Zupfmusiker vierer Länder vereinigt euch

  Chapeau den Organisatoren Helfern und Unterstützern des 3. Rudolstädter Zupfmusikfestivals.

Unter dem Motto „Zupfmusiker vierer Länder vereinigt euch“, stand das gemeinsame Konzert der in den Rudolstädter Bauernhäusern auftretenden Mondolinenorchester aus Österreich (Wien), der Schweiz (Baar), Italien (Bozen) und Deutschland (Rudolstadt) sowie Mitgliedern des Thüringer Landeszupforchesters, am Samstag den 11. Mai 2013.

Grund dieses Schmankerls traditioneller Mandolinenklänge, war das seit 2002 ins Leben gerufene und nunmehr 3. Rudolstädter Zupfmusikfestival, welches vom 09. Mai bis 12. Mai in Rudolstadt durchgeführt wurde.
Traditionell trifft man/Frau sich alle 3 Jahre in unserer schönen Residenz am Saalebogen.

Die Mitwirkenden des Festivals unterhalb der Heidecksburg in diesem Jahr waren:

Der Landstrasser Mandolienverein „TUMA“ Wien aus Österreich, der unter der musikalischen Leitung von Friedel Zacherl, heuer seinen 65. Geburtstag begeht.

Das Mandolinenorchester Baar aus der Schweiz unter der musikalischen Leitung von Tatiana Ossikova, das im nächsten Jahr seinen 90. Geburtstag feiert

Das Circolo Mandolinistico „Euterpe“ aus Bozen in Südtirol / Italien unter der musikalischen Leitung von Maestro Ugo Orrigo in diesem Jahr auf 66 Jahre seines Bestehens zurückschauen kann.

Das Landeszupforchester des Freistaates Thüringen unter der Leitung von Daniela Heise.

Und natürlich die Gastgeber:

Das Mandolinenorchester „Wanderlust“ Rudolstadt 1919, unter der bewährten Stabführung von Hannes Grübler.

Nachdem am Freitag schon ein sehr gutes Konzert mit den Wienern und den Rudolstädtern in der Volkstedter „Gläsernen Porzellanmanufaktur“ stattfand, trafen sich alle Musikerinnen und Musiker am Samstagnachmittag im traumhaften Ambiente der Thüringer Bauernhäuser, welche für solche Veranstaltungen geradezu prädestiniert sind, vorausgesetzt das Wetter spielt mit, denn eine Schlechtwettervariante ist dort schwierig.

Zuerst diskutierte man ausgiebig und sendete noch ein paar Stoßgebete gen Himmel, da das Wetter nicht so die richtigen Anzeichen machen wollte, aber Petrus ließ sich erweichen und somit konnte Hannes Grübler pünktlich 15 Uhr den 85 Musizierenden seinen imaginären Taktstock zeigen.
Er gewährte den Musikern 5 Minuten Einspielprobe, das war übrigens das einzige Mal, wo man/Frau miteinander proben konnte.
Einziges Hilfsmittel waren die Notenblätter mit den Arrangements, die vorher an die einzelnen Orchester geschickt wurden und dann konnte das Konzert vor vollem Haus, oder besser gesagt, auf vollem Freigelände der Bauernhäuser beginnen.


Um den Nachmittagsgenuss rund zu machen hatte auch die Scheune des Unterhasler Hauses seine Tore weit geöffnet und der Duft von Marcus Brömels Kaffee und Kuchen verbreitete sich unter den Anwesenden.
Selbst ein Team vom MDR-Fernsehen war anwesend und zeichnete die ersten vier Titel der vereinten Mandolinenvirtuosen auf.

Den Anfang machte die sogenannte Hymne aller Mandolinenorchester, „Der Zug der Wandervögel“.
Beschwingt und wohlklingend kam schnell gute Stimmung bei allen Anwesenden auf, die vor allen durch die lockere Moderation von Hannes Grübler während des gesamten Programms gehalten und gesteigert wurde.
Ihr folgte, wie sollte es anders sein, die Nationalhymne der Rudolstädter „Hoch Heidecksburg“ von Rudolf Herzer, welche im gemeinsamen Spiel der Orchester Aufführungspremiere hatte.
Nach kurzer Vorstellung der Schweizer Zupfmusikanten mit ihrer musikalischen Leitung, die anderen Formationen wurden dann einzeln nach jedem neuen Musikstück vorgestellt, kam eine „Italienische Romanze“ zu Gehör, die trotz des Zweifels des Dirigenten fehlerfrei gespielt wurde.
Er befürchtete nämlich, dass die Deutschen immer Schwierigkeiten bei Romanzen hätten.
Der Romanze folgte ein „Spanischer Marsch“ und dem schloß sich eine wunderbare Weise aus der russischen Weite, der „Walzer Nr. 2“ von Dimitri Schostakowitsch an.

Da das Programm ja unter dem Titel „UNTER DER DORFLINDE“ stand und alle Musikanten auch unter der großen Linde in den Bauernhäusern saßen, leitete Hannes Grübler nun ein Volks,-und Wanderlieder- Potpourri ein, welches zum mitsummen,-und singen animieren sollte und auch tat.

Selbst die anwesenden Vögel in den Linden sangen kräftig und aus vollen Hals mit.
Den Abschluss dieses wirklich wunderbaren, wohltuend entspannenden Konzertes der fünf gemeinsam musizierenden Orchester aus vier Ländern in den Rudolstädter Bauernhäusern, war der „Karl Boß-Marsch“.

Es gab zum Abschluss einen langanhaltenden Applaus und Petrus weinte sofort im Anschluss an den Schlussakkord entweder vor Rührung ob der guten Musik oder vor lauter Traurigkeit, dass das Konzert schon zu Ende war, viele dicke Tränen.

Ich will hoffen, dass alle Instrumente dem Regenschauer und der damit verbundenen Nässe trotzen konnten, um dann beim abendlichen Konzert der Schweizer und Südtiroler im Großen Festsaal der Heidecksburg und am Sonntagnachmittag beim Muttertagskonzert mit dem Thüringer Landeszupforchester im Großen Haus des Theater Rudolstadt, wieder so wundervoll zu erklingen.

Gunter Linke
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5 Kommentare
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 13.05.2013 | 21:22  
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Lydia Schubert aus Nordhausen | 13.05.2013 | 23:01  
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Hannelore Grünler aus Artern | 14.05.2013 | 00:51  
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Karin Jordanland aus Artern | 14.05.2013 | 13:24  
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Petra Seidel aus Weimar | 16.05.2013 | 15:37  
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