Der Zauber der Manege begeistert die Menschen

Rüdiger Probst mit einem Teil seiner sibirischen Tiger. Der Tierlehrer verbringt täglich viel Zeit mit den Tieren. "Die meisten Tiere wurden in unserem Zirkus geboren und von uns mit der Flasche aufgezogen", betont er.
Manegenzauber im Zirkus Probst

AA-Redakteur Andreas Abendroth im Gespräch mit dem Artisten und Tierlehrer Rüdiger Probst

SAALFELD. Zirkus bedeutet eintauchen in eine ganz besondere Atmosphäre, in eine andere Welt. Man erlebt Nervenkitzel, fiebert mit den Artisten mit, dass die Vorführung gelingt. Aber man darf auch Lachen, wenn der Clown mit seinem gekonnten Klamauk das Publikum begeistert. In den nächsten Wochen schlägt der Traditionszirkus Probst sein Zelt in Städten Mittelthüringens auf. Im Vorfeld sprach AA-Redakteur Andreas Abendroth mit dem „Herrn der Tiger“, Rüdiger Probst.

Den Zirkus Probst gibt es seit 68 Jahren. Was zeichnet Ihr Unternehmen aus?

Da gibt es mehrere Faktoren. Zu einem ist es die Professionalität. Nur durch harte Arbeit, eine fundierte Ausbildung und ein intensives Training können wir Artisten und Tierlehrer ein qualitativ hohes Programm unserem Publikum präsentieren. Wir bieten unserem Zuschauern bei jedem Gastspiel ein komplett neues Programm, diesmal unter anderm mit Artisten aus Kuba. Bunte Zelte und Plakate sind nicht alles. Was man verspricht, muss man dann auch in der Manege halten, was leider bei vielen Betrieben, die sich „Circus " nennen nicht zutrifft.

Der Name Probst ist immer mit außergewöhnlichen Tierdressuren verbunden. Welche Rolle spielen Tiere für Sie?

Sie gehören zu einem klassischen Zirkusprogramm einfach dazu. Jedes Tier hat seine eigene Persönlichkeit. Man muss sie respektieren, ein gegenseitiges Vertrauen aufbauen. Und, man muss sich jeden Tag aufs Neue auf die Tiere einstellen. Es ist fast kein anderer Umgang, wie zu einem Menschen. Dies gilt übrigens auch für die Unterbringung unserer Tiere. In unserem Winterquartier haben wir beispielsweise in den letzten Jahren ein neues Raubtierhaus und einen Kamelstall errichtet. Für unsere vorbildlichen Tierdressuren wurden wir übrigens schon mehrfach international ausgezeichnet. Zuletzt im vergangen Jahr beim Internationalen Circusfestival in Monte Carlo.

Was passiert, wenn sich der Vorhang im Chapiteau hebt?

Wir präsentieren ein Programm für jung und alt, welches auf drei Grundsäulen aufgebaut ist. Ganz vorne die vielen Tierdressuren, dazu internationale Spitzenartistik und an dritter Stelle einen Superclown, der in dieser Saison aus Ungarn kommt. Natürlich darf in unserem Zirkus auch kein Liveorchester fehlen.

Und, wenn sich der Vorhang nach dem Finale schließt?

Dann haben wir mit unseren artistischen Leistungen und Dressuren hoffentlich das Publikum begeistert. Unser Ziel ist es, dass es uns gelingt unsere Besucher den grauen Alltag für zweieinhalb Stunden vergessen zu lassen. Wenn unsere Besucher dann nach Hause gehen und sagen: "Unser Probst - das war wieder schön!", dann bin ich glücklich und zufrieden.

INFORMATIONEN:
- Gegründet wurde das Zirkusunternehmen 1945 durch Rudolf Probst.
- Der Zirkus Probst ist in dieser Saison mit 70 Mitarbeitern, 100 Tieren, 70 Zirkuswagen und 20 Zugmaschinen auf Tournee.
- Der Zirkus reist mit einem Viermastzelt von 36 Metern Durchmesser. In ihm können 1800 Gäste Platz nehmen.

TERMINE:
- Die nächsten Stationen sind: 6. bis 8. September, Saalfeld, Festplatz am Weidig, 10. und 11. September, Ilmenau auf dem Festplatz Oberpörlitzer Straße und 13. bis 18. September, Erfurt, Platz an der Thüringenhalle.
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1 Kommentar
Gerd Zeuner aus Zeulenroda-Triebes | 04.09.2013 | 11:40  
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