Wo steht die Jugend heute?

Weil man Angst vor Ausgerenzung, vor Repressalien hat, wird oftmals lieber geschwiegen. Dabei sei ein wenig Zivilcourage viel angebrachter. (Foto: www.polizei-beratung.de)
Rudolstadt: Theater | Wo steht die Jugend heute?

Horváths »Jugend ohne Gott« stellt unbequeme Fragen – Rudolstädter Fassung im Talkshow-Format feiert am 26.1. Premiere

RUDOLSTADT. Schon Sokrates beschwerte sich über die Jugend: »Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute widersprechen ihren Eltern und tyrannisieren ihre Lehrer«. Seitdem hat sich nicht viel geändert. Oder? Ödön von Horváths »Jugend ohne Gott« zeichnet ein dramatisches Bild…
Ein junger Lehrer ist Gast einer Talkshow. Er ist sichtbar geschockt. Ein brutaler Mordfall unter seinen Schülern wirft Fragen auf: nach Schuld und Gewaltbereitschaft, nach ihren Ursachen und der gesellschaftlichen Mitverantwortung. Vor laufender Kamera redet der Pädagoge sich um Kopf und Kragen, denn von Augenwischerei und verlogenem Schweigen hat er mehr als genug. Hat die Jugend von heute noch genug Mut, ein Leben nach eigenen Werten aufzubauen? Oder treffen die gängigen Vorurteile doch zu?

Horváth schildert in seinem Roman von 1937 »die seelenlose Verfassung der Jugend, die in einer unheimlichen Kälte heranwächst«. In der Theaterfassung des Regisseurs André Rößler für das Theater Rudolstadt entsteht das Porträt einer jungen Generation, die inmitten einer Ellenbogengesellschaft um Gehör kämpft.

INFORMATIONEN:

Es spielen: Johannes Arpe, Martin Andreas Greif, Matthias Winde, Ute Schmidt, Anna Oussankina, Miriam Gronau, Marcus Ostberg, Jörg Schlüter, Benjamin Griebel, Burkhard Wolf.

Premiere ist am Samstag, 26. Januar, um 19.30 Uhr im Großen Haus des Theaters Rudolstadt
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