Der Froschretter

Saalfeld/Saale: Landstraße | Der Froschretter

Helmut Schulze ermöglicht Amphibien das sichere Überqueren der Straße

Ich bin unterwegs mit Helmut Schulze. Der 79-jährige, rüstige Rentner ist ein passionierter Naturschützer.
„Die Natur und deren Erhaltung interessieren mich schon mein ganzes Leben. Begonnen hat alles einmal in einem gebiet, in denen Uhus ihre Brutplätze hatten“, berichtet er.
Doch heute sind wir in einer anderen Mission unterwegs. Der Einsatzort ist eine Straße unterhalb des Kienberges. Hier wurde auf eine Länge von 250 m ein Amphibienschutzzaun errichtet. Diese Leiteinrichtung soll das Überleben von Kröten, Fröschen und Molchen sichern. Diese müssen die Straße überqueren, um zu ihrem Laichgewässer zu gelangen.

„Die milden Temperaturen und die feuchte Witterung lassen derzeit Kröten, Frösche, Molche und Unken zu ihrer alljährlichen Wanderung aufbrechen“, Helmut Schulze.

Schnell wird auch mir klar, dass die Tiere dabei nur eine geringe Chance haben. Kaum ein Auto oder Bus verlangsamt seine Geschwindigkeit, als wir uns entlang des Zaunes von Sammeleimer zu Sammeleimer begeben.
Fünfzehn mal muss sich Helmut Schulze in die Liegestützposition begeben, um die Tiere vorsichtig einzusammeln. Das Ergebnis an diesem Tag: sechs weibliche und drei männliche Kröten sowie einen Molch. Die Tiere werden später an einem Teich, dem Laichgewässer, wieder ausgesetzt.
Seit vielen Jahren ist der Naturaktivist in Sachen Amphibien während der „Froschzeit“ unterwegs. Normalerweise geht er einmal am Tag die Strecke ab, setzt die Tiere um. Nur bei Regenwetter wird die tour zweimal gemacht. Im Schnitt kommen pro Saison rund 500 Tiere zusammen. In einem Jahr waren es sogar über 800 Exemplare.
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