Daumen hoch und viel Lob für die Polizei - Aktionstag am Hohenwartestausee ist ein Erfolg

Daumen hoch für den Aktionstag: Bei den Vorführungen lernen die Kinder die Polizei als gesellschaftlichen Partner kennen. Natürlich wollen auch die Mädels einmal die Schutzausrüstung anprobieren. Foto: Andreas Abendroth
„Die Polizei ist hier sehr freundlich“

Tschernobylkinder verleben ihre Ferien in Thüringen / Aktionstag der Polizei am Hohenwartestausee

Von Andreas Abendroth

ALTENROTH. „Hier ist es einfach toll…“, sagt voller Freude die achtjährige Jaroslana. Sie gehört zu einer Gruppe von 30 Kindern aus dem strahlenbelasteten Gebiet Gomel in Weißrussland. Auf Einladung des Vereins „Kinder von Tschernobyl“ weilen sie in der Region.
„Die Katastrophe liegt bereits mehrere Jahrzehnte zurück. Was damals geschah kennen die Kinder und Jugendlichen auch nur von den Berichten der älteren Generation, aus Büchern. Sie müssen jetzt ausbaden, was andere ihnen eingebrockt haben“, betont der Vereinsvorsitzende Uwe Beck.
Dazu gehört vor allem das geschwächte Immunsystem der Kinder. Mit dem Ferienaufenthalt sollen sie für einige Tage aus dem belasteten Umfeld herausgelöst werden. Hier können sie einmal auf andere Gedanken kommen, der Körper bekommt eine Strahlenauszeit.
Zum Programm gehört traditionell auch der Polizeitag am Hohenwartestausee. Die Beamten der Landespolizeiinspektion Saalfeld, der Wasserschutzpolizei und der Hundestaffel gewähren Einblicke in den Polizeialltag. Unterstützung für den Spaß auf dem nassen Element erhalten sie unter anderem vom Wasserskiclub „Saale“ e.V.

„Der Erholungsaufenthalt für Tschernobyl-Kinder ist nur durch viele Unterstützer möglich.“, Uwe Beck, Vorsitzender des Vereins „Kinder von Tschernobyl“

„Die Kinder sollen ihre Vorurteile gegenüber der Polizei abbauen“, betont Polizeikommissarin Heidi Sonnenschmidt.
Und, dass das Konzept aufgeht, spiegelt sich auch ganz deutlich bei den weißrussischen Kindern wieder. „Die Polizei ist hier viel freundlicher als bei uns“, betonen übereinstimmend Jaroslana, Sascha und Natascha.
Julia, neun Jahre, ist das erste Mal in Deutschland. Mit einem Leuchten in den Augen sagt sie: „Das Freibad und das Baden heute im See ist einfach nur toll. Auch war ich hier erstmalig auf einem Rummel.“ Und nach einer Kurzen pause fügt sie noch an: „Die Menschen hier sehen glücklich aus und sind sehr, sehr freundlich zu uns.“
Die Mädchen und Jungen aus Gomel sind sich einig. Wenn sie dürfen, würden sie gerne wieder einmal nach Thüringen kommen. Und schon eilen sie wieder dem Wasser entgegen. Als nächstes Programmangebot wartet ein abkühlender Ritt auf der Banane.
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