Die Baumbrigade - Großer Einsatz auf der Steuobstwiese

Uhlstädt-Kirchhasel: Sallach | Die Baumbrigade

Lehrreiche Aktion zum Erhalt regionaler Streuobstwiesen


Es ist Samstag, zeitiger Vormittag. Auf einer Wiese zwischen Partschefeld und Kuhfraß treffen sich Männer und Frauen unterschiedlichsten Alters.
Nein, sie wollen keinen Ausflug unternehmen, es geht eher um eine Art lehrreichen Subbotnik. Zu dem Projektarbeitseinsatz eingeladen haben das Lebenshilfewerk Ilmenau/Rudolstadt und die Grüne Liga.
Im Mittelpunkt an diesem Tag die dortige Streuobstwiese. Die knorpeligen Apfelbäume bedürfen eines kosmetischen Eingriffs. Sie müssen dringend ausgeästet werden.
„An den hier vorhandenen verwilderten Obstbaumbeständen wurden seit über 20 Jahren weder am Boden noch an den Bäumen Pflege- oder Erhaltungsarbeiten durchgeführt“, erläutert Aktionsleiter Alexander Seyboth den Grund für das Treffen.
Die 20 Helfer sind an diesem Tag freiwillig zu diesem Einsatz erschienen. Der Allgemeine Anzeiger hatte im Vorfeld zu dieser Aktion aufgerufen. Sie wollen helfen und dabei etwas über den richtigen Baumschnitt erlernen. Und so beginnt auch Alexander Seyboth zunächst mit einwenig Theorie, später mit praktischen Übungen an den Bäumen.

„Es geht um einen Mehrwert bei solchen Aktionen rund um die Streuobstwiesen. Die Menschen lernen einen fachmännischen Baumschnitt, die Obstplantagen werden erhalten und im Herbst gibt es einen naturbelassenen Apfelsaft.“
Steffen Chalupka, Projektleiter beim Lebenshilfewerk




Danach geht es in kleinen Teams an die Arbeit. Seyboth eilt von Gruppe zu Gruppe, leitet an, gibt Tipps, koordiniert. Mit der Zeit sehen die Bäume nicht mehr wie ein Astgewirr aus, sondern wie Obstbäume, die im Herbst reife Früchte tragen werden.
Am Nachmittag hat die Baumbrigade ganze Arbeit geleistet. Vor den fleißigen Helferinnen und Helfern liegt eine Obstanbaufläche, die sich unter Natur- und Umweltschutzaspekten sehen lassen kann.

HINTERGRUND:

Streuobstwiesen gelten als die traditionellen Formen des Obstbaus. Zumeist Hochstämme verschiedener Obstarten wurden in den Außenbereichen von Ortschaften angepflanzt. Diese Art des Anbaus lässt sich in Deutschland bis auf die Spätantike zurückverfolgen. In den letzten Jahren erleben diese Streuobstwiesen wieder eine Renaissance.
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