Ein anstrengender Weg führt zum Ziel

Immer den Blick positiv in die Zukunftgerichtet: Trotz seiner Qerschnittslähmung trainiert Nils Paschold eifrig, um sportliche Erfolge erringen zu können. Foto: Andreas Abendroth
Rudolstadt: SV 1883 Schwarza | Ein anstrengender Weg führt zum Ziel

Behindertensportler Nils Paschold und die Teilnahme an den Paralympics

Von Andreas Abendroth

PROBSTZELLA. „Mein großes Ziel ist immer noch die Teilnahme an den Paralympics in London“, betont Nils Paschold.
Die Paralympischen Sommerspiele sind die Olympiade für Menschen mit einer Behinderung. Trotz ihres Handicaps treten sie vom 29. August bis 9. September in der britischen Hauptstadt zum sportlichen Vergleich an.
Nils Paradedisziplin ist das Werfen mit dem Diskus. „Die Weite für die Qualifikation beträgt 35 Meter“, berichtet der Behindertensportler. „Leider landete mein Wurfscheibe nur bei knapp 30 Metern“, wird von ihm schnell angefügt.
Der Sportler vom SV 1883 Schwarza e.V. kann in seiner Sportkarriere schon auf viele Erfolge blicken. Junioren-Weltmeister 2009, Silber Junioren-WM 2009 und Bronze Junioren-WM 2008. Siege, welche er mit der Kugel und mit der Wurfscheibe errungen hat. Der neueste Titel ist knapp eine Woche alt. Thüringer Landesmeister im Diskus mit 29,96 Metern.
Nach einer verletzungsbedingten Zwangspause im vergangenen Jahr, trainiert er nun mehrfach in der Woche. „Der Rückstand muss aufgeholt werden“, betont er.
Die Behindertensportler trainieren wie jeder andere Athlet auch. Einzig, die Abläufe müssen besser koordiniert werden.
„Das beginnt allein bei den Reisevorbereitungen. Einfach packen und los geht nicht. So müssen beispielsweise zwei Rollstühle berücksichtigt werden. Die Unterkünfte müssen barrierefrei sein und einen Betreuer benötige ich auch“, erläutert der junge Sportler.
Ergänzt wird: „Durch die ständige Nutzung und die vielen Reisen ist ein Rollstuhl nach drei Jahren verschlissen. Doch laut Krankenkassen soll er 10 Jahre halten…“
Probleme, mit denen andere Sportler im Vorfeld nicht zu kämpfen haben.
Doch wie sieht der Tagesablauf von Nils Paschold außerhalb des Sports aus?
„Ich arbeite auf der Verwaltungsgemeinschaft in Probstzella. Doch nach der Arbeit bestimmt wieder der Sport mein Leben. Krafttraining, Werfen, Ausdauer. Wenn man Erfolg in einer technischen Sportdisziplin, die vom Rollstuhl aus betrieben wird haben möchte, müssen viele Dinge passen. Und diese muss man eben ständig trainieren“, so Paschold.
Auf die Teilnahme an den Paralympics in London hofft Nils Paschold immer noch. Per Nachnominierung. Gleichzeitig richtet er aber auch seinen Blick optimistisch nach vorne. „Die nächsten Spiele sind in vier Jahren in Rio. Und da bin ich garantiert dabei.“
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