Abenteuer: 14048 Kilometer - Vom Südpol nach Bad Blankenburg

Michael Martin am Südpol. Die verchromte Metallkugel markiert den südlichsten Punkt der Erde. Von hier aus blickt man in jeder Richtung nach Norden. Offiziell heißt diese Stelle "Zeremonieller Südpol". Genau genommen liegt der geografische Südpol 2800 Meter tiefer im ewigen Eis. Die Flaggen um die Kugel gehören den Unterzeichnerstaaten des Antarktis-Vertrags von 1961. (Foto: Michael Martin)
 
Screenshot der Kamera des National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA). Wenn eine Satellitenverbindung besteht kann man live am Südpol sein. Hier der Blick zur Amundsen-Scott-Südpolstation. (Foto: Quelle: esrl.noaa.gov, Screenshot: Abendroth)
Antarktis: Amundsen-Scott-Südpolstation | Vom Südpol nach Bad Blankenburg

Moderne Technik macht eine Verbindung in die Antarktis möglich / Im Gespräch mit Diplom-Geograph und Abenteuer Michael Martin

Von Andreas Abendroth

SÜDPOL. Seit über 30 Jahren durchstreift der Münchner Michael Martin die Wüsten unseres Erdballs. Immer dabei hat er seine Fotokamera. Das Ergebnis der Reisen sind einmalige Fotografien und Geschichten, die er später in Vorträgen dem Publikum präsentiert. In wenigen Tagen kann man den Abenteurer hautnah beim 15. Thüringer Dia-Festival in Bad Blankenburg erleben. Doch momentan befindet er sich noch auf Tour in der Antarktis. Dank modernster Satellitentechnik kann man die 14048 Kilometer Entfernung zum Südpol problemlos überbrücken.

Hallo Michael. Wo befindest du dich momentan am Südpol?


Der Südpol liegt bekannterweise auf dem 90. Breitengrad Süd. Ich bin in der Nähe der Amundsen-Scott-Südpolstation.

Wie geht es dir und was macht deine Knöchelprellung?

Mir geht's hervorragend und der Fuß schmerzt kaum mehr. Nur, es ist ein bisschen kalt. Das Thermometer zeigt derzeit minus 35°C an.

Was übt auf dich mehr Reize aus? Die Sandwüsten oder das ewige Eis?

Es ist der Kontrast zwischen beiden, und der wird auch meine neuen Vortrag prägen.

Seit über 30 Jahren bist du in Sachen „Abenteuer“ rund um den Globus unterwegs. Denkst du auch mal an ein ruhigeres Leben?

Ja, klar. Damit habe ich auch schon begonnen. Ich habe mich vor einem halben Jahr verliebt und seitdem ist alles anders. Ich schaffe es nun ganz gut, mich mehr abzugrenzen.

Du hast den Ruf des besten Dia-Fotografen in der Abenteurer-Szene. Warum keine bewegten Bilder?

Weil die Fotografie von Komposition und Farben lebt, nicht von der Bewegung. Fotografie sollte Fotografie bleiben, Kino ist auch Kino. Die Mischung von beiden wirkt meiner Meinung nicht wirklich gut.

Auf deinen Touren lernst du die Weiten der Erde kennen. Kommt man dann noch mit der Beengtheit wie deiner Heimatstadt München klar?

München ist doch nicht beengt, sondern eine der schönsten Städte der Welt!!!! Ich liebe München und Oberbayern…

Was wirst du den Zuschauern deines Vortrags zum Dia-Festival in Bad Blankenburg präsentieren?

Natürlich die besten Geschichten und Bilder aus 30 Jahren Reisen und Fotografieren rund um Erdball.

Michael. Ich wünsche dir eine glückliche Rückkehr in wärmere Gebiete und deine Heimatstadt München.

Danke. Und bis bald… auch in Bad Blankenburg.

INFORMATIONEN:

Michael Martin – Aus dem Leben

- geboren 1963 in München
- Bereits mit 17 Jahren hat er seine Leidenschaft für Wüsten entdeckt. Ob damals mit dem Mofa nach Marokko und im alten Peugeot kreuz und quer durch die Sahara oder heute mit dem Motorrad um die ganze Welt – Michael Martin kennt alle Wüsten- und Trockengebiete der Erde.
- Der Diplom-Geograph hat sich jedoch nicht nur als herausragender Wüstenfotograf,
sondern auch als hervorragender Vortragsredner einen Namen gemacht.
- Sein fotografischer Blick ist dabei immer teilnehmend und niemals anbiedernd. Er wertet und romantisiert weder das Land noch die Bewohner.
- Höhepunkte in seiner Laufbahn waren unter anderem Vorträge vor der Royal Geographical
Society in London, auf der Weltklimakonferenz in Montreal, auf der UNO-Veranstaltung in
Tokio und der UNO-Wüstenkonferenz in Buenos Aires.
- Als Autor veröffentlichte Martin über 20 Bücher. Das Standardwerk „Die Wüsten der Erde“ wurde in sechs Sprachen übersetzt.
- Seit 2010 arbeitet er am Projekt: „Planet Wüste“. Dabei wird er die Trockenwüsten mit den Eiswüsten vergleichen und dabei den Blick auf die Überlebensstrategien der dort lebenden Menschen werfen.

HINWEIS:

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „15 Jahre Thüringer Dia-Festival“ wird Michael Martin mit seinem Vortrag „30 Jahre Abenteuer – Unterwegs in den Wüsten unserer Erde“ nach Bad Blankenburg kommen. Sonntag, 27. Januar, 16.00 Uhr, Stadthalle
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5 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 19.01.2013 | 22:02  
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Petra Seidel aus Weimar | 20.01.2013 | 13:26  
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 22.01.2013 | 17:02  
Andreas Abendroth aus Saalfeld | 23.01.2013 | 07:53  
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 29.01.2013 | 14:46  
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