserstraße.
ich habe die Vermutung, das das der Weg ist, wohin der Kaiser zu Fuß geht.

Es wird jetzt aber zusehens dunkler und somit wende ich mich dem Abstieg zu und begebe mich auf dem Schlossaufgang 1 über "Himmel und Hölle" wieder hinunter in meine Stadt.

Ein schöner Wandertag, mit Sonne, Wolken, Schneefall und eisigen Wind geht zu Ende.
Ich werde auf alle Fälle mit dem Bus heimfahren und freue mich jetzt schon auf Zuhause und ein entspannendes Wannenbad mit meinem Quitscheentchen.
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Karin Jordanland aus Artern | 07.03.2013 | 13:05  
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Hannelore Grünler aus Artern | 07.03.2013 | 20:17  
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Petra Seidel aus Weimar | 07.03.2013 | 21:29  
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