Die verrückte Ideen des Goldwäschers Achim Sommer oder eine ganz besondere Hommage an seine Heimat

Achim Sommer I: beim Goldwaschen in der Schwarza
Sitzendorf: Goldstube | Gold und Gurken

Die verrückten Ideen des Goldwäschers Achim Sommer oder eine ganz besondere Hommage an seine Heimat

Von Andreas Abendroth

SITZENDORF. Achim Sommer ist in Thüringen das Synonym für das Goldwaschen, den Rausch des Goldes.
„Wenn etwas Besonderes eintritt, bin ich manchmal schon ein wenig aufgeregt“, beschreibt der 72-Jährige seinen Gemütszustand. So, als er am 4. August 2008 seinen bisher spektakulärsten Fund in der Waschpfanne hatte. Noch heute präsentiert er die 13 Nuggets interessierten Gästen und Fachleuten.
„Die Menschen sprechen seit dem im Zusammenhang mit dem Ort Mellenbach-Glasbach vom "Gold River" oder vom „Clondikes des Ostens“, so der passionierte Naturfreund. „Und mir haben sie den Spitznamen „Mister Nugget” gegeben“, fügt er noch an.

Auch heute ist dem Naturliebhaber wieder die Aufregung anzusehen.
„Ich habe in Sitzendorf eine Gold- und Gurkenstube eröffnet“, erzählt er.
Wieder einmal eine verrückte Idee des Achim Sommer, die sich einem erst auf dem zweiten Blick erschließt.

Gekleidet in Bluejeans, karierter Jacke und mit Cowboyhut erklärt der Hobbygoldwäscher: ”Ich dachte mir, hier im Tal ist ja nicht wirklich so viel los und viele Geschäfte stehen leer... Da muss man etwas tun, so in und für die Heimat.”

„Mit ausgefallenen Ideen kann man zur Belebung der Region beitragen.“, Achim Sommer


Man muss wissen, Achim Sommer ist ein gebürtiger Mellenbacher. In den 1970er Jahren zog es den jungen Thüringer als Musiker in die Spreewaldstadt Lübbenau. Sein Instrument war die Klarinette.
„Durch eine Infektion verlor ich meine Schneidezähne, konnte nicht mehr als Klarinettist arbeiten. So eröffnete ich eine Getränkeverkaufstelle und war über viele Jahre als Ehrenvorsitzender des Lübbenauer Tierschutzvereines aktiv“, berichtet er nachdenklich.
Fünfundzwanzig Jahre lebte Achim Sommer in Lübbenau im Spreewald. Doch im Jahr 2000 zog es ihn in seinen Geburtsort im Schwarzatal zurück.
„Mit „Gold” lockt man garantiert Gäste an. Auch meine Vorfahren haben hier in der Region Gold gewaschen. Und im Spreewald gibt es leckere Gurken. Die neuen Räumlichkeiten sind groß. Als habe ich vorne die Gurkenstube, dahinter die Goldstube und dahinter meine Ruhestube eingerichtet. Alles zusammen soll ein einmaliger, auch ein wenig verrückter Anlaufpunkt für Interessierte, Insider des Hobbys Goldwaschen und Liebhaber süß-sauer eingelegter Gurken werden“, so der rüstige Rentner.
„Gold und Gurken” ist eine Lebensgeschichte. Achim Sommers ganz besondere Hommage, die Verbindung zu seinen beiden Heimatregionen.
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2 Kommentare
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Lydia Schubert aus Nordhausen | 01.07.2012 | 22:10  
Andreas Abendroth aus Saalfeld | 02.07.2012 | 07:55  
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